Alle Beiträge von sinkothekar

Johan Botha

1965 – 2016

Portrait, Dezember 2005

Das Ende aller Notlösungen fürs Helden-Fach

Mit dem südafrikanischen Tenor Johan Botha erschien mehr als nur ein strahlender Gralsritter im internationalen Opern-Business.

Es war Staunen erregend. Nach drei Stunden Aufführungsdauer stützte die mächtige Erscheinung des Schwanenritters die Hände aufs Schwert und begann die berüchtigte Gralserzählung zu singen, als gälte es, ein zartes Schubertlied zum Klingen zu bringen. Es war Johan Bothas Debüt als Lohengrin in der Wiener Staatsoper und die Musikfreunde der Stadt waren sich hernach einig: Einen solchen strahlenden Helden hatte man seit Menschengedenken nicht mehr erlebt. So sicher, so mühelos, in allen Lagen belkantesk klangen Wagnersche Heldenpartien nur auf historischen Aufnahmen.

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Der junge Lord

Libretto: Ingeborg Bachmann nach Wilhelm HauffUraufführung: 1965, Berlin

Der wesentliche Gegenstand dieses Stücks ist: die Lüge. Sie wird geboren aus unersättlicher Neugier, betrogenen materiellen Hoffnungen, provinzieller Angeberei und beleidigter Eitelkeit. Sie verbreitet sich als Gerücht (im Zwischenspiel vom 2. zum 3. Bild) und pervertiert und decouvriert die Charaktere und das ihnen zugehö...

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Guarneri String Quartet

(1964 - 2009)

  • 1. Vl. Arnold Steinhardt.
  • 2. Vl. John Dalley.
  • Br.: Michael Tree.
  • Vc.: David Soyer
    • Peter Wiley (ab 2000)

Das Guarneri-Quartett ist eine Gründung des Kammermusik-Festivals von Marlboro. Arnold Steinhardt war damals Konzertmeister des Cleveland Orchestra und als Solist beim Festival tätig, Sekundgeiger John Dalley Mitglied des Oberlin-Quartetts. Auch Michael Tree und David Soyer waren zuvor in kammermusikalischen Ensembles tätig. Von seiner Gründung an musizierte das Guarneri-Quartett live und im Plattenstudio immer wieder mit dem Pianistn Artur Rubinstein. In New York werden die Musiker zu einer Art Haus-Quartett in Carnegie Hall, wo sie ab 1975 einen eigenen Konzertzyklus bestreiten.

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Laura Aikin

Laura Aikin (c Agentur Machreich)

Drei Gespräche mit der amerikanischen Sopranistin, die als Spezialistin für die gefährlichsten Sopranrollen im jüngeren Opernrepertoire gilt und in Österreich sowohl bei den Salzburger Festspielen als auch in Wien des öfteren die Kohlen aus dem Feuer geholt hat.

Die Frau für heikle Einsätze

Mozart in Salzburg Die quirlige Sopranistin, → über die Frage, wie man in eine verrückte Salzburger »Entführung« einspringt und moderne Opern zum Erfolg macht. Lulus Rückkehr 2012 kehrte Laura Aikin nach längerer Abwesenheit wieder einmal nach Wien zurück. Natürlich in einer Aufführung der »Lulu-Suite« von Alban Berg. Im → Gespräch deutet sie bereits an, wohin die Reise künftig gehen könnte. Vor der Premiere von»Die Sache Makropulos« Jänner 2015. → Laura Aikin über ...

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John Mark Ainsley

Geboren am 9. Juli 1963 Crewe in der englischen Grafschaft Cheshire, studierte an der Oxford University und verdiente sich die ersten Sporen als Tenor seit 1985 in Auftritten mit den Originalklang-Ensembles Taverner Consort und London Baroque. Zu seinen Förderern gehört auch Sir Yejudi Menuhin, der ihn zum Festival nach Gstaad einlud, aber auch sein New York Debüt in einer Aufführung des Mozart-Requiems dirigiert.

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Mia Zabelka

1963

Eine Aktion der Komponistin und Geigerin beim Festival »hörgänge«

15. März 1994 Mia Zabelkas Idee, die diversen Stimmen einer Komposition zunächst einzeln zu präsentieren, dann synthetisch gemischt, und erst ganz zuletzt live und synchron musiziert, hat dem Festival »hörgänge« einen faszinierenden Abend beschert. Vier voneinander räumlich getrennte Spielstätten im Konzerthaus nahmen die fünf Musiker für den ersten Teil der »Paradox.Paradise« benannten Aktion auf. Während drei der Beteiligten tatsächlich ohne jeden Kontakt zu den Kollegen ihre Stimme zum besten gaben, konnte es zwischen Mia Zabelka und Bertl Mütter zu einigen Interaktionen kommen. Urschrei und Mohnnudeln Zabelka und Mütter waren im Wotruba Salon nur durch eine Glaswand voneinander getrennt. Da war also nicht nur Müt...

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Henze Elegie

Elegie für junge Liebende Die Elegie für junge Liebende ist eine der erfolgversprechendsten Opern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts; nicht nur, weil Hans Werner Henze in seinem 1961 uraufgeführten Werk mittels effektsicherer Klang-Collage zur trefflichen Stimmungsmalerei fand, sondern vor allem, weil Wystan Hugh Auden im Verein mit seinem Gefährten Chester Kallman ein exquisites Libretto gel...

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