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Mozarts »Titus« im Repertoire: Hohelied des Ensemblegeistes

Mozarts »Clemenza di Tito«, ausschließlich von Haus-Mitgliedern gesungen und nach alter Mozart-Tradition musiziert. Die Presse, 31. März 2016 Ganz auf ihr junges Ensemble vertraut die Wiener Staatsoper bei der Reprise von Jürgen Flimms Inszenierung von Mozarts letzter großer Oper, von der jede Wiedergabe Stückwerk bleiben muss, weil dem Komponisten...

 

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Günther Theuring

Der klassische Verführer Zum Tod des Gründers des Wiener Jeunesse-Chors, der zwei Generationen für Musik und Werte der abendländischen Kultur zu begeistern wusste und zu diesem Zweck auch die Meisterkurse ins Leben rief. Er war ein Rattenfänger. Zwei Generationen von jungen Musikfreunden gingen ihm in die Falle. Als musikalischer Charmeur bezauberte er nicht nur die Damenwelt, sondern auch die jungen Männer: Günther Theurings Kompetenz und Überzeugungskraft in Sachen Barock, Klassik, Romantik und Moderne konnte und wollte sich keiner entziehen, der in seine Nähe kam. Die offenkundigen Anziehungskräfte wusste er zu nutzen: Die Projekte seines ...

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Manuel Legris

Jetzt inszeniert der Direktor Am Sonntag ist an der Staatsoper in mehrfachem Sinn Premiere: Manuel Legris bringt seine Choreographie des „Corsaire“. Wie und wieso, das erklärte er der „Presse“. Le Corsaire“ – diesen Titel verknüpfen Ballettomanen hierzulande vor allem mit Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew. Freilich: Anders als dergendäre „Schwanensee“, den dieses Traumpaar einst mit der Wiener Ballett-Compagnie auf Film verewigt hat, gab es an der Staatsoper bis dato von diesem legendären Petipa-Werk nur den großen Pas de deux zu sehen. Bis zu diesem Wochenende: Am Sonntag hat das gesamte Ballett in einer Choreographie von Ballettdirektor Manuel Legris Premiere. Wobei das Wort Premiere mehrfach zutrifft: „Le Corsaire“ stand noch nie auf dem Spielplan des Hauses, Manuel Legris hat noch nie ...

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Thomas Hengelbrock

Wie Händel über Venedig staunte „Venedig war um 1700 das Opernzentrum der Welt“, sagt Thomas Hengelbrock. Er dirigiert Händels in Venedig uraufgeführte „Agrippina“ im Theater an der Wien. Für Thomas Hengelbrock ist es eine Rückkehr: „Es ist ja lang her, daß ich Chefdirigent an der Volksoper war“, räsoniert er im Gespräch anlässlich der Probenarbeit zur Premiere von Händels „Agrippina“ im Theater an der Wien: „Ich freue mich sehr, wieder hier zu arbeiten“ – und auf Wiener Pläne in den kommenden Jahren.

Wien hat eine weite Strecke der künstlerischen Entwicklung dieses Dirigenten verpasst. Man kennt ihn hier eher als Spezialisten für Barockmusik denn als universellen Maestro, der beispielsweise als Chefdirigent des NDR-Orchesters am 11. Jänner kommenden Jahres die Hamburger Elb-Philharmonie ...

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Peter Maxwell Davies

Welche Melodien singt denn der Widerspruchsgeist Sir Peter Maxwell Davies, britischer Avantgardist und zehn Jahre lang königlicher Hofkomponist in London, starb 81-jährig auf den Orkneys. Ein Widerspruchsgeist war er zweifellos. Wenn ihm etwas nicht passte, ging er auf die Straße, um zu protestieren – und es war ihm recht, wenn man in der Zeitung lesen konnte: „Prominenter Komponist wettert gegen Premierminister“. Ob dieser Gordon Brown hieß oder Tony Blair, war einerlei: Sir Peter ließ jeden wissen, was er von seinen Entscheidungen hielt. Im Zweifelsfall: nichts. Der Revoluzzer Ihrer Majestät Auch als Musiker war er zuweilen gesellschaftspol...

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Nikolaus Harnoncourt

https://media.sinkothek.at/AUDIO/phonharnoncourt.mp3 Ein akustisches Portrait des Musiker, Wissenschaftlers und Dirigenten

Zum Tod von Nikolaus Harnoncourt, der von Wien aus die Hörgewohnheiten der Welt zu revolutionieren vermochte und vom Gründer eines Originalklang-Ensembles zu einem der meistdiskutierten Dirigenten überhaupt wurde. Nachruf, »Die Presse« 2016

Es ist erst wenige Wochen her, daß der wohl prägendste Dirigent seiner Generation das Publikum wissen ließ, er sei nicht mehr imstande, weiterhin Konzerte zu leiten. Man wiegte sich daraufhin noch in der Illusion, man könne bei dem großen alten Mann ja immerhin noch Erkundigungen all...

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Martinus „Passion“

Hochaktuelles Drama Details zur Oper Ein Stück von aktuellerem Zuschnitt hätte die Grazer Opernintendanz nicht wählen können. Die nächste Premiere gilt am 5. März der „Griechischen Passion“ von Bohuslav Martinů. Komponiert nach dem Roman „Christus wird wieder gekreuzigt“ von Nikos Kazantzakis, in dem ein griechischer Hirte, der im österlichen Passi...

 

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Peter Eötvös

„Drei Schwestern“ neu an der Staatsoper Komponist Peter Eötvös über den Erfolg seiner Tschechow-Oper, die Sonntag in Wien Premiere hat. Nebst fünf Uraufführungen, die an der Staatsoper bis 2020 herauskommen, stellt man im Haus nach langer Enthaltsamkeit spannende jüngere Stücke zur Diskussion, die anderswo erfolgreich waren. Nach Thomas Ades' „Tempest“ kehren – nach ihrem Festwochen-Gastspiel 2002 – die „Drei Schwestern“ von Peter Eötvös nach Wien zurück. Das Werk hat nach seiner Uraufführung in Lyon schon „14 oder 15 Neuinszenierungen und jedenfalls an die 150 Aufführungen erlebt“, freut sich der Komponist im Gespräch. Als sein eigener Librettist ist er mit der Vorlage Anton Tschechows frei umgegangen und bediente sich bei seinem Arrangement avancierter Theatertechniken. Aus der chronolog...

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Mozart original?

Wie Figaro aussah, wissen wir, wie er gesungen hat, nicht Anmerkungen zu Bernd Bienerts Versuch, im originalen Mozart-Theater von Laxenburg Mozart auch möglichst "original" zu spielen. Der im Grunde völlig richtige Gedanke, Oper sei nicht vornehmlich eine Sache für hedonistische Hörer, sondern hätte viel mit Theaterspielen zu tun, treibt hie und da...

 

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Opernintrigen

Es kann auch sein, daß jemand in Wien einfach zu gut arbeitet Interessanterweise wird wiederholt Kritik an jenem Bundestheater- Direktor laut, der das allerbeste Ergebnis vorweisen kann. Es läßt tief blicken, wenn der scheidende Interimschef der Bundestheater-Holding im Interview angesichts der künstlerischen Perspektivenlosigkeit der V olksoper un...

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