Am meisten verstören Kritiken, wenn sie schlicht beschreiben, was auf der Bühne passiert.
Muss ich mich wirklich für jeden Regiefehler begeistern?
Immer dann, wenn man relativ ungeschminkt zu beschreiben versucht hat, was auf der Bühne vorgegangen ist, wird nach Objektivität gerufen.
Als Musikkritiker ist man hie und da recht einsam - zumindest bis...
Thielemanns Alleingang
Semperoper Dresden. Der designierte Intendant, Serge Dorny, darf sein Amt nicht antreten und macht dem Dirigenten brieflich Vorwürfe.
Ein "künstlerisches Konzept im Einklang mit der Institution unter Berücksichtigung aller in ihr enthaltenen Sparten (Oper, Konzert und Ballett)" wollte Serge Dorny in Dresden verwirklichen. Die...
Absagen schockieren die Opernfreunde, und die Frage stellt sich: Wie früh müssen Stars wissen, welche Partien sie wann wo singen möchten?
Wenn Netrebko und Beczala sich's noch einmal überlegen
Das hat es in der Wiener Operngeschichte noch nicht gegeben. Gleich zwei Stars sagen Vorstellungen ab, weil sie sich's überlegt haben. So flapsig, wie diese ...
ERSTAUFFÜHRUNG
Ein Östrogen-Konflikt, wie gemacht für Primadonnen
Die Staatsoper spielt Francesco Cileas Oper zum ersten Mal: durchaus eine Bereicherung des Spielplans.
Zuletzt gab es nebst anhalten dem Jubel ein paar Buhrufe für das Regieteam. Man fragt sich, was die kritischen Geister von einer Inszenierung der "Adriana Lecouvreur" erwarten? Soll...
Oper in München. Dank GMD Kirill Petrenko erklingt im Nationaltheater eine Mozart-Aufführung, deren musikalische Qualität sich die Salzburger Festspiele wünschen könnten.
DIE PRESSE, 12. Februar 2014
Triumphal verlief auch die zweite Premiere in der Amtszeit des frisch gebackenen Generalmusikdirektors der Stadt München, Kirill Petrenko. Sie galt, n...
»Die Jungen arbeiten risikolos«
Im Gespräch. Brigitte Fassbaender tauschte Sänger- und Intendantenleben mit dem Regiesessel und erarbeitet an der Volksoper gerade Brittens Komödie »Albert Herring«.
»Die Presse«, 6. Februar 2014
Es ist ein so geistreiches Stück«, sagt Brigitte Fassbaender auf die Frage, wie man um Publikum für ein hierzulande rares Musiktheaterwerk werben sollte. Die langjährige Intendantin des Innsbrucker Opernhauses inszeniert gerade an der Volksoper in Wien. »Albert Herring« ist freilich Wiener Musikfreunden, die schon länger in die Oper gehen, ein Begriff: Benjamin Brittens hintersinnige Komödie stand im Haus am Gürtel schon einmal auf dem Programm.
Publikumslieblinge wie Adolf Dallapozza und Sena Jurinac engagierten sich Mitte der Siebzigerjahre in der Ära Karl Dönch...
Schon wieder einer weg. Ja, wo sind sie denn bloß alle?
Intendant zu sein ist schwer. Man hat viel damit zu tun, darüber nachzudenken, was geschehen wird, wenn man einmal nicht mehr da sein wird.
Ich bin dann mal weg", titelte einer, der auf den Jakobsweg ging. Keiner wusste etwas davon, und plötzlich war der Mann zum Pilger geworden. ,,Ich bin dann mal weg", alles andere als ein frommer Pilgerspruch, könnte auch das Leitmotiv der internationalen Opern- und Festspielintendanten sein. Diese Leute haben ja, man weiß es, enorm lange Vorlaufzeiten für ihre Planungsarbeit zu gewärtigen. Und sie arbeiten und arbeiten und arbeiten, bis dann zum Beis...
Die CD bleibt uns gut und teuer
Das Ende des Aufnahme zeitalters proklamieren Kassandrarufe seit Langem. Doch bleiben Tonträger und DVDs wichtig, sie machen die beste Werbung für die Klassik.
Das ,,Ende der Schallplatte", das ,,Ende der CD", das ,,Ende des Tonträgermark tes" – die regelmäßig wiederkehrenden Kassandrarufe betreffen das gesamte Reper...
Es gibt Wochen, da kommt der Musikfreund aus der Oper gar nicht mehr heraus. Er will überall dabei sein. Sogar die Münchner reisen an! Und haben allen Grund dazu.
Alle Opernzugvögel sind schon da. Alle Vöglein, alle. Das wirkt!
Man kann sagen, was man will über den wienerischen Musikbetrieb, aber in jüngster Zeit darf festgestellt werden, daß die O...
Ich möchte wieder klatschen dürfen
Die Rekonstruktion des sogenannten Watschenkonzerts kam ohne Ohrfeigen aus. Heute wird »moderner« Musik brav applaudiert. Dafür herrschen neue Tabus im Kultur-betrieb. Wo darf man hinschauen? Darf man Musik nicht mögen – und das auch zugeben?
Watschen sind 2013 nicht verteilt worden. Um das ,,Skandalkonzert" von a...