Kategoriearchiv: Rezensionen

„Presse“-Podcast: Erinnern wir uns an Meister Wolf Ferrari?

Der deutsch-italienische Opernkomponist Ermanno Wolf Ferrari, einst höchst erfolgreich, wäre 150 Jahre alt. An vielen Häusern, auch an der Wiener Volksoper konnte man musikalische Komödien von Ermanno Wolf Ferrari erleben, ehe sie gegen Ende des 20. Jahrhunderts aus den Spielplänen entsorgt wurden. Die Jahrzehnte davor gehörte Wolf Ferrari, halb It...

 

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Weckruf für die Medien…

Weckruf für die Medien Zur Ausgabe vom 7.1. Auf der Titelseite schreiben Sie „Weckruf für Europa“. Das ist gelinde gesagt recht abgedroschen. Kein vernünftig klar denkender Mensch in Europa befindet sich noch im Tiefschlaf, sondern den meisten Menschen in Europa ist die gefährliche Situation bewusst. Nur geschieht nichts, nachdem sich die Politik a...

 

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Philippe Jordan und sein Orden – nicht nur für Bruckner

Jan Lisiecki musizierte im Konzerthaus mit den Symphonikern und deren einstigem Chefdirigenten. Christian Kircher, Chef der Bundestheater-Holding, überreichte Philippe Jordan das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse – auf dem Podium des Wiener Konzerthauses. Dessen Intendant, Matthias Naske, würdigte den Dirigenten für seine herausragend...

 

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„Gute Nacht, Europa!“…

„Gute Nacht, Europa!“ „Trump bricht alle Regeln“, „Quergeschrieben“ v. R. Schwaiger, 7.1. Frau Schwaiger spricht es richtig und, fast möchte man sagen, mutig an! Man hätte in Europa entschiedener auf die Entführung von Nicolás Maduro reagieren müssen. Vor allem im Hinblick auf die weiteren Drohungen Trumps gegen Kolumbien und Kuba und seine wilde E...

 

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Rock Me Schani Strauß – aber dezent!

Neujahrskonzert 2026. Die karnevalesken Einlagen nahmen unter der Leitung des Kanadiers Yannick Nézet-Séguin kuriose Ausmaße an. Doch wurden auch ungewöhnlich viele poetische, zarte Töne hörbar. Das haben wir noch nie erlebt. Zwar ist es seit geraumer Zeit üblich, dass die Dirigenten des Wiener Neujahrskonzerts dem Publikum im Großen Musikvereinssa...

 

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Der erste neue »Fidelio« in der Wiener Staatsoper seit 1970

Nikolaus Habjan inszenierte ein Puppenspiel, Franz Welser Möst dirigierte. Das Publikum atmete auf: Endlich wieder einmal keine völlige Entstellung eines bedeutenden Repertoirewerks.

Zwar hätte man mit Otto Schenks alter Regiearbeit noch länger leben können. Doch irgendwann mußte es wohl sein. Fazit: Über weite Strecken sensible Regie, recht geschickt adaptierte Dialoge, gründlich einstudierte Chöre und Ensembles: Mit der ersten Neuproduktion von Beethovens »Fidelio« seit 1970 hat das Haus Beethovens einzige Oper nicht verloren. Das ist mehr als man von den meisten jüngeren Staatsopern-Produktionen behaupten kann. Freilich: Wer bei einer Wiener Premiere musikalische Exzellenz erwartet, wird enttäuscht.

 

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Matthias Goerne sang Schuberts „schauerliche Lieder“

GOERNE UND TRIFONOV IN WIEN

Die »Winterreise« im Großen Musikvereinssaal.

Schön Singen, davon konnte diesmal gar nicht die Rede sein: Die »Winterreise«, radikale Seelenbespiegelungen durch Matthias Goerne und Daniil Trifonov. Das ging unter die Haut.

Julia Wesely / Musikverein Wien

»Schauerliche Lieder“ nannte Franz Schubert die ersten Stücke seiner »Winterreise«, als er sie zum ersten Mal im privaten Kreis vortrug. Matthias Goerne und Daniil Trifonov schafften es im Großen Musikvereinssaal, 200 Jahre später nachvollziehbar zu machen, welchen Schock diese Musik bei Hörern im Wiener Biedermeier ausgelöst haben musste. Vielleicht war es sogar ganz gut, dass im Publikum jemand saß, der offenbar gar nicht wusste, was ihn da erwartete und gleich nach dem ersten Lied kräftig applaudierte. Er wurde niedergezischt von all jenen,

An diesem Abend entpuppte sich zuletzt, daß zu früher Applaus manchmal gerade rechtzeitig kommt…

die wissen, was sich heutzutage in einem Konzertsaal angeblich gehört.

Das Beifallklatschen wäre aber spätestens nach zwei oder drei Nummern auch dem wohlmeinendsten Zufallsgast, der einfach schöne Schubert-Melodien hören wollte, vergangen. Weil da wenig war, was man als schöne Melodie erkennen hätte können – und wenn, dann ganz offenkundig in einem Zusammenhang, in dem sie nichts Gutes zu bedeuten hatte. Oder jedenfalls bestenfalls eine schöne, unwiederbringliche Erinnerung.

 

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Eine Führung durch Rudolf Buchbinders weite Steinway-Welt

Großer Musikvereinssaal. Ein Klavierabend zwischen barocker Tanzmusik, klassischer Sonatenform und romantischem Überschwang als überraschend vielschichtige Demonstration, wie sich auf einem Konzertflügel mit malerischen Mitteln höchst differenziert Musik machen läßt. 18. November 2025 Das war natürlich auch virtuos, versteht sich. Wenn Rudolf Buchb...

 

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