Aserbeidschan und China bringen die neuen Opernstimmen

Foto: »Neue Stimmen«(Besim Mauhuqi)

Beim Liz-Mohn-Wettbewerb »Neue Stimmen« siegten in Gütersloh 2026 junge Sänger aus Ländern, die mehr oder weniger fernab von Europa liegen.

Den internationalen Sängerwettbewerb, den Liz Mohn ins Leben gerufen hat, gewannen bisher einige Künstler, deren Namen mittlerweile einen guten Klang haben: Elsa Dreisig, Franco Fagioli, Marina Rebeka oder Nicole Car – alle auch hierzulande bestens bekannt, ob von Auftritten an der Wiener Staatsoper oder bei den Salzburger Festspielen her.

2026 kürte die Jury aus Intendanten wie Alexander Neef (Opéra de Paris), Sophie de Lint (Dutch National Opera) oder Bernd Loebe (Frankfurt), sowie dem Tenor Neil Shicoff den chinesischen Bariton Jiazhou Wang (22) und die armenische Sopranistin Arpi Sinanyan (23). Wang hat auch die Junior-Jury überzeugt, die ihm ihren Sonderpreise (1.000 Euro) zusprach.

Sonderpreise

Der mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis sowie den »Patagonia Voice Award« ging an den Mexikaner Rafael Rojas. Im Semifinale errang immerhin eine Europäerin, die Schwedin Klara Solén, (Mezzosoprant) den mit 5.000 Euro dotierten »Brian Dickie Young Talent Award«.

Die Auszeichnungen verstehen sich als Bestandteil des Förderansatzes »Creating Careers«, der über den Wettbewerb hinausreichen soll. Unter anderem kümmern sich Preisträger früherer Jahrgänge als Mentoren um die jüngeren Kollegen.

Von den 126 Sängern aus 69 Nationen, die sich beworben hatten, erreichten 41 (aus 18 Nationen) die Endrunde in Gütersloh.

Neue Stimmen 2026. Das Video.

Das Wettbewerbsfinale wurde mitgeschnitten und kann HIER abgerufen werden