Archiv der Kategorie: Rezensionen
El Juez
Politdrama zu plätschernder Kaufhausmusik Wien feiert das Comeback von José Carreras: Angelika Messner und Christian Kolonovits haben ihm "El Juez" auf den Leib geschneidert, eine Oper über die Kindesentführungen zur Zeit der spanischen Franco- Diktatur . Das könnte sogar ein packender Theaterabend sein. Die Umerziehung von Sprösslingen politisch m...
Anna Netrebko
Aus der Musik geboren Anna Netrebko absolvierte auch ihr zwölftes Rollendebüt im Haus triumphal. Angesichts völlig untauglicher Regie-Vorgaben inszeniert sie aus dem Geist der Musik Die Manon war einst eine der Glanzpartien der Anna Netrebko. Die Premiere der Massenet-Oper an der Seite von Roberto Alagna ist unvergessen, die Verführungsszene in St....
Jonas Kaufmann
Ein Tenor im Alleingang Daß sich ein Sänger allein an die Soli seines „Liedes von der Erde“ wagt, hätte sich Mahler nie träumen lassen. Zur Genealogie einer ungewöhnlichen Symphonie. Seine Verehrer werden vor jedem Auftritt nervös. Diesmal aber steigt das Erwartungsbarometer auf ein selbst bei diesem Tenor ungewohntes Niveau: Jonas Kaufmann singt i...
Kavakos
Die pure Romantik und ihr meilenweiter Abstand zum Kitsch Musikverein: Leonidas Kavakos adelt das Violinkonzert von Korngold. Das Programm wäre im Musikvereinszkylus „Die große Symphonie“ früher undenkbar gewesen. Heute gibt es schon nach Rachmaninows „Toteninsel“ (nach Böcklin) lauten Applaus: Pure Romantik, gewiss, doch stammt das Werk, wie Alexa...
Glucks Alceste
Herkulische Taten in kindischem Regiegewand Glucks „Alceste“ wieder in Christof Loys Kindergartenregie, aber musikalisch grandios unter Christophe Rousset mit Véronique Gens. Die Lösung der Frage, wie man die einst richtungsweisenden, doch später als rettungslos verstaubt geltenden Opern eines Christoph Willibald Gluck zeitgemäß wiederbeleben könnt...
Thomas Larcher
Eine neue Symphonie als Mahnmal Thomas Larchers Zweite, "Kenotaph" genannt, ist ein außerordentlicher Wurf. Die Wiener Philharmoniker spielten sie zum 200-Jahr-Jubiläum der Nationalbank. Kenotaph“ lautet der Untertitel des Auftragswerks zum 200-Jahr- Jubiläum der Nationalbank, das vergangenen Freitag, im Vorfeld der beiden Abonnementkonzerte der Wi...
Neues von Larcher
Symphonie als Mahnmal Uraufführung. Thomas Larchers Zweite, „Kenotaph“ genannt, ist ein außerordentlicher Wurf. Die Wiener Philharmoniker spielten sie zum 200-Jahr-Jubiläum der Nationalbank. Kenotaph“ lautet der Untertitel des Auftragswerks zum 200-Jahr-Jubiläum der Nationalbank, das vergangenen Freitag, im Vorfeld der beiden Abonnementkonzerte der...
Buch 2016
Farbe, Rhythmus und Schuberts ureigene Welt Krystian Zimerman konfrontierte im Musikverein die beiden letzten Schubert-Sonaten mit Szymanowski Natürlich haben Mazurken von Karol Szymanowski nichts mit Musik von Franz Schubert zu tun. Dennoch war es spannend, zwischen den Aufführungen der großen A-Dur- und der B-Dur-Sonate vier Nummern aus dem op. 5...
Blaubart
Ein „Blaubart“ ohne Peinlichkeit Am Freitag noch einmal: Bartóks Psycho-Oper mit Violeta Urmana, Gábor Bretz und den Symphonikern unter Philippe Jordan. Herzog Blaubart beschäftigt unsere Fantasie. Was verbirgt sich hinter den sieben Türen, was bedeuten die Folterwerkzeuge, Blumen und Juwelen, die prachtvollen Ländereien? Was der Tränensee, den Jud...