Kategoriearchiv: Feuilleton
Leo Blech

Leo Blech war einer der führenden Dirigenten Berlins in der Zwischenkriegszeit und eine fixe Größe in der deutschen Musikszene. Nicht einmal der Machtantritt der Nationalsozialisten konnten diesen bedeutenden jüdischen Künstler so leicht aus dem Sattel heben. Blech, zum Zeitpunkt der Angelobung Hitlers bereis im 62. Lebensjahr, blieb noch vier Jahre in Berlin, ehe er 1937 emigrieren mußte.
Dieses schauerlich-bemerkenswerte Detail einer außergewöhnlichen Biographie wirft ein Licht auf die Wertschätzung, die Leo Blech genoß.
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Willem Mengelberg
Willem Mengelberg, 1871 - 1951
Er war einer der bedeutendsten Dirigenten des XX. Jahrhunderts, mehr als ein halbes Jahrhundert lang Leiter des Concertgebouw Orchesters in Amsterdam - wenn er auch an seinem Lebensende aller Ehren verlustig ging, weil er während der NS-Besatzung weiterargearbeitet hatte. Die Aufnahmen, die Willem Mengelberg hin...
Leopold Godowsky
1870 - 1938
Sein Biograph James Huneker nannte ihn den Pianist für Pianisten und das traf insofern zu, als die Kollegen vor Leopold Godowsky die größte Hochachtung hatten, das Publikum ihn jedoch zwar respektvoll anerkannte, aber nie aufs höchste Podest stellte. Merkwürdig war, daß dieser Künstler, von dessen technischen wie musikalischen Fertigkeiten die Pianisten regelmäßig zu schwärmen begannen im Konzertsaal - und auch vor Mikrophonen im Aufnahmestudio - weitaus weniger brillant und farbenreich musizierte wie im privaten Kreis. Nicht alle Connaisseurs empfanden das übrigens als Nachteil. Der strenge George Bernard Shaw meinte nach einer Aufführung von Schumanns Symphonischen Etüden die Tatsache, daß der Interpret hier nicht mit seinem unstreitig perfekten Virtuos...
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Franz Schreker
Feuilleton: »Schreker und seine Zeit« 1878 - 1934 Der Vater, Ignaz Schrecker, war Wiener Hofphotograph und beetrieb mit seiner Frau, Eleonore von Clossmann, in Monaco ein Portraitstudio. Doch der Ruhm des Namens schwand mit dem frühen Tod des Vaters, die Familie lebte unter widrigen Bedingungen in Wien.
Die Symphonie des Stipendiaten Immerhin zei...
Albert Roussel
1869 - 1939 Er war einer der vielseitigsten Komponisten der Ära um 1900. Interessiert an allen Möglichkeiten musikalischer Innovation, übte sich Albert Roussel in sämtlichen Stilen seiner Zeit. Als begabten jungen Mann schickte man ihn 1884 nach Paris, wo er am Collège Stanislas studierte. Er machte Karriere bei der französischen Marine, wo er es bis zum Leutnant brachte. Den Nahen Osten bereiste er ebenso wie China, quittierte aber 1894 den Dienst, um sich in Paris ernsthaft der Musik zu widmen.
1898 trat er in die Schola Cantorum ein, um bei Vincent d'Indy zu studieren. Vier Jahre später war er so weit, die Kontrapunktklasse zu übernehmen. Eine ganze Generation von französischen Komponisten ging bei ihm in die Lehre, darunter Eric Satie, Edgard Varèse, aber auch Gäste aus dem Ausland, ...
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Hans Pfitzner
https://media.sinkothek.at/AUDIO/pfitznerphon.mp3 Zum Hören: ein SINKOPHON über Pfitzner (2023)
Diskographie
Der kauzige Misanthrop
Von Hans Pfitzner hat sich nur ein Werk im Gedächtnis der internationalen Musikwelt festgeschrieben: Das Künstlerdrama »Palestrina«. Und auch dessen Ruhm verblaßt, denn in Zeiten der sogenannten political correc...
Ferruccio Busoni
1866 - 1924 Busoni stammte aus Florenz, war der Sohn eines italienischen Klarinettisten und einer deutschen Pianistin. Er konzertierte mit acht Jahren erstmals öffentlich in Triest und verbrachte etliche Jugendjahre in Graz.
Als Kind schrieb ich viel und gab gar manches verfrüht heraus. Schlecht beraten und selbst unerfahren...
So urteilte Ferruccio Busoni über sich selbst. Musik-Kenner sahen das erstaunlicherweise viel weniger kritisch. Selbst der gestrenge Eduard Hanslick bemerkte über den musizierenden Knaben:
Seit langer Zeit hat kein Wunderkind uns so sympathisch angesprochen wie der kleine Ferruccio Bunoni. Gerade weil er so wenig vom Wunderkind an sich hat hingegen viel vom guten Musiker. Sowohl als Pianist wie als angehender Compositeur (1876)
Die Mutter, Anna Weiss-Busoni, hat...
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Paul Dukas
1865 - 1935
In Paris als Sohn einer Pianistin und eines Bankiers geboren, durfte Paul Dukas ab seinem 17. Lebensjahr am Konservatorium studieren. 1884 erklingt seine Ouvertüre zu Götz von Berlichingen erstmals in Genf. Seine Versuche, den Rom-Preis zu gewinnen, scheitern: 1882 und 1888 erreicht er beim Wettbewerb Platz zwei. daraufhin verläßt er ...
Carl Nielsen
1865 - 1931 Der Däne Carl Nielsen war einer der führenden Komponisten im skandinavischen Raum am Beginn des XX. Jahrhunderts. Geboren 1865 als Sohn eines Malers und Dorfmusikanten, machte er erste musikalische Erfahrungen in dessen Dorfkapelle als Geiger.
Außerdem übte sich Carl Nielsen in kindlichem Alter auch im Trompetespielen. So konnte er 1879 ins Militärorchester von Odense eintreten und durfte als Stipendiat aber 1884 Violine, Klavier und Musiktheorie am Königlich Dänischen Konservatorium in Kopenhagen studieren. Mit ersten Kompositionen ließ Nielsen nach seinem Studienabschluß, 1888, aufhorchen. Als Opus 1 firmierte eine Kleine Suite für Streicher. 1889 wurde Nielsen Geiger im königlichen Orchester. Im Jahr darauf trat er einen Studienaufenthalt in Deutschland an, nicht zuletzt um...
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