Kategoriearchiv: Feuilleton

Phänomen Jewgeni Kissin

Müssen Wunderkinder erwachsen werden? Jewgeni Kissin erntete für seine technische Brillanz im Großen Salzburger Festspielhaus Ovationen nach Chopin-Balladen und der Liszt-Sonate. Musikalisch lieferte er ein seltsames Rätselspiel.

Wie gut ist Jewgeni Kissin? Die einen halten ihn, wie man allenthalben nachlesen kann, für einen genialen Interpreten, ...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

»Don Carlos« in Salzburg

Offenen Auges in die Katastrophe »Don Carlos« von Giuseppe Verdi bei den Salzburger Festspielen: Flauer Applaus nach der Premiere. Das lag an Herbert Wernicke, dessen langweilige Inszenierung jeden möglichen musikalischen Genuß vereitelte.

Wie sehr die Optik einer Inszenierung eine Opernaufführung dominiert, war an den Reaktionen auf diese Neuprod...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Alfred Schnittke (Nachruf)

PIONIER DER NEUEN EINFACHHEIT Von der Harmonie im Dickicht der Avantgarde Alfred Schnittke ist tot. Der Komponist starb im Alter von 63 Jahren in einer Hamburger Klinik. Ein weiterer Schlaganfall beendete ein Leben, das voller Prüfungen war.

Als Wolgadeutscher war Alfred Schnittke 1934 zur Welt gekommen. Der in Sachen Kulturpolitik rigorose Kommunismus prägte Leben und Schaffen des sensiblen, zartbesaiteten Künstlers, der in Wien prägende Eindrücke empfangen hat. Sein Vater verbrachte in der österreichischen Hauptstadt einige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Redakteur einer deutschsprachigen Zeitung der sowjetischen Besatzungsm...

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

»Katja Kabanowa« in Salzburg

Liebesentzug im Hinterhof "Katja Kabanowa" von Leos Janacek ist bei den Salzburger Festspielen ins notorische Christoph-Marthaler-Spektakel umgemünzt worden: Im grauslichen Sozialbaumilieu ereignen sich Beziehungsstörungen.

Wie die Kulisse aussehen würde, war ebenso vorherzusehen wie die Tatsache, daß sich die Ausführenden immer wieder verstört an...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

»Mahagonny« in Salzburg

Tiefer Fall für Brecht und Weill »Mahagonny« von Brecht und Weill zur Eröffnung der Salzburger Festspiele. Kein Aufstieg in Peter Zadeks Inszenierung, mehr Fall. Ziemlich tief.

Bert Brecht wollte man in Salzburg einstens zum wichtigen Theatermann küren, entschied sich aber dann doch dafür, ihn unmöglich zu machen. »Aufstieg und Fall der Stadt Maha...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Hermann Prey

Der Charmeur mit den Augen voll Tränen Hermann Prey ist tot. Der liebenswerte deutsche Bariton starb kurz nach seinem 69. Geburtstag im oberbayrischen Krailling an einem Herzinfarkt.

Zuerst einmal der Figaro: Wenn Hermann Prey als Rossinis "Barbier" angesetzt war, dann ereignete sich im Opernhaus so etwas wie die natürliche Verschmelzung der sogenannten "ernsten" mit der sogenannten Unterhaltungsmusik. Denn Prey war ein Versöhner, der auch Menschen zur Oper brachte, die ohne ihn keinen Schritt in einen solchen Musentempel gewagt hätten. Das war ein Effekt des beginnenden Fernsehzeitalters, als die TV-Gewaltigen sich noch sehr an den altherge...

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

Staatsopern-Orchester

Sonderstatus für Philharmoniker erwünscht Ioan Holender, Staatsoperndirektor, im Gespräch über Regisseure, Ensemble, Ausgliederung und die finanzielle Zukunft der Oper.

Die sogenannte "Ausgliederung" der Bundestheater naht mit Riesenschritten. Der Direktor der Staatsoper ist gewappnet. Ioan Holender weiß bereits, wer sein Geschäftsführer sein wird: "Ich habe mir Thomas Platzer ausgesucht, der bisher in den Bundestheatern für die kaufmännischen Angelegenheiten zuständig war." Zum einen beschäftigt Holender damit ein Mitglied der bisherigen Bundestheater-Verwaltung - die ja zwischen den drei Direktionen regelrecht "aufgeteilt" werden muß. Zum andern hat er einen Mann an seiner Seite, der schon jetzt in allen finanziellen Fragen des Theaterverbunds firm ist. Wie die "Aufteilung" des weiteren...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Harnoncourts Schumann

Im musikalischen Paradies Robert Schumann hat ein zauberhaftes Oratorium über das verlorene Paradies komponiert. Nikolaus Harnoncourt hat in Graz nachgewiesen, warum das Werk einst viel gespielt wurde.

"Das Paradies und die Peri", liest man erstaunt im Programmheft, war zu Robert Schumanns Lebzeiten eines seiner meistgespielten Werke. Nur die "Frü...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Freyers »Orfeo«

Todgeweihte singen vom Himmel Monteverdis »Orfeo« galt die wichtigste Produktion der Wiener Festwochen im Theater an der Wien. Achim Freyer entführte wieder einmal in seine magische Welt - diesmal schlüssig, wenn auch nicht bezaubernd.

Die Szene spielt in einer Spelunke, die bunkerartig vermauert scheint. Kein Entkommen für Mann, Frau, Kind und Hu...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

P. A. Edelmann

Ich bin ein ungestümer Typ" Paul Armin Edelmann hat einen in der Opernbranche klangvollen Namen: Sein Vater ist der legendäre Darsteller des Baron Ochs - und auch sein Bruder Peter ist Bariton. Gespräch mit einem Wien-Debütanten.

Der Papa ist alles andere als streng. Und vor allem: Er ist von unglaublicher Geduld!", wehrt der Bariton Paul Armin Edelmann alle Verdachtsmomente ab: Man weiß aus der Geschichte, daß es oft schwer ist, als Sohn eines großen Vaters in derselben Branche Karriere zu machen. Sohn sein ist schwer. Aber nicht im Falle der Familie Edelmann. Otto Edelmann, legendärer Ochs auf Lerchenau und Hans Sachs, treuer Verbündeter und Lieblingssänger Herbert von Karajans über Jahrzehnte hin, ist seinen beiden singenden Söhnen ein behutsamer Lehrer und Betreuer. "Das ist", komment...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN