Musizieren, das ist ein Lernprozess
Die Geigerin erzählt, wie sie mit vier Jahren entdeckte, dass Violine-spielen ungefährlich sei, und wie sie heute das Publikum von Neuer Musik überzeugt.
Hilary Hahn, eben für Aufführungen des Sibelius-Violinkonzerts mit den Wiener Symphonikern unter Jakov Kreizberg in Wien, erzählt im "Presse"-Gespräch, wie sie ihr ungewöhnlich reiches Repertoire aufzubauen wusste. Sie erinnert sich, im Gespräch danach befragt, auch an ihre ersten musikalischen Erfahrungen, wenn auch nur recht vage: "Ich kann mich", sagt sei, "gar nicht wirklich an erste konkrete musikalische Erfahrung erinnern. Bei uns daheim sind immer Schallplatten gehört worden und das Radio lief. Außerdem hat mein Vater im Kirchenchor gesungen. Es war also immer Musik um mich herum, ehe ich überha...
Das echte Osterfestspiel
Osterklang, das Wiener Festival, begann heuer mit einer veritablen Sensation: Nikolaus Harnoncourt dirigierte erstmals Franz Schmidts »Buch mit sieben Siegeln« - und erntete dafür Jubelstürme.
Der Begegnung hatte man mit größtem Interesse entgegengesehen: Wie würde Nikolaus Harnoncourt, die Leitfigur der Wiederentdeckung ...
"Simon Boccanegra" unter Claudio Abbado am Beginn der Salzburger Osterfestspiele: Ein ebenso lautstark bejubeltes wie musiziertes Orchesterfurioso vor dem Hintergrund bestürzender vokaler Mittelmäßigkeit.
Die Osterfestspiele sind vor Zeiten gegründet worden, um das luxuriöseste Spektakel der O...
Holender, die Volksoper und der Tourismus
Heftiger Schlagabtausch zwischen der Volksoper und der Staatsoper im Gefolge eines Pressegesprächs von Staatsopernchef Ioan Holender.
Über das Verhältnis zum Volksopernkollegen Dominique Mentha ist Staatsoperndirektor Ioan Holender nicht besonders glücklich. Es gebe keine Dialoge und keine Spielplanabsprach...
An der Met küßt Danilo die Witwe ohne Verstand
Placido Domingo als Danilo, das ist eine Ankündigung, die auch Operettenverächter in die Neuproduktion von Lehárs «Lustiger Witwe« in die New Yorker Metropolitan Opera treibt.
Erstmals in ihrer Geschichte spielt die New Yorker Met Lehárs »Lustige Witwe«. Im Programmheft liest man einen umständlichen ...
Alles und noch mehr ist Spaß auf Erden
An Verdis »Falstaff« ist die Volksoper bei ihrem Annäherungsversuch nicht wirklich weit herangekommen. Dem Publikum galt die Premiere als amüsanter Theaterabend mit Musik.
»Falstaff« in italienischer Sprache an der Wiener Volksoper: Das war ein hochfliegendes Projekt - und ist, bei Licht betrachtet, gescheite...
Das Ewig-Weibliche versucht's diesmal nur
Alban Bergs »Lulu« erlebte ihre dritte Staatsopernpremiere. Das Publikum akklamierte eine sauber gearbeitete, wenn auch gewiß nicht bedeutende Musiktheaterproduktion freundlich.
Anat Efraty und Rudolf Mazzola
Eine neue Lulu für die Weltbühne war am Samstag abend in der Wiener Staatsoper noch nicht zu en...
Mit Verve in den Untergang
Georges Pretre sorgte im Musikverein für eine fulminante Wiedergabe von Berlioz' seltsamer Faust-Oper.
Das Werk wird nicht allzu häufig im Konzertsaal realisiert. Wenn, dann kümmern sich aber meist große Dirigenten darum. Das verwundert auch nicht, denn Hector Berlioz hat in seine zum Teil in Österreich komponierte "Damn...
Ein Fest der Superlative
»Götterdämmerung« zum Abschluß des "Ring"-Zyklus in der Deutschen Oper Berlin wurde zum persönlichen Triumph von Christian Thielemann.
Die Aufführung war nicht alltäglich. Und auch der Applaus danach sprengte das gewohnte Maß. Als Generalmusikdirektor Christian Thielemann nach vollendetem "Ring"-Zyklus in der Deutschen...