Kategoriearchiv: Feuilleton

Oskar Czerwenka

Sensibler Kraftlackel, wienerischer Komödiant Der große Bassist starb 75jährig in seiner Wohnung in Vöcklabruck. Sein Image war stets das des erdverbundenen Kraftlackels; und doch: Oskar Czerwenka war einer der einfühlsamsten Gestalter, den die Opernszene hatte. Es war kein Zufall, daß er in Zeiten, in denen man mit solchen Ehrenbezeugungen noch nicht großzügig war, schon in jungen Jahren mit dem Titel Kammersänger geadelt wurde. Darauf war Czerwenka auch sein Leben lang stolz, während er die übrigen Auszeichnungen, mit denen man ihn überhäufte, in der Regel mit Nonchalance überging.

Der Künstler Czerwenka aber war sensibel und zerbrechl...

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Jansons in Wien

Eine arme, gequälte Puppe als Star Mariss Jansons und das Pittsburgh Symphony Orchestra wurden im Musikverein schon zur Pause mit Ovationen bedacht.

Drei Konzerte absolviert das Symphonieorchester aus Pittsburgh im Rahmen der Wiener Festwochen. Bereits nach dem ersten Abend stand - auch im Vergleich mit den Kollegen aus Philadelphia, die jüngst im...

 

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Wolfgang Schneiderhan

Maestro in A-Dur Dem Inbegriff des Wiener Geigers, zum 85. Geburtstag.

Er war über lange Jahre hin eines der Aushängeschilder der wienerischen Musizierkultur. Als Schüler des legendären Ottokar Sevcik hat der am 28. Mai 1915 in Wien geborene Geiger zunächst sozusagen auf selbstverständliche Weise die Konzertmeisterpositionen der beiden großen Wien...

 

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Pretre in Wien

Festwochen-Triumph mit Georges Pretre Die Wiener Symphoniker tricksen heuer, so scheint es, die gesamte Festwochenkonkurrenz im Musikverein aus. Diesmal brillierten sie unter Georges Pretre mit Wagner und Respighi.

Georges Pretre ist und bleibt der vielleicht verwirrendste, ebenso aber auch einer der aufregendsten Dirigenten, die ein Orchester nur...

 

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Pollini, farblos

Das Grau der berühmten Eminenz Maurizio Pollini gab anläßlich der Wiener Festwochen einen Soloabend von zum Teil erschreckender Undifferenziertheit im Wiener Musikverein.

Mit einem für seine Verhältnisse geradezu kulinarischen Programm präsentierte sich Maurizio Pollini seiner allzeit jubelnden Verehrergemeinde diesmal im Goldenen Saal. Lag es am...

 

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Bronfman

Klangrausch und Wutanfälle Yefim Bronfman brillierte im Wiener Musikverein unter Wolfgang Sawallisch mit Bartóks 3. Klavierkonzert.

Das Philadelphia Orchestra ist eines der großen amerikanischen Symphonieorchester und leidet wie manches Konkurrenz-Ensemble wohl ein wenig darunter, daß aus der großen Orchesterkultur nicht immer allzuviel gemacht wi...

 

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»Figaro« in Barcelona

Katalanischer Mozart Mozarts »Figaro« im wiedererrichteten Teatro Liceu von Barcelona: Eine Premiere, die einen Zaungast aus Wien staunen machen kann. Über Mozart-Tradition darf man einem Wiener mittlerweile schon wieder allerhand erzählen. Spätestens seit die Originalinstrumenten-Apostel die Szene gehörig aufgemischt haben, weiß man ja auch hierzu...

 

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Rattles Beethoven

Die Neunte, hemmungslos Sir Simon Rattle dirigierte im Musikverein die gewiß nicht präziseste, vielleicht aber aufregendste Neunte Beethoven der jüngeren Wiener Konzertgeschichte.

Als vorletztes philharmonisches Abonnementkonzert ereignete sich am Freitag abend eine Aufführung von Beethovens Neunter Symphonie im Goldenen Saal, die den Hörern besti...

 

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Angelika Kirchschlager

Frisch und natürlich Angelika Kirchschlager bewies mit einem Liederabend im Musikverein ihre Sonderstellung unter den jungen Sängerinnen unserer Zeit.

Als allerbesten heimischen Sängernachwuchs hat man Angelika Kirchschlager gleich zu Beginn ihrer Karriere bejubelt. Jetzt gastiert sie an den ersten Opernhäusern der Welt, hat sich aber Frische und ...

 

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Eugene Hartzell

Ein Österreicher aus Ohio Eugene Hartzell, Komponist, starb am Gründonnerstag nach langem Leiden in Wien.

Am 21. Mai 1932 war er in Cincinnati, Ohio, zur Welt gekommen. Sein Dienst in der US-Army hielt ihn Ende der fünfziger Jahre lange Zeit in Europa fest, wo er freilich schon zuvor Wurzeln geschlagen hatte. Wien war Ziel aller Wünsche des Musikstudenten Hartzell gewesen, der schon 1956 kam, um dort zu lernen, wo Haydn, Mozart und Beethoven gewirkt haben, wo aber auch die sogenannte Neue Wiener Schule die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts so nachhaltig revolutioniert hat. Schönberg und sein Kreis waren denn auch Hartzells Leitbilder. Von...

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