Alle Beiträge von sinkothekar

Gergiev darf nicht in Italien dirigieren

… und was man dazu noch sagen könnte

APERÇU

Nach längerem Hin und Her ist das für 27. Juli im Schloss der süditalienischen Stadt Caserta geplante Konzert des russischen Dirigenten Valery Gergiev nun abgesagt worden. Nach der Ankündigung des Konzerts gingen die Wogen hoch, denn das wäre der erste Auftritt des Künstlers im Westen nach seiner eindeutigen Positionierung als Befürworter der aktuellen russischen Politik gewesen. Seit Beginn des Ukraine-Konflikts gilt Gergiev bei den Unterstützern der Ukraine als Persona non grata.

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Riccardo Muti: gegen die »Political Correctness«

»Singen ist die Sache der Liebenden«

Riccardo Muti möchte, wie er es gewohnt ist, am 28. Juli nicht feiern. Dieser, sein 84. Geburtstag sei ein Tag »wie jeder andere«, meinte der Dirigent im Gespräch mit dem Mailänder Corriere della sera. Aufhorchen läßt eine Passage in dem Interview, indem Muti unverhohlen die Unkultur der sogenannten Political correctness als »umgekehrten Rassismus« betrifft.Der Maestro führt zur Untermauerung seiner Kritik auch Argumente aus seinem persönlichen Lebens- und Arbeitsbereich an.

 

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Wer war Haydn?

Die Frage, die mir Katrin Nussmayr diesmal gestellt hat, scheint allzusimpel. Wir alle antworten doch auf die Frage, »Wer sind die musikalischen Klassiker?«, wie aus der Pistole geschossen mit: Haydn, Mozart und Beethoven.
Und doch: Mozarts Musik ist so omnipräsent wie die Beethovens. Aber Haydn? Der »Papa« der Klassik hat zwar irgendwie alles erfunden, was gut und teuer ist, die Symphonie, wie wir sie kennen, oder das Streichquartett, die Königsdisziplinen der Instrumentalmusik für zwei Jahrhunderte. Aber wann haben wir das letzte Mal etwas von Haydn im Konzert gehört?

Eben.

Also doch »Wer war Haydn?« – hier im »Presse«-Podcast

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Eurovision – Der Songcontest. Und was noch?

Die EBU, Vereinigung der europäischen Rundfunkanstalten, feiert ihr 75-jähriges Bestehen auf ungewöhnliche Weise: Man hat Kompositionsaufträge für zeitgenössische Komponisten vergeben. Die über mehrere Spielzeiten verteilten Uraufführungen werden jeweils europaweit übertragen. Eine schöne Geste der Veranstalter, die sich nicht ganz mit der Organisation des populären »Songcontests« zufrieden geben.

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Wie ich begriff, was das Wort „underdressed“ bedeutet.

APERÇU

Es war in den Siebzigerjahren, daß ich mich als Teenager im Festspielhaus geschämt habe.

Kleiderordnung? Ich erinnere mich noch gut, wie ich – ausstaffiert mit meinem dunklen Anzug – Mitte der Siebzigerjahre stolzgeschwellter Brust nach Salzburg fahren durfte, um abends Verdis „Don Carlos“ unter Karajan im Großen Festspielhaus zu erleben. Die Vorstellung war großartig. Der Programmzettel nannte die Namen von Superstars nicht nur für die Hauptrollen, sondern auch für den Pagen Tebaldo und die „Stimme vom Himmel“. Ganz zu schweigen von den Juwelen, die Mirella Freni als Elisabeth von Valois trug -- beinah wie die Dame in der Reihe vor mir neben jener Säule, die mir die Sicht auf die Szenerie ein wenig behinderte.

Heute trägt der spanische König einen schwarzen Anzug, wie ich ihn damals anhatte...

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Oper in Wien ohne Musikdirektoren?

APERÇU

Kommentar. Schon einmal in der jüngeren Wiener Theatergeschichte hat man die Staatsoper mit einem spektakulären Reset gerettet. Jetzt bräuchten zwei Häuser Zuwendung!

Zwischentöne in der "Presse"

Der Abschied war stürmisch bewegt, wie vorherzusehen. Ein Beifallsorkan dankte Philippe Jordan für seine Arbeit. Sein Vertrag als musikalischer ...

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Kurt Schwertsik hat zum 90er gut lachen

Kurt Schwertsik feierte am 25. Juni 2025 seinen 90. Geburtstag

Ein Wiener Komponist hat es geschafft, sich bei den fortschrittlichen Kollegen sozusagen hinten anzustellen, aber als Erster durchs Ziel zu kommen – das da war: Neue Musik zu schreiben, die man trotzdem gern hört.

Irgendetwas ist immer anders bei ihm. Auch, was seine Lebensphilosophie betrifft.

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Der Trumpf Anna schlägt auch die Pique Dame

Die Netrebko bei ihem Bühnendebüt als Lisa (Foto: Staatsoper/Pöhn)

In der Wiener Staatsoper erschien Anna Netrebko wieder einmal – und diesmal gerechtfertigt – im Tandem mit Yusif Eyvazov. Tschaikowskys düsteres Spielerdrama nach Puschkin wurde dank beider Interpreten, die ihre Partien erstmals in Wien sangen, zum Ereignis. Zumindest musikalisch.

REZENSION VOM 22. JUNI 2025

Ja, man hört in manchen Passagen, daß die Stimme dem langen Primadonnendienst Tribut zu zollen hat. Und doch und immer noch: Ein Abend, an dem Anna Netrebko auf der Bühne steht, garantiert spannendes Musiktheater. Die Ausdruckskraft dieser Singschauspielerin ist ungebrochen. Und in manchen lyrischen Momenten, die Tschaikowsky den Protagonisten seiner Puschkin-Oper „Pique Dame“ schenkt, tönt der Sopran beinah so geschmeidig und farbenreich wie früher.

 

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