Archiv der Kategorie: Kalender

Joana Mallwitz überrascht von Münchner Gerüchten

Joana Mallwitz wird von deutschen Medien als Favoritin für den Posten der musikalischen Leitung der Bayerischen Staatsoper gehandelt. In München gab es zuletzt Gerüchte, die 37-jährige Dirigentin aus Hildesheim könnte die Nachfolge von Intendant Serge Dorny und Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski antreten; sie würde, so die Gerüchte, an der Seite des derzeitigen Stuttgarter Intendanten Viktor Schoner die Führung im Nationaltheater übernehmen. 

Mallwitz gab sich überrascht über die einschlägigen Meldungen. Sie hätte, so ein Vertratuer der Dirigentin, aus der Zeitung von den Gerüchten erfahren. Es hätte bis dato keine Gespräche mit dem bayerischen Kulturministerium gegeben. Wahr sei freilich, dass das Orchester Mallwitz schätze; nach ersten Aufführungsserien haben die Musiker sie zu einem ihrer Akademiekonzerte eingeladen.

Derzeit bemüht sich der amtierende Direktor, Serge Dorny, um eine Vertragsverlängerung über 2026 hinaus.

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Gerard Mortiers Erbe

»Cambio Madre«

Eine Opern-Novität steht im Netz.

Als Operndirektor von Madrid wollte der einstige Salzburger Festspiel-Intendant eine neue Oper herausbringen. Dazu kam es nicht. Nach Mortier Tod blieb das Auftragswerk liegen – erst im November 2023 war es so weit. Jetzt wird die Novität gestreamt und bleibt ein halbes Jahr lang online abrufbar.

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Empfehlungen der Woche

Dohnányi aus München

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks hat unlängst die erste Hälfte eines Konzertprogramms unter Ivan Fischers Leitung dem ungarischen Meister Ernst von Dohnányi gewidmet. Bis heute wird sein Werk in unseren Konzertsälen sträflich vernachlässigt. Dabei ist da herrliche spätromantische Musik zu entdecken – mit viel Witz dazu. Ein Ratio-Tipp und Material zur Vorbereitung in der SINKOTHEK

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Absagen in Wien, Pointe in Linz

Im Operntermin von Ö1 am Samstag Abend steht Rossinis »Wilhelm Tell« auf dem Programm, live in der Staatsoper mitgeschnitten – eines von jenen heiklen Werken, die zwar nicht ohne Umbesetzungen, aber immerhin im Spielplan gehalten werden konnte. Manch anderes fällt ja in jüngster Zeit einfach aus, ohne daß die Kulturpolitik sich darum scheren würde…

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Zwölftonmusik, ja bitte?

EIN SINKOPHON

Arnold Schönbergs Variationen op. 31 – Schritt für Schritt erläutert.

Aus dem Manuskript Arnold Schönbergs

Die Wiener Philharmoniker haben an diesem Wochenende im Konzert unter Franz Welser-Möst eines der Schlüsselwerke des XX. Jahrhunderts auf dem Programm: Arnold Schönbergs Orchestervariationen op. 31. Es handelt sich dabei um die erste große Orchesterkomposition nach der damals neuen Methode der Komposition mit »zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen«, der sogenannten »Zwölftontechnik«.

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Schreker-Rarität aus Bonn

Anne-Fleur Werner als Lilian

OPERNRARITÄT IM STREAM

Franz Schrekers »Singender Teufel«

Die Oper Bonn hat sich eines Spätwerks von Franz Schreker angenommen. »Der singende Teufel« war ein später Versuch des Komponisten, noch einmal an frühere Erfolge anzuknüpfen. Immerhin stand Erich Kleiber am Pult, als das Werk in der Berliner Lindenoper aus der Taufe gehoben wurde. NS-Schergen waren schon zur Stelle, die Vorstellung nachhaltig zu stören. Aber trotz verhalten freundlicher Kritiken und zustimmenden Publikumsreaktionen verschwand die Oper rasch vom Spielplan und wurde auch kaum in anderen Städten nachgespielt.

Umso spannender, wie sich das Sücck knapp 100 Jahre danach ausnimmt: Die Streamingplattzform OPERAVISION zeigt die Aufzeichnung bis Mitte August 2024. Der Stream ist kostenfrei abrufbar.

Informationen zum Werk in der SINKOTHEK.

Die besondere Hommage…

… an Hugo von Hofmannsthal

Eine ganz besondere Melange aus Sprache und Musik haben sich Michael Dangl und das musikalische Duo Maria Fedotova (Flöte) und Natalia Sidorenko (Klavier) als Hommage an den Jahresregenten Hugo von Hofmannsthal einfallen lassen. Am Donnerstag, dem 15. Februar, bitten sie im Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins zu einem literarischen Abend nach Noten: Texte des Dichters verschmelzen mit Musik – nicht nur von dessen Opern-Zwilling Richard Strauss…

MUSIKVEREIN 15. Februar

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Bad Ischls Kultur-Comeback

APERÇU

Kulturhauptstadt war Bad Ischl schon einmal wirklich. Das hing natürlich mit der Vorliebe der Habsburger für den Kurort zusammen, dessen Wohltaten immerhin dafür gesorgt haben sollen, daß die liebevoll „Salzprinzen“ genannten Sprösslinge von Erzherzogin Sophie zur Welt gekommen sind. Der erste war der nachmalige Kaiser Franz Joseph und festigte den Ruhm des Ortes durch seine jährliche Sommerfrischen-Präsenz. Alles, was Rang und Namen hatte, pilgerte daher nach Bad Ischl. Denn man war dort, wo sprichwörtlich, „die Musi spielt“.

Und die, von denen diese Musik stammte, waren alsbald auch zugegen. Bad Ischl wurde zur Operetten -Metropole.

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