Im musikalischen Paradies
Robert Schumann hat ein zauberhaftes Oratorium über das verlorene Paradies komponiert. Nikolaus Harnoncourt hat in Graz nachgewiesen, warum das Werk einst viel gespielt wurde.
"Das Paradies und die Peri", liest man erstaunt im Programmheft, war zu Robert Schumanns Lebzeiten eines seiner meistgespielten Werke. Nur die "Frü...
Todgeweihte singen vom Himmel
Monteverdis »Orfeo« galt die wichtigste Produktion der Wiener Festwochen im Theater an der Wien. Achim Freyer entführte wieder einmal in seine magische Welt - diesmal schlüssig, wenn auch nicht bezaubernd.
Die Szene spielt in einer Spelunke, die bunkerartig vermauert scheint. Kein Entkommen für Mann, Frau, Kind und Hu...
Affen, Dodel und alter Regieramsch
"Der Prophet" steht auf dem Programm. Hans Neuenfels hat etwas inszeniert, Marcello Viotti hat es dirigiert. Daß die Staatsoper nach 60 Jahren wieder Meyerbeer spielt, ist also ein Gerücht.
Man hatte die Wiederentdeckung Giacomo Meyerbeers avisiert, eines Komponisten, der immerhin so gut war, daß Wagner sich über...
Affen, Dodel und alter Regieramsch
Staatsoper. »Der Prophet« steht auf dem Programm. Hans Neuenfels hat etwas inszeniert, Marcello Viotti hat es dirigiert. Daß die Staatsoper nach 60 Jahren wieder Meyerbeer spielt, ist also ein Gerücht.
Man hatte die Wiederentdeckung Giacomo Meyerbeers avisiert, eines Komponisten, der immerhin so gut wa...
Rückkehr mit 1000 Stimmen
Mahlers Achter Symphonie galt das triumphale Comeback Lorin Maazels in die Staatsoper: Ovationen für den einstigen Direktor nach einem grandiosen Konzert.
Nicht das zuletzt mit "Standing Ovations" zelebrierte Comeback eines einstigen Operndirektors, das Konzert selbst war, so soll es auch sein, die Hauptsache: Mahlers gig...
Endlich ein Edgardo!
Ramon Vargas sang erstmals den Edgardo in Donizettis "Lucia di Lammermoor" in der Staatsoper und demonstrierte damit seinen Rang: Er ist der führende Mann der neuen Tenor-Generation.
Daß Ramon Vargas einmal in Wien zu Hause war, als es noch ein Opernstudio gab, und hier etliche Miniaturpartien gestaltet hat, weiß kaum noch jem...
Endlich wieder urwienerischer Klang!
Franz Welser-Möst absolvierte nach der Erstbegegnung in Salzburg nun sein erstes Abonnementkonzert mit den Philharmonikern.
Er ist der kommende Mann.
Jetzt weiß man es mit Bestimmtheit.
Ein riskanteres, weil a priori jenseits jeglicher Effekthascherei und vordergründiger Wirkung angesiedeltes Programm hätte sic...
Der lange Weg zum kurzen Massaker
Verdis "Sizilianische Vesper" ist schwer zu realisieren. Das weiß man. Man kann es in der Staatsoper jetzt wieder hören. Daß man es auch sehen muß, ist eine Übertreibung. Denn so schwer, wie Regisseur Wernicke tut, müßte es nicht sein.
Die Empörung des Publikums war beinahe einmütig: Die schwarze Treppe, die Herbe...
Artisten, Tiere, falsche Attraktionen
Mozarts "Zauberflöte" ist bei den Salzburger Festspielen jetzt unkenntlich gemacht. Sie spielt nämlich dank Achim Freyer im Zirkus. Und dort gehört sie wirklich nicht hin.
Mit der Besetzung der Zauberflöte hat man im diesjährigen Festspielprospekt ein kleines Ablenkungsmanöver praktiziert. Auch traditionsbewuß...
György Ligeti
ERSTAUFFÜHRUNG IN WIEN
PREMIERE BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN
Anti-Anti-Oper: Die 120 Minuten von Salzburg
»Le Grand Macabre«, längstes Werk György Ligetis, feierte umjubelt seinen Einzug ins Salzburger Festspielhaus. Triumph der Grauslichkeit und der Gemeinheit, also: Symbol unserer Zeit.