Kategoriearchiv: Feuilleton
100 Jahre Symphoniker
Teuflische Kürze - himmlische Länge Die Wiener Symphoniker luden zum Jubiläumskonzert und Tout Vienne feierte die "100jährigen" Musikanten samt ihrem Chefdirigenten Wladimir Fedosejew im Musikverein.
Mit einer Neuauflage des allerersten Programms, das die Wiener Symphoniker einst im Musikvereinssaal musiziert haben, beging man den 100. Geburtstag...
»Klavierstadt« Wien
Schubert unser! Zwei Pianisten, Tzimon Barto und Oleg Maisenberg, ließen Wien dieser Tage kurzfristig wieder zur »Klavierstadt« werden.
Tzimon Barto zählt für mich seit Jahren zu den unterbewerteten Interpreten. Sein Bodybuilderimage steht offenbar der objektiven Bewertung seiner künstlerischen Fähigkeiten weltweit im Wege.
Für mich hat seit lan...
Oper Zürich
Wohltönender »Ring«-Start Robert Wilson inszeniert in der Zürcher Oper Wagners »Ring des Nibelungen«. Beim Start mit »Rheingold« war jedoch der Dirigent Franz Welser-Möst der eigentliche Star.
Was Franz Welser-Möst mit dem Opernorchester von Zürich erreicht hat, grenzt ans Unwahrscheinliche. Die Leistungsfähigkeit dieses Ensembles scheint verv...
»Tristan« unter Bychkov
O sink hernieder, Nacht der Debütanten Tristan und Isolde ist in der Staatsoper zum letzten Mal in der altbewährten Everding-Inszenierung zu sehen. Die Debütanten Waltraud Meier und Gösta Winbergh feiern wie der Dirigent Semyon Bychkov Triumphe.
August Everdings "Tristan"-Inszenierung ist gewiß öfter neueinstudiert worden als jede andere alte ...
Thielemanns Debüt
Ein Rosenkavalier vor Wiens Philharmonikern Christian Thielemann errang bei seinem Debüt mit den Wiener Philharmonikern einen triumphalen Erfolg. Und die Symphoniker präsentieren sich zum 100-Jahr-Jubiläum in Traumform.
Er ist einer der Hoffnungsträger der jungen Dirigentengeneration. Sein erstes Konzert mit den Wiener Philharmonikern ließ denn a...
Puccini und Schönberg
Die kühnen, neuen Klänge - und wie sie uns sympathisch wurden Die Staatsoper eint »Die Jakobsleiter« und »Gianni Schicchi«. Großes Rätselraten noch zur Premierenpause, was die beiden Stücke miteinander zu schaffen haben könnten.
»Ha, ist dieser reiche Herr besessen?«, fragt der Tenor in Strauss' »Ariadneq angesichts des Befehls, eine tragische Ope...
»Ring« in Graz
Provinzniveau, absolut Die »Götterdämmerung« in Graz fand vor etlichen leeren Sitzreihen statt. Nach der Premiere verstand man, warum die steirischen Opernfreunde ihrem Haus Adieu gesagt haben.
Szenisch ist man endgültig auf Provinzniveau gesunken. Gewiß, man hat in Graz versucht, ein ordentliches Sängerteam für den neuen »Ring des Nibelungen« zu ...
»Carmen« im Repertoire
Bizet als Halbwahrheit »Carmen« in der Staatsoper begann dank Bertrand de Billy am Pult mit Verve. Hätte noch jemand mitgesungen, die Vorstellung wäre fulminant gewesen. Als Sergej Larin, der Don Jose des Abends, seine »Blumenarie« beendet hatte, ertönte ein einsamer Buhruf. Die Stimmung hätte daraufhin auf den Nullpunkt sinken müssen. Allein, dies...
Zum Tod von Lillie Claus
»Die erste Lulu«, Lillie Claus-Dostal, ist wenige Wochen nach ihrem 95. Geburtstag, in Salzburg gestorben. Sie hat Alban Bergs "Lulu"-Suite und viele Operetten ihres Mannes Nico Dostal aus der Taufe gehoben.
Lillie Claus, 1905 in Wien geboren, hat als glänzende Operetten-Diva Karriere gemacht und den Operetten-Meister Nico Dostal kennen und lieben gelernt. Als Ehefrau des Komponisten hat sie dann selbstverständlich die wichtigsten Rollen in Dostals Werken kreiert. Sie war die erste "Clivia", sie war "Prinzessin Nofretete", aber auch, im wahrsten Sinne des Wortes, "Die Vielgeliebte". Was die Welt über dem Ruhm in den Gefilden der leichten Mus...
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