Archiv der Kategorie: Nachruf

Regina Resnik

Knapp vor ihrem 91. Geburtstag starb eine Operndiva, die vom vielversprechenden Sopran zum weltweit gefeierten Mezzo geworden war. Aus einem armen Einwandererhaushalt gebürtig, wurde Regina Resnik zum Weltstar, zur gefeierten Carmen - und zuletzt zur Lehrerin und Regisseurin.
Was bleibt von einer Opernlegende?
In der Vorwoche starb, wenige Wochen vor ihrem 91. Geburtstag, Regina Resnik in ihrer Heimatstadt New York. Die Resnik war eine der bedeutendsten Gestalterinnen im Opernleben der Fünfziger- und Sechzigerjahre. Das wissen Kenner, doch lebt die "Legende Resnik" im Publikumsgedächtnis kaum in einer Stadt wie die mancher Kollegin.
Denn die...

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Peter Minich

Sein Stimmfach hieß Charmeur
Zum Tod des von Publikum und Kollegen geliebten Volksopern- Tenors, der in seinem Haus tausende Abende veredelt hat.
2700 Vorstellungen. Das schreibt sich leichthin. Doch sollte man kurz innehalten, um auszurechnen, was das in Lebenstagen, - monaten, in Lebensjahren bedeutet, die Peter Minich auf der Bühne seiner Volksoper stand. Das Haus war, wenn sein Name auf dem Programmzettel stand, garantiert voll, die Damen schmolzen dahin, die Herren wurden eifersüchtig. Und beides sprach für das Theatertemperament dieses Mannes. Minich war der Charmeur vom Dienst, Eisenstein, Danilo, „Graf von Luxemburg“, Mister Higgins u...

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Colin Davis

Nachruf. Einer der führenden Dirigenten unserer Zeit, der zeitlebens wenig Aufhebens um sein eminentes Können gemacht hat, ist 85- jährig nach kurzer Krankheit gestorben. Er war Ehrendirigent in London und Dresden.
Sir Colin Davis, er war ein Grandseigneur, wie er im Buche steht. Umschwärmt, aber ein Leben lang von britischem Understatement und größter Dezenz – als gäbe es so etwas wie Privatleben für einen englischen Kapellmeister nicht. In die Schlagzeilen kam er, wenn überhaupt, durch musikalische Leistungen oder im schlimmsten Fall deshalb, weil gerade etwas künstlerisch vielleicht einmal gerade nicht so gut gegangen war.
Im Übrigen aber:...

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Ewald Markl

Die Kunst, mit leisen Pointen die Wahrheit zu sagen
Heute, Montag, verabschiedet sich die Musikwelt auf dem Friedhof in Perchtoldsdorf von Ewald Markl, einem echten Klassikkenner.
Heute Nachmittag heißt es Abschied nehmen. Ewald Markl ist gestorben. Mit dem Namen werden viele Musikfreunde wenig anfangen können. Das Gesicht war vielen vertraut. Wie kaum ein anderer hat er die Entwicklung des heimischen Musiklebens verfolgt – und in Beziehung gesetzt zu dem, was in der weiten Welt passiert. Er kannte beides, die V erstrickungen und V erwicklungen wienerischer und – nicht zu vergessen – salzburgischer Provenienz, und die Ränke der internationale...

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Van Cliburn

Van Cliburn, der Sieger im Kalten Krieg
Nachruf. Der Pianist starb 78-jährig. Daß es ihm als US- Amerikaner gelungen war, 1958 die sagenhafte sowjetische Kaderschmiede auszuhebeln, machte ihn zur Legende.
Eine Konfettiparade in Manhattan – davon träumt wahrscheinlich jeder, jedenfalls jeder amerikanische Künstler. Einem Pianisten wurde sie zuteil: Van Cliburn, damals gerade 24 und Gewinner des Moskauer Tschaikowsky- Wettbewerbs. Was das im Jahr 1958 bedeutete? Mitten im Kalten Krieg fährt ein junger US-Amerikaner in die Höhle des Löwen und setzt sich gegen die besten Exponenten der sagenhaften sowjetischen Talenteschmiede durch!
Der russische...

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Wolfgang Sawallisch

Wolfgang Sawallisch, Kapellmeister
In memoriam. Der Bayerische Generalmusikdirektor, einst auch Chefdirigent der Wiener Symphoniker und des Philadelphia Orchestra, starb im 90. Lebensjahr.
Daß das Wort Kapellmeister nichts Abwertendes enthält, sondern in Wahrheit ein Ehrentitel ist, hat man zuletzt von Christian Thielemann erfahren, der lieber so, denn als ,,Maestro" angesprochen wird. Was ein echter Kapellmeister ist, vor allem, was er können muss, das konnte die Musikwelt an einem Mann studieren, der über lange Jahre vor allem die musikalischen Geschicke seiner Heimatstadt München geprägt hat.Wolfgang Sawallisch war der Prototyp eines Kapel...

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Margarita Lilowa

NACHRUF
Treues Ensemblemitglied

Am 13. April starb die Mezzosopranistin, die 1962 aus Bulgarien ins Ensemble des Hauses am Ring gekommen war, 76-jährig.
Sie war meist dabei, wenn wienerische Kultur-Grundnahrungsmittel wie der "Rosenkavalier" auf dem Programm standen. Man musste nicht mehr auf den Besetzungszettel schauen, sondern wusste: die Annina, oder auch die Marcelline in Mozarts "Figaro", das würde sie sein. Und wenn einmal in den sogenannten "großen Partien" alles schiefgehen sollte, weil die eingeladenen Stars sich auf der Bühne und in der Partitur nicht zurechtfinden konnten: Sie war eine, die zu den Garanten zählte, dass die Opernk...

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Gustav Leonhardt

DIE PRESSE 2012
Zum Tode des großen holländischen Originalklang-Pioniers Gustav Leonhardt, der in der Vorwoche im Alter von 83 Jahren in Amsterdam starb.
Alles für Bach. Wenn es sein muss, auch das Gegenteil

Pionier ist das Wort, das am häufigsten verwendet wird, wenn es darum geht, Gustav Leonhardts zu gedenken. Der große holländische Musiker ist in der Vorwoche 83-jährig gestorben. Aus der Riege jener, die für historische Genauigkeit in Sachen Aufführungskultur eintraten, ist er seit Jahrzehnten nicht wegzudiskutieren.
Wenn er auch stets betonte, sich nur als einer von vielen zu sehen, die konsequent Hörgewohnheiten auf den Kopf stellten. ...

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Rolf Kutschera

NACHRUF
Wiens Musical-Pionier
Der Schauspieler, Theatermacher und Impresario Rolf Kutschera starb im Alter von 96 Jahren in seiner Heimatstadt Wien.
Rolf Kutschera ist tot. Sein Name steht für eine - später leider pervertierte - Musical-Tradition, die es in Wien allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz schon in den Sechzigerjahren gab. Als erfolgreichen Schauspieler hatte man Kutschera 1963 mit der Führung des im Vorjahr wieder eröffneten Theaters an der Wien betraut. Und es gelang ihm, dort neben den beiden Opernhäusern ein drittes Musiktheater zu etablieren, das eine echte Bereicherung des Wiener Angebots darstellte.
Wenn heutzutage in Wi...

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Robert Scheiwein

Erinnerung an einen Meistercellisten
Er war ein Philharmoniker mit Leib und Seele - und starb am Abend der Premiere einer Oper, die er selbst oft legendär mitgestaltet hat.
Es gab Musikfreunde, die an ihm die Wiener Philharmoniker identifizierten. Optische Typen an seinem legendären rot-leuchtenden Violoncello, akustische an seinem ebenso legendären Ton: Robert Scheiwein, über lange Jahre Solocellist des Meisterorchesters, ist am 29. Juli 76-jährig nach langer Krankheit in Wien gestorben. Man mag nicht an Zufälle glauben: Eine knappe Stunde, nachdem er im Wiener AKH friedlich entschlafen durfte, erklang im Salzburger Festspielhaus das große C...

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