Kategoriearchiv: Interviews, Portraits

Arnold Schönberg

„Einer hat's tun müssen” Sein Frühwerk, allen voran „Verklärte Nacht” und „Gurrelieder", zählt längst zum Fixbestand des Repertoires. Aufführungen vieler seiner späteren Werke hingegen haftet nach wie vor der Charakter einer Pflichtübung an. Kann man Arnold Schönberg popularisieren? Anmerkungen zum 50. Todestag. Ich glaube, Schuberts Porträt war noch nie so überlebensgroß an allen Ecken und Enden in Wien plakatiert. Arnold Schönberg wird diese Ehre derzeit zuteil. Das hat mancherlei Gründe, vor allem den, daß die Stadt vor bald vier Jahren den Entschluß gefaßt hat, viel Geld dafür aufzuwenden, daß der Nachlaß des Komponisten „heimgeholt” wurde und ab sofort im Mittelpunkt der Bemühungen eines eigens dafür gegründeten Arnold-Schönberg-Centers stehen sollte. Schlechtes Gewissen war für diese...

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Hilary Hahn im Gespräch

Musizieren, das ist ein Lernprozess Die Geigerin erzählt, wie sie mit vier Jahren entdeckte, dass Violine-spielen ungefährlich sei, und wie sie heute das Publikum von Neuer Musik überzeugt.

Hilary Hahn, eben für Aufführungen des Sibelius-Violinkonzerts mit den Wiener Symphonikern unter Jakov Kreizberg in Wien, erzählt im "Presse"-Gespräch, wie sie ihr ungewöhnlich reiches Repertoire aufzubauen wusste. Sie erinnert sich, im Gespräch danach befragt, auch an ihre ersten musikalischen Erfahrungen, wenn auch nur recht vage: "Ich kann mich", sagt sei, "gar nicht wirklich an erste konkrete musikalische Erfahrung erinnern. Bei uns daheim sind immer Schallplatten gehört worden und das Radio lief. Außerdem hat mein Vater im Kirchenchor gesungen. Es war also immer Musik um mich herum, ehe ich überha...

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Roland Geyer

»Direktor Holender soll mir nichts vorrechnen!« Roland Geyer, Musikintendant, im "Presse"-Gespräch über die Bespielung des Theaters an der Wien - und andere aktuelle Fragen.

Nach vieldiskutierten Anfängen konnte heuer erstmals Wiens Sommerfestival "Klangbogen" unter Führung Roland Geyers einen international beachteten Akzent setzen: Die Aufführung von Spohrs "Faust" geriet zum unumstrittenen Erfolg. Wie beim erfolgreichen Wiener "Osterklang" hofft Geyer nun auch im Sommer auf dem richtigen Kurs zu segeln: "Wir haben", erzählt er, "mit Bertrand de Billy einen hervorragenden Dirigenten, der in den kommenden Jahren konsequent im Theater an der Wien arbeiten wird. Außerdem können wir 2000 mit der Tango-Oper ,Maria de Buenos Aires', die Gidon Kremer betreuen wird, verstärkt ein junges Publikum...

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Regina Schörg

Die neue Diva aus Wien Regina Schörg, spätestens seit ihrem Auftritt im sommerlichen Wiener "Faust" allen Opernfreunden ein Begriff, absolviert mit "Die Jüdin" ihre erste Staatsopernpremiere. Die junge Wienerin im Gespräch über ihren Karrierestart.

In der Produktion von Louis Spohrs Faust, die im Sommer im Theater an der Wien zu erleben war, galt Regina Schörg als die eigentliche Sensation: Eine schöne Sopranstimme, perfekte Koloraturen, intensive darstellerische Gestaltung - da waren sich alle einig, daß in Wien offenbar eine neue Diva heranwächst. Aufmerksamen Musikfreunden war die junge Künstlerin schon in der Volksoper, etwa als "Lustige Witwe", aufgefallen. Im Gespräch gibt sich Regina Schörg ganz ungezwungen und verschmitzt. Vor allem dann, wenn sie erzählt, wie sie zum Singen gekom...

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Konzerthaus-Krise

Aufregung im Wiener Konzerthaus: »Von Konkurs ist keine Rede« »Die Renovierung wird teurer als budgetiert. Von Konkurs ist aber keine Rede«, sagt Konzerthaus-Generalsekretär Lieben-Seutter im Gespräch. Das Konzerthaus wird generalsaniert. Seit den Sommermonaten arbeiten die Bautrupps fieberhaft an der Revitalisierung des Großen Saales. Die jüngsten Meldungen über den angeblich drohenden Konkurs kommentiert Christoph Lieben-Seutter im Gespräch: »Das Konzerthaus ist weder von Konkurs noch von Kommerzprogrammen bedroht. Wir haben lediglich ein Problem mit der Generalsanierung des Hauses. Wenn dieses aufwendige Projekt im September 2000 abgeschlossen sein wird, werden die budgetierten Kosten voraussichtlich um 20 Prozent überschritten werden.« Das sei zwar unerfreulich, aber bei einer derart k...

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