Der Komponist und der Dirigent in seinen Aufnabmen für die Deutsche Grammophon. Zur Feier des 100. Geburtstags des einstigen Avantgarde-Meisters und trotzigen Revoluzzers, der in Bayreuth als Dirigent des »Jahrhzndert-Rings«. Interpretationsgeschichte schrieb und zuletzt ein Liebling des bürgerlichen Klassik-Publikums wurde, erschien auf DG eine limitierte Neuauflage der Boulez-Edition von 2013, die damals unter Aufsicht des Komponisten stand. Nun gibt es die Box mit 13 CDs mit ausführlichem Kommentar zu jedem Werk – frühe Aufnahmen von Pionier-Stücken wie »Marteau sans maitre« inklusive.
Neue CDs. Musik zu Passion und Auferstehung: Für einen harmonischen Übergang von der Karwoche in die Osterzeit sorgen einige neue Aufnahmen, die auf CD, aber auch auf Streamingdiensten greifbar sind.
Liszts »Via crucis«, zu Lebzeiten des Komponisten nie aufgeführt…
Raphel Pichons zweite Bach-TatMusik
Von der Finsternis am Karfreitag zur strahlenden Erleuchtung der Welt bringen uns musikalische Pfade, die nicht immer über die wohlbekannten Werke der geistlichen Literatur führen müssen. Einige Neuerscheinungen auf dem CD-Markt – über viele Streamingplattformen abrufbar – ermöglichen auch Entdeckungen: Wer kennt beispielsweise Franz Liszts Musik zur Kreuzwegandacht? Der Pianist Leif Ove Andsnes hat sie mit Grete Pedersen und dem Norwegian Soloists’ Choir aufgenommen (Sony).
mit Mstislav Rostropowitsch, David Oistrach, Wilhelm Kempff, Henryk Szeryng u. a. Karel Ančerl (Supraphon)
Willkommene Ergänzung der bereits erschienen Dokumentationen der Kunst dieses brillanten tschechischen Dirigenten – mit einigen historischen Aufnahmen von besonderem Rang: So erklang beispielsweise Dvořáks Cellokonzert mit dem jungen Mstislav Rostropowitsch in Prag wenige Tage vor der legendären Platten-Aufnahme unter Chefdirigent Vaclav Talich mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung des jüngeren Dirigenten Ančerl, der stets für scharf geschliffene Konturen und leidenschaftlichen Ausdruck sorgte.
Karel AnčerlLive – Konzerte
Livemitschnitte Supraphon (ed. 2025)
mit Mstislav Rostropowitsch, David Oistrach, Wilhelm Kempff, Henryk Szeryng u. a. Karel Ančerl (Supraphon)
Willkommene Ergänzung der bereits erschienen Dokumentationen der Kunst dieses brillanten tschechischen Dirigenten – mit einigen historischen Aufnahmen von besonderem Rang: So erklang beispielsweise Dvořáks Cellokonzert mit dem jungen Mstislav Rostropowitsch in Prag wenige Tage vor der legendären Platten-Aufnahme unter Chefdirigent Vaclav Talich mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung des jüngeren Dirigenten Ančerl, der stets für scharf geschliffene Konturen und leidenschaftlichen Ausdruck sorgte.
Karel AnčerlLive – Konzerte
Livemitschnitte Supraphon (ed. 2025)
mit Mstislav Rostropowitsch, David Oistrach, Wilhelm Kempff, Henryk Szeryng u. a. Karel Ančerl (Supraphon)
Willkommene Ergänzung der bereits erschienen Dokumentationen der Kunst dieses brillanten tschechischen Dirigenten – mit einigen historischen Aufnahmen von besonderem Rang: So erklang beispielsweise Dvořáks Cellokonzert mit dem jungen Mstislav Rostropowitsch in Prag wenige Tage vor der legendären Platten-Aufnahme unter Chefdirigent Vaclav Talich mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung des jüngeren Dirigenten Ančerl, der stets für scharf geschliffene Konturen und leidenschaftlichen Ausdruck sorgte.
Karel AnčerlLive – Konzerte
Livemitschnitte Supraphon (ed. 2025)
mit Mstislav Rostropowitsch, David Oistrach, Wilhelm Kempff, Henryk Szeryng u. a. Karel Ančerl (Supraphon)
Willkommene Ergänzung der bereits erschienen Dokumentationen der Kunst dieses brillanten tschechischen Dirigenten – mit einigen historischen Aufnahmen von besonderem Rang: So erklang beispielsweise Dvořáks Cellokonzert mit dem jungen Mstislav Rostropowitsch in Prag wenige Tage vor der legendären Platten-Aufnahme unter Chefdirigent Vaclav Talich mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung des jüngeren Dirigenten Ančerl, der stets für scharf geschliffene Konturen und leidenschaftlichen Ausdruck sorgte.
Karel AnčerlLive – Konzerte
Livemitschnitte Supraphon (ed. 2025)
mit Mstislav Rostropowitsch, David Oistrach, Wilhelm Kempff, Henryk Szeryng u. a. Karel Ančerl (Supraphon)
Willkommene Ergänzung der bereits erschienen Dokumentationen der Kunst dieses brillanten tschechischen Dirigenten – mit einigen historischen Aufnahmen von besonderem Rang: So erklang beispielsweise Dvořáks Cellokonzert mit dem jungen Mstislav Rostropowitsch in Prag wenige Tage vor der legendären Platten-Aufnahme unter Chefdirigent Vaclav Talich mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung des jüngeren Dirigenten Ančerl, der stets für scharf geschliffene Konturen und leidenschaftlichen Ausdruck sorgte.
Karel AnčerlLive – Konzerte
Livemitschnitte Supraphon (ed. 2025)
mit Mstislav Rostropowitsch, David Oistrach, Wilhelm Kempff, Henryk Szeryng u. a. Karel Ančerl (Supraphon)
Willkommene Ergänzung der bereits erschienen Dokumentationen der Kunst dieses brillanten tschechischen Dirigenten – mit einigen historischen Aufnahmen von besonderem Rang: So erklang beispielsweise Dvořáks Cellokonzert mit dem jungen Mstislav Rostropowitsch in Prag wenige Tage vor der legendären Platten-Aufnahme unter Chefdirigent Vaclav Talich mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung des jüngeren Dirigenten Ančerl, der stets für scharf geschliffene Konturen und leidenschaftlichen Ausdruck sorgte.
Karel AnčerlLive – Konzerte
Livemitschnitte Supraphon (ed. 2025)
mit Mstislav Rostropowitsch, David Oistrach, Wilhelm Kempff, Henryk Szeryng u. a. Karel Ančerl (Supraphon)
Willkommene Ergänzung der bereits erschienen Dokumentationen der Kunst dieses brillanten tschechischen Dirigenten – mit einigen historischen Aufnahmen von besonderem Rang: So erklang beispielsweise Dvořáks Cellokonzert mit dem jungen Mstislav Rostropowitsch in Prag wenige Tage vor der legendären Platten-Aufnahme unter Chefdirigent Vaclav Talich mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung des jüngeren Dirigenten Ančerl, der stets für scharf geschliffene Konturen und leidenschaftlichen Ausdruck sorgte.
Karel AnčerlLive – Konzerte
Livemitschnitte Supraphon (ed. 2025)
mit Mstislav Rostropowitsch, David Oistrach, Wilhelm Kempff, Henryk Szeryng u. a. Karel Ančerl (Supraphon)
Willkommene Ergänzung der bereits erschienen Dokumentationen der Kunst dieses brillanten tschechischen Dirigenten – mit einigen historischen Aufnahmen von besonderem Rang: So erklang beispielsweise Dvořáks Cellokonzert mit dem jungen Mstislav Rostropowitsch in Prag wenige Tage vor der legendären Platten-Aufnahme unter Chefdirigent Vaclav Talich mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung des jüngeren Dirigenten Ančerl, der stets für scharf geschliffene Konturen und leidenschaftlichen Ausdruck sorgte.
Karajan, »inszeniert« vom Photographen Rudolf Kessler
Karajan? Es war alles ganz anders!
Berliner Philharmoniker. Den legendären Dirigenten gab es zweimal. Der eine ist in unzähligen gestylten Studioaufnahmen dokumentiert. Der andere Karajan, den man nur live erleben konnte, wird nun durch eine CD-Edition wieder lebendig.
Karajan – nach wie vor hat der Name nichts von seiner Strahlkraft verloren. Wenn es gilt, die berühmtesten Dirigenten aller Zeiten aufzuzählen, landet der Salzburger des Jahrgangs 1908 auch 36 Jahre nach seinem Tod im Juli 1989 noch auf den vordersten Rängen, wenn nicht auf Platz eins.
Für TV-Auftritte »gestylt«
Das liegt nicht zuletzt daran, dass dieser Mann ein reicheres Erbe an Tonaufnahmen hinterlassen hat als nahezu sämtliche Konkurrenten. Und dass viele dieser Aufnahmen bis heute als Referenzeinspielungen klassischer und romantischer Spitzenwerke gelten – von den Beethoven-Symphonien über Brahms und Bruckner bis zu Richard Strauss und, ja: tatsächlich, Arnold Schönberg.
Aber: Wer Herbert von Karajan in Oper oder Konzertsaal live erleben durfte, der weiß, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Es gab noch einen anderen Karajan. Dessen Ruhm vermehrte sich international naturgemäß durch die vielen Schallplatten, die er bereits in jungen Jahren aufzunehmen begann. Aber die Legende Karajan entstand nicht in den Studios, sondern dort, wo sein Charisma unweigerlich wirkte – in Richtung Musiker und in Richtung Publikum. Von dieser Verzauberung, die oft ans Hexenmeisterische grenzte, geben die in aller Regel vor allem auf höchste technische Perfektion gestylten Einspielungen nur einen Bruchteil – in manchen Fällen ist man sogar versucht zu sagen: gar nichts – wieder.
MATTHIAS GOERNE SiNGT DIE »MICHELANGELO-SUITE« – CD-NEUERSCHEINUNG – HOCHPOLITISCHE KLÄNGE VOR UND HINTER DER »MAUER«
Die Poesie des Bildhauers
Dmitri Schostakowitsch Suite nach Gedichten von Michelangelo
Matthias Goerne – Mikko FranckOrchestre National, Radio France
Die Sonette Michelangelos haben viele Komponisten inspiriert, allen voran Hugo Wolf, der drei seiner letzten Kompositionen diesem Künstler widmete. Auch im XX. Jahrhundert haben etliche Meister sich der Poesie des großen Bildhauers bedient, unter anderem auch Benjamin Britten, der wiederum mit Dmitri Schostakowitsch befreundet war, der im Jahr nach Brittens Tod, 1974, einen Zyklus nach Michelangelo-Gedichten vertont hat.
Matthias Goerne
Die »Michelangelo«-Suite stellt so etwas wie ein musikalisches Vermächtnis dar. Matthias Goerne und das Pariser Rundfunk-Orchester unter Mikko Franck haben sie konzentriert und – auch in den introvertierten, leisen Passagen spannungsgeladen – mit beeindruckender Intensität aufgenommen. Und mit einer wenige Jahre zuvor entstandenen Orchestermusik zur Zelebration des 50. Jahrestages der russischen Oktoberrevolution gekoppelt, die auf lärmend-vordergründige Weise durch die »offiziellen«, der sowjetischen Kulturdoktrin verpflichteten Klänge die vollständig nach innen gekehrte, private, subjektive – und damit vielleicht subversive – »ehrliche« Musik desselben Komponisten konterkariert. Ein Hörabenteuer…
Eine Aufnahme aus der Wiener Miaelerkirche mit Werken von Gottlieb Muffat aus der Sammlung der Minoriten.
Gottlieb Muffattoccate & Capricci
Aus der Sammlung der Minoriten Pier Damiano Peretti (Ambiente Audio, 2025)
Wien im Barock: Einige Kopositionen von Gottlieb Muffat aus der Sammlung der Wiener Minoriten, musiziert auf der Orgel der Michaelerkirche – Klänge aus dem Umfeld der kaiserlichen Hofburg…
Pflicht für »Geigerzähler«: Michael Rabins bisher unveröffentlichte Aufnahmen von Konzerten von Benjamin Creston (auch als Rarität für Sammler) und – vor allem – Beethoven: Eine Aufnahme von edelster Tonschönheit und technischer Beherrschung.
Originell – beziehungsweise very british – nimmt sich schon die Liste der Ausführenden aus: Die »Girl Choristers of Canterbury Cathedral« und »The harmonious society of tickle-Fiddle Gentlemens« singen und spielen unter Robert Rawson die »Chandos Anthems« – aber nicht die berühmten von Georg Friedrich Händel, sondern jene von Johann Christoph Pepusch (1667–1752), dessen Namen man heute nur deshalb noch kennt, weil er einst die Musik zu John Gays Kassenschlager »The Beggar‘s Opera« (1728) – und damit das Vorgängerwerk zu Brecht/Weills »Dreigroschenoper« – geschrieben hat. Und die »Beggar's Opera« wiederum trug zum Ruin von Händels Londoner Opernunternehmen bei.
Händels Ruin
Von diesem Ruin hat sich Händel, man weiß es, wieder erholt – und blieb eine Berühmtheit über die Jahrhunderte. Doch ist es spannend, nun endlich eine andere Komposition des Widersachers Pepusch zu hören, die nachweist, daß der nicht nur über Provokationspotential, sondern auch über eine gehörige Portion handwerklichen Könnens verfügt. hat.
Auch Pepusch war von Deutschland aus nach England gekommen. Schon früher als Händel, 1697, hatte er die Reise aus Berlin angetreten. Er war nicht zuletzt dafür verantwortlich, daß die italienische Oper in London Fuß fassen konnte – und somit einer jener Männer, die den Grundstein zu Händels späteren Sensationserfolgen gelegt hat. Seit 1714 war Pepusch Musikdirektor des Drury Lane Theatres, für das er »englische Masques nach italienischer Art« schrieb.
Raphaël Pichon hat die bekannte Süßmayr-Fassung von Mozarts Requiem durch Einschübe früherer Mozart-Stücke in ein neues Licht gerückt und uns damit eine bewegende Einspielung des Werks geschenkt.
Pichon beruft sich auf die Traditionsverbundenheit Mozarts, der sein Requiem ganz nach dem Muster vergleichbarer Kompositionen seiner Zeitgenossen (nicht zuletzt Miachael Haydns) skizzierte – mit allen damals üblichen Ingredienzien der katholischen KIrchenmusik, Schlußfugen inklusive.
Sein Schüler Franz Xaver Süßmayr hat das bei Mozarts Tod fragmentarische Werk fertiggestellt. Als Pasticcio ist es uns überliefert – und die vom Meister selbst komponierten Abschnitte sind so stark, so überwältigend, daß sie vergessen machen, daß es sich um eines der großen unvollendeten Meisterwerke der Musikgeschichte handelt.Pichon übernimmt in seiner Neuaufnahme Süßmayrs Partitur, ergänzt seine Interpretation aber durch Interpolation anderer, kaum bekannter Mozart-Stücke.
Die holländisch-österreichische Cellistin hat mit den Tonkünstlern unter Martin Sieghart die Konzerte von Dvořák und Elgar aufgenommen – der Klassiker der Cellolitaratur und ein ebenbürtiges Werk, das wenigstens ebenso bekannt sein sollte.
Harriet Krijgh ist eine der sensibelsten Musikerinnen unserer Zeit, die sich hier in allen Facetten der Spätromantik entfalten darf. Die ariosen Elemente der langsamen Sätze sind, das war zu erwarten, ihre Force, vor allem Elgars Adagio-Satz geriet dank Siegharts behutsamer Unterstützung zu einem akustischen Edelstein – der schon von einem entsprechend funkelnden Scherzo-Satz einbegleitet wurde; gerahmt von den beiden ebenso leidenschaftlichen, wie resignativ grübelnden Ecksätzen dieses wunderbaren Konzerts.
Auch die Neueinspielung von Dvořáks berühmtem Gegenstück kann durchaus gegen die notorisch starke Konkurrenz bestehen: Krijgh stellt sich mit bemwerkenswerter innerer Kraft auch den dramatisch-kämpferischen Momenten dieser Komposition – und bewahrt im Verein mit dem Dirigenten und dem hörbar animiert musizierenden niederösterreichischen Orchester die Übersicht über die abenteuerliche Formgebung, die allein aus dem spontanen Erzählduktus zu entwachsen scheint. Der Hörer wird auf eine Abenteuerreise mitgenommen, läßt sich dazu gern verführen und erreicht am Ende – vielleicht erstaunt über den mutigen »Blindflug«, aber zufrieden – den sicheren Hafen