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Der verstümmelte Puccini

Die Staatsoper hat mit Puccinis »Mädchen aus dem goldenen Westen« (»La fanciulla del West«) im Moment nicht viel Glück. Eine Umbesetzung jagt die andere. Aber gespielt wird. Wie meist bei diesem Werk allerdings, gibt man das zentrale Liebesduett verstümmelt.

Was das für den Erfolg – bzw. den Mangel an Erfolg – bei diesem Stück bedeutet, erfahren Sie in der SINKOTHEK.

Es lebe Strauß Vater!

Könnten wir den Radetzkymarsch vielleicht „schief stellen“? Das Neujahrskonzert so ganz im allgemeinen konnten uns nicht einmal heftige Attacken von Grün-Politikern madig machen. Die Begründung, das Ereignis, das weltweit wie nichts anderes als Werbe-Vehikel für das „Musikland Österreich“ dient, hätte erstmals in Zeiten stattgefunden, da Österreich...

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Was heute zu bedenken wäre

2024 wären einige Komponistengeburtstage jenseits von Anton Bruckner oder Arnold Schönberg zu feiern.

Vor allem 1874, im Geburtsjahr Schönbergs, sind einige bedeutende Meister zur Welt gekommen, die heute kaum beachtet werden. So bietet die SINKOTHEK also eine Serie von kurzen Portraits von Komponisten, deren Musik man mangels Interesse der Veranstalter zwar kaum live hören kann, aber immerhin bei diversen Streaming-Diensten in zum Teil exzellenten Aufnahmen greifbar ist.

Teil I gilt Josef Suk, dem Schwiegersohn Antonin Dvoraks, der zuletzt immerhin in Kirill Petrenko einen eloquenten Anwalt gefunden hat.

ZUM PORTRAIT JOSEF SUK

Josef Suk zum 150. Geburtstag

Am 4. Jänner jährt sich der Geburtstag von Josef Suk zum 150. Mal. Der Schwiegersohn Antonín Dvořáks stand im Schatten seines Schwiegervaters, hatte bei den Nachgeborenen aber auch als Vertreter einer gemäßigten Moderne spätromantischen Zuschnitts einen schweren Stand. Böhmische Musiziertradition 2024 wird ausgiebig Arnold Schönbergs 150. Geburtst...

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Prokofieff-Nachlese

Was bleibt vom Prokofieff-Jahr?

2023 war des 70. Todestages von Sergej Prokofieff zu gedenken. Eine Nachlese mit den besten Aufnahmen der Musik dieses Klassikers der Moderne, der auch ein bedeutende Melodiker – und ein Humorist – gewesen ist. Für Kenner und Einsteiger.

ZUR NACHLESE

Peter Eötvös ist 80

Am Dirigentenpult bei einer Aufführung der »Drei Schwestern«

Peter Eötvös ist eine der markantesten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik – von Anbeginn in den Bezirken der Avantgarde heimisch, aber mit einem untrüglichen Gespür für fesselnde Klang-Erzählungen und nachvollziehbare formale Entwicklungen, die auch den Zaungast bei Laune halten: Eötvös hat wie kein anderer zeitgenössischer Komponist bewiesen, daß sich eine wirklich innovative, fantasievoll neue Räume erschließende Musik nicht jenseits der Wahrnehmungsschwelle des großen Publikums ereignen muß. Spätestens mit der Uraufführung seiner Tschechow-Oper »Drei Schwestern« (Lyon, 1998) wußte die Welt, daß dieser Mann auch über eine »Theaterpranke« verfügte: Er konnte eine Bühnenerzählung von völlig neuer formaler Gestaltung spa...

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Prosit Neujahr!

Das neue Jahr begann, wie gewohnt, mit dem Wiener Neujahrskonzert. Es stand zum zweiten Mal unter der Leitung von Christian Thielemann, der international für seine Wagner.- oder Richard Strauss-Interpretationen gerühmt wird, aber – wie sich zeigte – auch für die Wiener Walzertradition eine gute Hand hat. Vor allem: Seine Musikwelt gründet auf dem Klang …

Außerdem hat er mit den Philharmonikern rechtzeitig einen Bruckner-Zyklus vollendet, der soeben auf CD erschienen ist – so war er der rechte Mann für den schwungvollen Auftakt zum Anton Bruckner Jahr 2024. Wie das mit der Wiener Neujahrs-Tradition einhergeht, lesen Sie hier:

Neujahrskonzert 2024

Zum zweiten Mal stand mit Christian Thielemann der Lieblingsdirigent der Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert am Pult. Dieser Mann ist nicht nur bei Richard Wagner und Anton Bruckner zu Hause – er führt als aufmerksamer Zuhörer auch das Wiener Orchester an seine Klang-Wurzeln. Klang, Klang und wieder Klang! Das Neujahrskonzert 2024 war auch d...

 

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Zum Jahreswechsel 23/24

Allzeit hoffnungsvoll vertraut man auf die Kraft der Musik: Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker möge ein besseres, um es mit Friedrich Torberg zu sagen: »ein möglichst neues Jahr« einläuten.

Ein Gespräch mit dem jüngsten Orchestermitglied, dem Trompeter Daniel Schinnerl zeigt, wie die Begeisterung fürs Musizieren einen jungen Mann hoffnungsvoll in die Zukunft blicken läßt.

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Rettung für die Sängerknaben?

Der administrative Leiter der Wiener Sängerknaben und der Wiener Chormädchen hat Alarm geschlagen. Fast eine Million Euro fehlen den jungen Sängern für den laufenden Betrieb – woran der Wegfall privater Mäzene ebenso die Schuld trägt wie der pandemiebedingte Ausfall von lukrativen Tourneen.

Nun versucht die Kulturpolitik, die Situation in den Griff zu bekommen.

zum Bericht

Abschied von einer Stütze des Ensembles

Mit Hans Helm ist knapp vor Jahresende einer der letzten Zeugen der späten Wiener Opern-Ensemblekultur der Siebzigerjahre gestorben. Er sang als treues Mitglied des Hauses am Ring auch wichtige Partien unter Dirigenten wie Karl Böhm oder Erich Leinsdorf.

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