Zum Operntermin im ORF-Radio Ö1 gibt es an diesem Wochenende (Samstag, 19.30 Uhr) einen historischen Livemitschnitt aus dem Archiv der New Yorker Metropolitan Opera: Eine Aufführung von Mozarts »Figaro« aus dem Mozart-Jahr 1956 in illustrer Besetzung. Wobei sich daran einige historische Betrachtungen über den Lauf der (Opern-)Zeit knüpfen l...
Meine Sprache versteht man in der ganzen Welt“, meinte einst Joseph Haydn. Mag sein, das stimmt, aber es muss natürlich auch jemand zuhören. Da haben die Klassiker heutzutage natürlich wenig zu melden; sogar in ihrer Heimat, erst recht jenseits des Ozeans. Das lässt sich bei den Grammy-Verleihungen gut studieren. Ja, es gibt sie, die Grammys für Kl...
Kaum haben die Wiener Festwochen angekündigt, dass Teodor Currentzis im Juni im Burgtheater das „War Requiem“ von Benjamin Britten dirigieren wird, war ein Raunen zu vernehmen: Der Dirigent, man weiß es, hat sich im Fall des Kriegs in der Ukraine nicht deutlich genug positioniert. Sogar das Konzerthaus verzichtet mittlerweile auf den Kassen...
„Das Buch mit sieben Siegeln“, was sonst? Der gelernte Wiener Konzertbesucher konnte voraussagen, mit welchem Werk in dieser Stadt der 150. Geburtstag Franz Schmidts zelebriert werden würde.
Der Festtag ist erst im Dezember, unsere Veranstalter haben also noch kommende Saison Gelegenheit, etwas vom Symphoniker oder Kammermusiker Schmidt zu program...
Kulturhauptstadt war Bad Ischl schon einmal wirklich. Das hing natürlich mit der Vorliebe der Habsburger für den Kurort zusammen, dessen Wohltaten immerhin dafür gesorgt haben sollen, daß die liebevoll „Salzprinzen“ genannten Sprösslinge von Erzherzogin Sophie zur Welt gekommen sind. Der erste war der nachmalige Kaiser Franz Joseph und festigte den Ruhm des Ortes durch seine jährliche Sommerfrischen-Präsenz. Alles, was Rang und Namen hatte, pilgerte daher nach Bad Ischl. Denn man war dort, wo sprichwörtlich, „die Musi spielt“.
Und die, von denen diese Musik stammte, waren alsbald auch zugegen. Bad Ischl wurde zur Operetten -Metropole.
Im neuen Podcast über seine erste große Tondichtung aus dem Jahr 1888 führt uns der Komponist selbst durch seine symphonischen Reisebeschreibungen:
Richard Strauss „Aus Italien“
Zwei Konzerte absolviert das Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti demnächst im Wiener Musikverein. Die Programme sind ganz anders als von reisenden Virtuosen-Orchestern gewöhnt: Am 23. Jänner gibt man eine Symphonie aus der Feder der farbigen amerikanischen Komponistin Florence Price und die Fünfte Symphonie von Sergej Prokofieff. Am Abend davor erklingt nach Werken von Phil Glass und der Suite aus Igor Strawinskys Ballett „Der Feuervogel“ die Tondichtung „Aus Italien“ von Richard Strauss.
Es gibt also allerhand zu entdecken, auch für geeichte Konzertbesucher.
Seinen Namen kennt jeder, seine Bedeutung für die Musikgeschichte kann kaum überschätzt werden. Das weiß man. Arnold Schönberg ist der Vater der musikalischen Moderne. Populär geworden ist seine Musik freilich nicht. Einige wenige Kompositionen der Frühzeit erfreuen die Ohren der Konzertbesucher wirklich. Allen voran die instrumentale Vertonung eines erotischen Gedichts von Richard Dehmel, „Verklärte Nacht“ hat es geschafft, ein Publikums-Favorit zu werden. Ob sich das im Jahr der Geburtstagsfeiern zu Schönbergs Hundertfünfzigstem ändern wird?
Ein neuer Bildband über den Meister der Wiener Moderne
Daniel EnderAlban Berg im Bild
280 Seiten. Böhlau-Verlag
€ 45,-
Vier Jahrzehnte hat Helene Berg ihren Mann Alban, den Komponisten des »Wozzeck« und der »Lulu« überlebt. Nach ihrem Tod, 1976, sind etliche Publikationen erschienen, die zuvor unbekannte, oft pikante Details aus dem Privatl...