1791 - 1857
Der Name Czerny versetzt Klavierschüler seit Gnerationen in Angst und Schrecken. Keiner, der nicht durch die Schule der Geläufigkeit hindurchmußte...
Doch kann diese Sicht auf die musikalische Historie die Bedeutung dieses Wiener Komponisten und Pianisten nicht schmälern - für die Kunst des Klavierspiels und die Spieltradition der Wiener Klassik hat er Unschätzbares geleistet.
Beethoven hatte den talentierten jungen Mann - gegen sehr geringes Entgelt - als Schüler akzeptiert und widmete sich seinem pianistischen Fortkommen mit Hingabe. Czerny revanchierte sich beim Lehrer mit liebevollem Engagement für dessen Schaffen und vor allem für die Interpretation von Beethovens Werk, die er so innig wie möglich an Beethovens eigene Spielweise zu adaptieren trachtete. Als Theo...
1791 - 1857
Der Name Czerny versetzt Klavierschüler seit Gnerationen in Angst und Schrecken. Keiner, der nicht durch die Schule der Geläufigkeit hindurchmußte…
Doch kann diese Sicht auf die musikalische Historie die Bedeutung dieses Wiener Komponisten und Pianisten nicht schmälern - für die Kunst des Klavierspiels und die Spieltradition der Wiener Klassik hat er Unschätzbares geleistet.
BEETHOVENS ZÖGLING
Beethoven hatte den talentierten jungen Mann - gegen sehr geringes Entgelt - als Schüler akzeptiert und widmete sich seinem pianistischen Fortkommen mit Hingabe. Czerny revanchierte sich beim Lehrer mit liebevollem Engagement für dessen Schaffen und vor allem für die Interpretation von Beethovens Werk, die er so innig wie möglich an Beethovens eigene Spielweise zu adaptieren trachtete. A...
Der Lehrerssohn aus Salzburg, Patenkind von Sigismund Haffner, kam schräg gegenüber Mozarts Geburtshaus in der Salzburger Getreidegasse zur Welt. Er wurde Schüler von Michael Haydn, mit dem er mütterlicherseits verwandt war, versah bald Organistendienste an der Universitätskirche und arbeitete als Korrepetitor am fürsterzbischöflichen Theater. Sein Künstlerleben sollte eine Zeitspanne umfassen, die von Joseph Haydns Spätphase bis zur Komposition von Wagners Tristan reichte. In seinen Salzburger Theaterjahren kam er nicht zuletzt mit den damals bereits zu Repertoirestücken werdenden Mozart-Opern Die Zauberflöte und Don Giovanni in Berührung, aber auch mit Stücken Schillers – zur Braut von Messina sollte er später selbst die Bühnenmusik komponieren, was er als studierter Mann gleich zu einem Versuch nutzte, den antiken griechischen Chorgesang als streng rhythmisierte Deklamation wiederzubeleben.
Der Lehrerssohn aus Salzburg, Patenkind von Sigismund Haffner, kam schräg gegenüber Mozarts Geburtshaus in der Salzburger Getreidegasse zur Welt. Er wurde Schüler von Michael Haydn, mit dem er mütterlicherseits verwandt war, versah bald Organistendienste an der Universitätskirche und arbeitete als Korrepetitor am fürsterzbischöflichen Theater. Sein Künstlerleben sollte eine Zeitspanne umfassen, die von Joseph Haydns Spätphase bis zur Komposition von Wagners Tristan reichte. In seinen Salzburger Theaterjahren kam er nicht zuletzt mit den damals bereits zu Repertoirestücken werdenden Mozart-Opern Die Zauberflöte und Don Giovanni in Berührung, aber auch mit Stücken Schillers - zur Braut von Messina sollte er später selbst die Bühnenmusik komponieren, was er als studierter Mann gleich zu einem Versuch nutzte, den antiken griechischen Chorgesang als streng rhythmisierte Deklamation wiederzubeleben.
Gerüchte und Legenden um Beethovens ersten Wien-Besuch, 1787
Der Bonner Kompositionslehrer Neefe vermittelt seinem talentierten Zögling eine Reise nach Wien: Mozart ist das Zauberwort. Der Studiosus soll den bedeutendsten Komponisten seiner Zeit kennenlernen. Also gewährt der Kurfürst Urlaub. Der junge Beethoven, Sohn des kurfürstlichen Kapellsängers Johann van Beethoven, darf nach Wien reisen.
Eine der Stationen der Fahrt ist München.Am 7. April 1787 erreicht Beethoven die kaiserliche Haupt- und Residenzstadt.
Was die Wiener Zeitung am 8. Februar 1786, vermeldet, ist ein auch im theaterverwöhnten Wien äußerst ungewöhnliches Bühnenereignis von historischer Dimension:
»Oberon« ist, die Geschichte hat es längst erwiesen, ein unaufführbares, gleichwohl mit zauberhafter Musik ausgestattetes Werk. Des Textdichters J. R. Planche überbordende Phantasmen verhindern seit der Uraufführung einen Erfolg.
Das Feenkönigspaar Oberon und Titania gelüstet's nach Abwechslung. Oberon liebt die morgenländische Prinzessin Rezia, Titania den fränkischen Helden Hüon. Das sorgt für E...
1786 - 1826
Als Meister des »Freischütz « ist er unsterblich geworden. Aber Carl Maria von Weber war in vielerlei Hinsicht ein bahnbrechender Komponist - und einer der ersten, ebenso bahnbrechenden Interpreten - als virtuoser Pianist; und als der erste Dirigent der Aufführungsgeschichte, der je einen Taktstock benutzt hat.
Carl Maria von Weber
Die Klaviersonaten
Der »Freischütz«-Komponist war auch einer der bedeutenden Pianisten seiner Zeit - er steht als Bindeglied zwischen der Wiener Klassik und dem romantischen Virtuosentum und nimmt in manchem die Satztechnik eines Franz Liszt voraus. Formal nutzt er seine »Brückenfunktion« zur Belebung der Sonatenform - einersei...