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Wiliam Walton
1902 - 1983 Walton war eine der originellsten Persönlichkeiten des englischen Musiklebens des XX. Jahrhunderts, ein bedeutender Symphoniker, obwohl er nur zwei Symphonien veröffentlicht hat. Ein Opernmeister, obwohl er nur zwei Opern komponierte, von denen lediglich Troilus and Cressida - übrigens nicht auf der Shakespeare-Tragödie beruhend! ...
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Wladimir Sofronitsky

Einer der bedeutendsten Pianisten des XX. Jahrhunderts, behindert – wie so viele – an einer internationalen Karriere durch das Stalin-Regime in Rußland. Sofronitsky war der Schwiegersohn Alexander Skrjabins und (nicht deshalb) dessen wichtigster Interpret – die Aufnahmen, die von Sofronitskys Skrjabin-Spiel erhalten sind, gehören abgesehen von seiner diesbezüglichen stilistischen Kompetenz und der makellosen pianistischen Technik zu den intensivsten Hörerlebnissen, die ein Musikfreund machen kann – Ausdruck pur, fanatischer Wille zur Durchdringung des oft rätselhaften Klang-Dickichts.
Sofronitskys Leben
Wladmir Sofronitsky ist am 8. Mai 1901 in St. Petersburg zur Welt gekommen. Seine Familie, der Vater Professor für Mathematik und Physik, die Mutter Sproß einer Künstlerfamilie, übersiedelte bereits zwei Jahre später nach Warschau, wo das Kind schon in frühem Alter mit seiner Klavierausbildung begann. Im Alter von zwölf Jahren kam Sofronitsky nach St. Petersburg zurück. Ehe er seine Studien dort bei Leonid Nikolayev aufnahm, fuhr seine Mutter mit ihm regelmäßig nach Warschau zu seinem ersten Lehrer, Alexander Michalowski.Mit 19 heiratet Sofronitsky noch als Konservatoriums-Student Alexander Skrjabins Tochter Elena. Daß er zum bedeutendsten Interpreten der Werke ihres Vaters werden sollte, hatte damit nichts zu tun – Sofronitsky hat die Musik Skrjabins zwar schon im Kindesalter für sich entdeckt, aber den Komponisten, der 2015 starb, nie spielen hören können.
EX AEQUO MIT MARIA JUDINA
2020 absolviert er die Abschlußprüfung am Konservatorium und erringt ex aequo mit Maria Judina den »Rubinstein-Preis«. Mit dieser Pianistenkollegin verbindet den Künstler später manche biographische Volte – vor allem war man sich einig im sanften Protest gegen das Stalin-Regime, ohne freilich sein Leben zu riskieren. Im Westen blieben aufgrund der Restriktionen der sowjetischen Kulturpolitik beide Pianisten beinah unbekannt, in ihrer Heimat genossen sie kultische Verehrung.
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Wladimir Sofronitsky

Einer der bedeutendsten Pianisten des XX. Jahrhunderts, behindert – wie so viele – an einer internationalen Karriere durch das Stalin-Regime in Rußland. Sofronitsky war der Schwiegersohn Alexander Skrjabins und (nicht deshalb) dessen wichtigster Interpret – die Aufnahmen, die von Sofronitskys Skrjabin-Spiel erhalten sind, gehören abgesehen von seiner diesbezüglichen stilistischen Kompetenz und der makellosen pianistischen Technik zu den intensivsten Hörerlebnissen, die ein Musikfreund machen kann – Ausdruck pur, fanatischer Wille zur Durchdringung des oft rätselhaften Klang-Dickichts.
Vor allem: Man sollte seine Liveaufnahmen vorziehen, denn das Motto des Pianisten lautete:
»Mikrophon ein – Seele aus« …
Er haßte es, aufgenommen zu werden.
Obwohl er einige seiner Studioeinspielungen, die er für das russische Melodia-Label machen durfte, mochte – allen voran die bei aller faszinierenden pianistischen Kontrolle wirklich leidenschaftliche Wiedergabe von Skrjabins Spätwerk »Vers la flamme« …
Rusalka
Lyrisches Märchen in drei Akten Antonín Dvořák, op. 114 (1900)Text: Jaroslav Kvapil
Das Werk
Nur Smetanas Verkaufte Braut hat es auf der Beliebtheitsskala international noch weiter hinauf geschafft. Im übrigen ist Antonín Dvořáks Märchenoper, lange nach der berühmten letzten Symphonie, der aus der Neuen Welt entstanden, die wichtigste böhmische Oper auf den Spielplänen der internationalen Opernh...
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Jascha Heifetz
1901 - 1987 Er stammte aus Wilna, begann mit drei Jahren Violine zu studieren und spielte mit sechs das Mendelssohn-Konzert. Ab seinem 10. Lebensjahr wurde er vom legendären Leopold Auer unterrichtet. Mit 13 spielte Jascha Heifetz bereits mit den Berliner Philharmoniker unter Arthur Nikisch das Tschaikowsky-Konzert.
1917 wanderte er angesichts der russischen Revolution in die USA aus. Für Kenner war er damals bereits der beste Geiger der Welt. Carl Flesch, nicht eben zimperlich, wenn es darum ging, Kollegen zu kritisieren, meinte über Heifetz:
Es hat wohl kaum jemals einen Geiger gegeben, der der absoluten Vollkommenheit näher gekommen ist.
George Bernard Shaw, der Spötter, hat den jungen Heifetz noch hören können und sagte ihm angeblich:
Junger Mann, versprechen Sie mir, jeden Abend ...
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Ivan Koslowski
Der gefesselte Caruso des Ostens Aus dem Nachruf vom 23. Dezember 1993 Ivan Koslowski ist tot. Die Nachricht, auf die viele westliche Musikfreunde wohl mit Achselzucken reagieren, bedeutet für echte Belcanto-Freunde nicht mehr und nicht weniger, als daß einer der größten Sänger des Jahrhunderts von uns gegangen ist.
Daß der sowjetische Tenor, Sproß einer ukrainischen Bauernfamilie, international nahezu unbekannt geblieben ist, verweist uns nicht zuletzt auf die Folgen des stalinistischen Terrors. Obwohl die Glanzzeit dieses unvergleichlichen Künstlers dank seiner perfekten Technik jahrzehntelang andauern konnte, blieb er ein »sowjetisches...
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Hans Erich Apostel
1901 - 1972 Er stammte aus Karlsruhe, war aber doch durch und durch ein östrreichischer Komponist, denn er hatte nicht nur seit 1921 bei Arnold Schönberg und Alban Berg in Wien studiert, sondern führte auch deren Lehre in ihrer Stadt weiter, weshalb er auch während der "1000 Jahre" des "Dritten Reichs" als "entarteter Künstler" zum Schweigen verurt...
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Bronislaw Huberman: Die Biographie
Die Biographie
REZENSION

Das Leben des Geigers Bronisław Huberman, genau recherchiert: Eine Erfolgsgeschichte mit Trauerrand.
Eine „geistige und körperliche Befreiung unserer Bewohner“ war das Ziel – große Worte, gesprochen von einem der berühmtesten Musiker seiner Zeit, der hie und da lieber politische Reden hielt, als dass er auf dem Konzertpodium Beethoven oder Tschaikowsky spielte.
Bronisław Huberman (1882–1949) war einer der größten Geiger des 20. Jahrhunderts. Er war aber auch ein Mann, der sich leidenschaftlich für Richard Coudenhove-Kalergis Paneuropa-Idee engagierte und deren Popularisierung einen eminenten Anteil seiner Zeit und Energie widmete.
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Weill Symphonie (Nr. 1)
Kurt Weill (1933/34)
Sostenuto – Allegro molto Largo Allegro vivace – Presto
Kurt Weills symphonischer Erstversuch - den er nie als Nr. 1 bezeichnet hat! - zeigt uns einen Ausdruckskünstler auf der Suche nach seiner Musik-Sprache. Erst mit seinem Violinkonzert (mit Blasorchester, 1924) sollte er - in neoklassizistischem Tonfall - fündig werde...
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