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Das »Fine Arts« Quartett

In den Vereinigten Staaten konnte das 1946 gegründete – über die Jahrzehnte häufig umbesetzte – »Fine Arts Quartet« einen Stellenwert erringen, wie er in Europa nur den etwa gleichaltrigen Kollegen vom »Amadeus Quartett« zukam. Während die »Amadeus«-Kollegen über die vielen Jahre ihrer Karriere nie die Besetzung wechseln mußten, gelang es »Fine Arts« lange Zeit das technische Niveau wie die klanglichen Eigenheiten zu bewahren, obwohl wiederholt Musiker ausgetauscht wurden.

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Edita Gruberova

Zerbinetta eterna 1946 - 2021

Sie war ein Stimm-Phänomen, wie es in der jüngeren Opern-Vergangenheit kaum ein zweites gegeben hat: Ihre Koloraturgewandtheit war legendär und leitete eine Renaissance des Belcanto-Repertoires im internationalen Opernbetrieb ein. Für Edita Gruberova setzten Intendanten weltweit immer wieder Donizetti- und Bellini-O...

 

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Das Borodin Quartett

1946 gebründet, entwickelte sich das Borodin Quartett nach einigen anfänglichen Experimenten in wechselnder Besetzung zu einem der bedeutendsten Streichquartette der Welt - und zum führenden Kammermusik-Ensemble der damaligen Sowjetunion. Die Besetzung der Glanzzeit des Quartetts lautete:

Rostislav DubinskyJaroslav Alexandrov Dmitri Schebalin Valenti Berlinski In dieser Konstellation wurde die Musikergemeinschaft zu einer bedeutenden Konstante im Leben des Komponisten Dmitri Schostakowitsch, in dessen Spätwerk die Gattung des Streichquartetts einen außerordentlichen Platz einnimmt - das Borodin Quartett hat die Werke international bekannt gemacht - wenn Schostakowitsch auch die Uraufführungen in der Regel mit einem anderen Ensemble, dem Moskauer Beethoven Quartett einstudierte, das welt...

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Daniel Chorzempa

* 1944 Daniel Chorzempa wurde in Minneapolis geboren. Die Vorfahren stammen aus Polen und dem Elsaß. Mit vier Jahren erhielt er bereits Klavierunterricht. Ab seinem 13. Lebensjahr versah er seine Dienste als Organist.

Weitergebildet in Köln als Organist, Pianist, Cembalist, Komponist und Dirigent, arbeitete er auch am Kölner Studio für Elektronische Musik.Als Pianist und Organist erspielte sich der mittlerweile ständig in Deutschland lebende Chorzempa große Erfolge - mit einem breiten Repertoire. So nahm er unter anderem für Philips sämtliche Orgelkonzerte Georg Friedrich Händels für Schalplatten auf und erwies sich dabei auch als fantasievoll in der Ausgestaltung der vielen ad libitum Passagen in diesen Werken, die er mit eigenen Improvisationen ebenso anreicherte wie mit Arrangements...

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Lynn Harrell

1944 - 2020

Lynn Harrell war für die USA so etwas wie die amerikanische Antwort auf Mstislaw Rostropowitsch.

Nicht von ungefähr war Harrell ausersehen, 2005 zum 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs das Zweite Schostakowitsch-Konzert in Moskau zu spielen; immerhin markierte das Datum ja nicht nur das Kriegsende, sondern auch den Beginn des Kalten Kriegs; und etwas von Angst und Verzweiflung schwang dann auch im Spiel Harrells mit.

Oft haben die Kritiker seinen singenden, samtig-dunklen Ton gelobt, Und man sollte hinzufügen, dass es stets eine instrumentale, auf akkurate Rhythmik bedachte Gesanglichkeit war, die er pflegte.

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Agnes Baltsa

Die Schönheit der Stimme, die weich, rund und dabei leuchtend strömenden Vokallinien - wer dabei war, als die Baltsa noch nicht die Baltsa war, sondern eine ungemein talentierte Sängerin aus Griechenland, die das Callas-Stipendium gewonnen hatte, der erinnert sich, wie das Publikum im zweiten Akt des Figaro atemlos der Canzonetta dieses j...

 

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Strauss: Danae (1944)

Die Liebe der Danae

Letzter Versuch einer mythologischen Oper - auf einen untauglichen Text von Joseph Gregor.    (1939/1944).

Krassimira Stoyanova als Danae in Salzburg

Richard Strauss‘ vorletzte Oper bleibt ein Sorgenkind. Zwei Wiederbelebungsversuch der Salzburger Festspiele hatben das bewiesen.

Richard Strauss' vorletzte Oper, »Die Liebe der Danae« spielt in der Salzburger Festspielgeschichte eine besondere Rolle. Die »öffentliche Generalprobe«, die 1944 dem »totalen Krieg« zum Trotz stattfinden durfte, hat Strauss noch erlebt. Die eigentliche Uraufführung, 1952, nicht mehr.

Von Clemens Krauss, der die Generalprobe unter Strauss' Augen und Ohren einstudiert hatte, wurde das Werk aus der Taufe gehoben, der Livemitschnitt der Uraufführung blieb bis heute interpretatorisch die einzige wirklich hochkarätige Aufnahme. Die Oper ist ein Stiefkind des Repertoires geblieben.

Es war freilich nur billig, dass das Festival schon zum 50. Jahrestag der Uraufführung ein Revival wagte; und nun, noch einmal 14 Jahre später, einen weiteren Versuch mit der »Danae« startet. Beide Versuche scheiterten, doch stehen nun immerhin technisch exzellente Ton- und Videoaufnahmen des Werks zur Verfügung.

Heikle Herausforderung

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Wendy Fine

Wendy Fine kam am 19. Dezember 1943 in Durban (Südafrika) zur Welt. Dort begann sie auch ihre Ausbildung, die sie dann in Wien beendete, wo einer ihrer Lehrer, der Pianist Erik Werba, zu ihrem ersten wichtigen Förderer wurde.

Vom Stadttheater im schweizerischen Bern kam sie 1964 nach dem Sieg beim Wiener Mozart-Wettbewerb an die Wiener Staatsoper. In jener Zeit entstanden erste Schallplattenaufnahmen, darunter von Ludwig van Beethovens seltener gespielten Werken wie der Schauspielmusik zu Egmont (unter Heinz Wallberg) oder des Oratoriums Christus am Ölberge.

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Karlrobert Kreiten

Ein Buch über die ungeheurliche Leichigkeit der Tragödie: Deutschland Anno 1943.

Oliver Hilmes: Schattenzeit. Deutschland 1943: Alltag und Abgründe. Siedler Verlag. 304 S., € 24.70

Schonungslos geht dieses Buch mit seinen Lesern um. Schonungslos, wie es die Fakten aneinanderreiht. Oliver Hilmes hat sich jedes Kommentars enthalten. Er hat Dokumente gesammelt und sie so genau studiert, daß er uns das Gefühl gibt, selbst die alltäglichen Dialoge in seinem Text müßten auf Tonbandprotokollen basieren. Erfunden hat er nichts. „Schattenzeit“ wurde zur Dokumentation der ungeheuerlichen Gleichzeitigkeit von Banalität und Tragödie.

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