Alle Beiträge von sinkothekar

Wolfgang Holzmair

Der oberösterreichische Bariton (* 1952) zählt zu den herausragenden Lied-Interpreten seiner Generation. Ausgebildet wurde er unter anderem an der Wiener Musik-Hochschule in der Liedklasse von Erik Werba, wo er einen Einblick in die damals noch höchst lebendige Wiener Gesangstradition bekam.

Der Bariton Holzmairs ist geschmeidig, wohlklingend in allen Registern, und ideal für die kleinteilige, liebevoll durchgestaltete Textbehandlungen im intimen Rahmen des Liedgesangs. Holzmair hat auch Oper gesungen, doch stößt die Stimme in größeren Häusern an ihre Grenzen; auch die behauchte Tonbildung verhindert möglicherweise die Expansionsfähigkeit. Zu erleben war er aber überzeugend in Mozart-Produktionen (Papageno und Sprecher in der Zauberflöte, Don Alfonso in Così fan tutte) in Festival-Inszen...

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Der Gefangene

Il prigioniero Uraufführung in Florenz, 1950 Musik: Luigi DallapiccolaLibretto vom KomponistenPersonen der Handlung Handlung

Prolog Die Mutter ahnt, ihren gefangenen Sohn bald nie mehr wiederzusehen. Im Traum erscheint ihr König Philipp II. in Gestalt des Todes. In der Gefängniszelle. Von fern geistliche Gesänge. Der Gefangene im Gespräch mit der Mutter; er ist voll Hoffnung, denn der Kerkermeist...

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Gabriela Beňačková

Die slowakische Sopranistin war eine Zeit lang eine der Lieblingssängerinnen des Wiener Opernpublikums. Ihre innigen, leidenschaftlichen Interpretationen von Janáčeks Jenůfa und Dvořáks Rusalka galten als Sternstunden erfüllten Operngesangs.

Die Wiener Premiere der Rusalka unter Vaclav Neumanns Leitung wurde aufgezeichnet und ist bei Orfeo auf CD erschienen, trotz den kräftigen Strichen (die Partien des Küchenjungen und des Hegers fielen dem Rotstift zum Opfer) ist und bleibt das eine der schönsten Aufnahmen des Werks.

Janáčeks Jenůfa sang die Beňačková ander Seite von Naděžda Kniplová (als Küsterin) unter František Jílek (für Supraphon) und an der Seite von Leonie Rysanek unter Eve Queler in der New Yorker Carnegie Hall - ein Livemitschnitt die...

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Hollywood String Quartet

(1948-1961)

1. Vl.

Felix Slatkin (1948-61).

2. Vl.

Paul Shure (1948-61).

Br.:

Paul Robyn (1948-54) Alvin Dinkin (1954-61).

Vc.:

Eleanor Aller (1948-61).

Auf Initiative des Primgeigers Felix Slatkin gründeten Mitglieder der großen Film-Orchester Hollywoods ein Streichquartett. Slatkin selbst war Mitglied des Studio-Orchester von 20th Century Fox, Cellistin Eleanor Aller war Slatkins Ehefrau....

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Pinchas Zukerman

* 1948 Zukerman ist Sproß einer Familie, die dem Warschauer Ghetto und dem Konzentrationslager Auschwitz entkommen konnte. Er war acht Jahre alt, als er ins Konservatorium seiner Heimatstadt Tel Aviv eintrat. Ein Stipendium der amerikanisch-israelische Stiftung ermöglichte ihm in der Folge, das Studien an der Musikakademie bei Ilona Fehér fortzusetzen.

Übersiedlung nach NY Während des ersten Israel-Festivals, 1961, erregt das jugendliche Talent die Aufmerksamkeit von Größen wie Pablo Casals und Isaac Stern, deren Rat Zukerman folgt und an die New Yorker Juilliard School wechselt. Weltkarriere Isaac Stern ist in New York auch unter seinen Lehrern und vermittelt das Debüt des jungen Geigers beim Festival of Two Worlds in Spoleto (South Carolina). Das war 1966. Ein Jahr danach erspielt sich ...

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Amadẹus-Quartett

gegründet 1947 Das Amadeus Quartett war zu Zeiten das führende Quartett-Ensemble der Welt. Es firmiert in den Lexika als "britisches Streichquartett", obwohl drei der Mitglieder Wiener Provenienz waren. Vor dem nationalsozialistischen Terror geflüchtet, fanden sich die drei Geiger und Studenten Max Rostals, Norbert Brainin, (* 1923), Siegmund Nissel (* 1922) und Peter Schidloff (* 1922 Wien) in einem Anhaltelager für "feindliche Ausländer" in England.

Schidlof wechselte zur Bratsche. Man tat sich mit dem aus London gebürtigen Cellisten Martin Lovett (* 1927) zusammen und gab 1948 - noch nicht unter dem dann so berühmten Namen - in der Londoner Wigmore Hall ein folgenreiches Debüt-Konzert.Als Amadeus-Quartett eroberten sich die vier, die bis zum Tod Nissels in der selben Besetzung musizier...

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Rydl ist 75

Wiens schwarzer Baß Vor 50 Jahren hat der Wiener Baß in Linz debütiert. Soeben feierte er seinen 75. Geburtstag. Er war eines der fleißigsten Mitglieder des Ensembles der Wiener Staatsoper, also für die Musikfreunde seit seinem Debüt im Dezember 1976 nicht zu übersehen. Zu überhören war er sowieso nicht. Wenige Sänger, sogar auch: wenige Baßisten v...

 

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Nixon in China

Weltpolitik auf der Opernbühne. Warum sollte das nur für Philipp II. von Spanien möglich sein: John Adams schuf eine Oper zur Zeitgeschichte. Richard Nixon war zwar gewiß nicht der Präsident, den sich John Adams für seine amerikanische Heimat gewünscht hatte. DAs Engagement im Vietnamkrieg wollte er Nixon nicht verzeihen. Doch betrachtete der Komponist den ersten Staatsbesuch eines US-Präsidenten ...

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Amadẹus-Quartett

gegründet 1947 Das Amadeus Quartett war zu Zeiten das führende Quartett-Ensemble der Welt. Es firmiert in den Lexika als "britisches Streichquartett", obwohl drei der Mitglieder Wiener Provenienz waren. Vor dem nationalsozialistischen Terror geflüchtet, fanden sich die drei Geiger und Studenten Max Rostals, Norbert Brainin, (* 1923), Siegmund Nissel (* 1922) und Peter Schidloff (* 1922 Wien) in einem Anhaltelager für »feindliche Ausländer« in England.

Schidlof wechselte zur Bratsche. Man tat sich mit dem aus London gebürtigen Cellisten Martin Lovett (* 1927) zusammen und gab 1948 - noch nicht unter dem dann so berühmten Namen - in der Londoner Wigmore Hall ein folgenreiches Debüt-Konzert.Als Amadeus-Quartett eroberten sich die vier, die bis zum Tod Nissels in der selben Besetzung musizier...

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Wolfgang Schulz

Flötist der Wiener Philharmoniker(1946 - 2013)

Solistischer Brillanz und philharmonischer Geist

Natürlich hat Karl Böhm einst genörgelt, als er den jungen Mann aus Linz das erste Mal im Wiener Orchester entdeckte. Doch es sollte nicht lang dauern, da war Wolfgang Schulz, der junge Soloflötist der Philharmoniker, ganz selbstverständlich der Solist, den sich der stets Kritische »Generalmusikdirektor Österreichs« für seine Aufnahme von Mozarts Konzert für Flöte und Harfe mit → Nicanor Zabaleta auswählte.

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