Alle Beiträge von sinkothekar
REGIETHEATER und kein Ende
Am meisten verstören Kritiken, wenn sie schlicht beschreiben, was auf der Bühne passiert. Muss ich mich wirklich für jeden Regiefehler begeistern? Immer dann, wenn man relativ ungeschminkt zu beschreiben versucht hat, was auf der Bühne vorgegangen ist, wird nach Objektivität gerufen. Als Musikkritiker ist man hie und da recht einsam - zumindest bis...
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Nikolaus Harnoncourt
Was uns Mozart sagen wollte Styriarte. Graz unter der Mozart-Klangwolke: Nikolaus Harnoncourts jüngstes, demnächst auch bei den Salzburger Festspielen realisiertes Projekt will Licht auf die undurchsichtige Kompositionsgeschichte der letzten Symphonien werfen.
Die "Klangwolke" ist zwar eine Erfindung aus Linz und war über lange Jahre der akustischen Verbreitung Bruckner'scher Symphonien am Donauufer gewidmet. Doch bittet man nun seit mittlerweile acht Jahren auch schon in der steirischen Landeshauptstadt zur Freiluftbeschallung. Wie zuletzt schon mehrmals ist auch heuer Nikolaus Harnoncourt, die große Galionsfigur des Festivals Styriarte, wieder der Dirigent.
Diesmal heißt es Mozart mal drei. Die letzten Symphonien des Komponisten, in Es-Dur, g-Moll und C-Dur, stehen auf dem Programm. Si...
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DIE RICHTIGEN KONTAKTE!
Über den russischen Dirigenten Valery Gergiev wird in München diskutiert. Aber nicht aus musikalischen Gründen. Was müssen Dirigenten haben? Einen Taktstock? Nein: Ideen für Kooperationen mit der Schwulenszene! In Bayern verschieben sich die Wertigkeiten
Dass in unseren Breiten allerhand aus den Fugen ge rät, ist evident. Nicht nur im Hinblick auf...
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Julius Rudel
NACHRUF Ein Botschafter der Wiener Musik Zum Tod des Dirigenten, der als Teenager fliehen musste, und in den USA seine Heimat nie verleugnete. Ein Wiener ist er im Herzen immer geblieben: Julius Rudel, Jahrgang 1921, ist freilich als langjähriger musikalischer Leiter der City Opera berühmt geworden. Das kleinere der beiden New Yorker Opernhäuser führte der Maestro von den späten Fünfzigerjahren bis 1979. Er war dort dank seiner profunden handwerklichen Meisterschaft eine allseits respektierte Führungspersönlichkeit, gebot er doch über ein Repertoire, das von den Anfängen des Operngenres bis herauf zu den komponierenden zeitgenössischen reicht...
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Die Met in Geldnöten
New Yorks Opern in einer schweren Krise Geldmangel. Zwischen Gewerkschaft und der Intendanz von Amerikas bedeutendstem Opernhaus entbrennt eine erbitterte Fehde. Ob im Herbst gespielt wird, steht in den Sternen.
New Yorks Metropolitan Opera schlittert, wie es scheint, in eine Krise. Das war in der jüngeren Vergangenheit zwar schon mehrmals zu ber...
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Kultur, abgeschafft
ZWISCHENTÖNE Die allgegenwärtige Krise sorgt bei unseren Nachbarn dafür, dass es immer weniger Geld für Kulturförderung gibt. Italien schafft demnächst die Kultur ab. Und wir?
Wenn wir aufhören, die Kultur zu finanzieren, können wir ja noch getrost an der Adria Urlaub machen. In Rom schlägt man Alarm: Die Ausgaben des italienischen Staates für Kul...
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Musik und Natur
Ein Feuilleton aus dem Jahre 2014 Nicht alle Symphonien sind süß: Lag das an der Landschaft? Johannes Brahms und Gustav Mahler, Alban Berg und Richard Strauss: Fast alle großen Meister der Oper und der Inspiration in der Urlaubszeit. In der Sommerfrische stoßen auch Literatur und Musik zusammen: "Ein alter, starker Herr, der behäbig den Abhang heru...
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Der grüne Elefant
Kulturelle Initiativen beunruhigen unsere Grünen. Derselbe Abgeordnete, der Jahr für Jahr daran verzweifelt, dass die Philharmoniker das Neujahrskonzert nicht abschaffen, obwohl dieses doch im Jahr 1939 das erste Mal abgehalten wurde und damit ganz eindeutig den Tatbestand der Wiederbetätigung erfüllen müsste, sorgt sich nun um das Seelenheil jener...
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Berislav Klobucar
Abschied von einem, der seit 1953 immer da war Berislav Klobucars eminente Bilanz: 96 Mal "Tosca", 72 Mal "Don Carlos", 51 Mal "La Boheme" und "Butterfly" . . .
Er ist weit über tausend Mal, genau an 1133 Abenden, am Dirigentenpult der Wiener Staatsoper gestanden. Schon das ist rekordverdächtig. Noch mehr die Zahl der unterschiedlichen Werke, die er aus dem Effeff beherrschte: 53 verschiedene Titel nennt das Nachschlagwerk des Hauses am Ring. Berislav Klobucar war das Gegenteil eines Spezialisten. Ob Verdi oder Wagner, Puccini oder Mozart, Smetana oder Tschaikowsky, Alban Berg oder Francis Poulenc, er ging ans Pult und dirigierte. Das schrei...
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