Alle Beiträge von sinkothekar
Die »Met« ist gerettet
Die Rettung, an die keiner mehr glaubte In einer Marathon-Sitzung einigten sich der General Manager der Metropolitan Opera, Peter Gelb, und die Vertreter der Gewerkschaften von Chor und Orchester des wichtigsten amerikanischen Opernhauses auf Gagen- Kürzungen. 2014/15 wird wie geplant gespielt.
Zuletzt hat es nicht mehr nach Einigung ausgesehen, a...
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Alles über Don Juan
Der ewige Schwerenöter war immer schon ein Trendsetter»Don Juan« inspirierte auch Komponisten von Gluck bis Richard Strauss zu avantgardistischen Experimenten. Mit dem großen Verführer beginnt alles; zumindest in der Musik. Mozarts "Don Giovanni" ist (nebst dem "Figaro" und der jüngeren "Zauberflöte") die erste "echte" Repertoire-Oper, die nie aus ...
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Der Urauffürungs-Wahn
Ein Gerücht besagt, die Oper hätte nur Zukunft, wenn ständig neue Stücke entstehen. Nötig sind Wiederholungen. Das Kreuz mit zwanghaften Uraufführungen Uraufführungen sind wichtig für den gedeihlichen Fortbestand der Gat tung Oper. Das wird zumindest immer behauptet. Die Wahrheit ist: Auch die jüngste Salzburger Festspielnovität, Dalbavies Charlott...
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»Rosenkavalier«-Facetten
Der neue Salzburger "Rosenkavalier" hat ungeahnte Facetten
Oper und Zensur. Seit der Uraufführung sind in Hugo von Hofmannsthals berühmtestem Textbuch anzügliche Passagen gestrichen, die Richard Strauss auch entsprechend illustrativ komponiert hat. Die heutige Festspiel-Premiere ist die erste, in der wirklich alles zu hören sein wird.
Der Ochs auf Lerchenau" sollte nach dem Willen von Richard Strauss die Hauptfigur der ersten echten Gemeinschaftsproduktion mit Hugo von Hofmannsthal heißen. "Der Rosenkavalier" stand als Titel erst knapp vor der Uraufführung fest. Hofmannsthal und Pauline Strauss hatten sich durchgesetzt. Der Erfolg gab dem Dichter und der Komponistengattin recht.
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Carlo Bergonzi
NACHRUF
Erinnerungen an den eloquenten Belcantisten Der italienische Startenor mit der beweglichen Stimme war der Star der New Yorker Met und der Arena von Verona. Er hinterlässt einen Schatz an exquisiten Opernaufnahmen. Am Freitag ist der "Tenor der Tenöre" im Alter von 90 Jahren gestorben. Wenn je auf den Gesang eines Tenors das Wort "Elegance" gepasst hat, dann auf seinen: Carlo Bergonzi. Der Bauernsohn aus dem Dorf Polisene bei Parma war der Mann der eloquenten, geschmeidigen Phrasierung, der seiner edelmetallisch gefärbten, ungemein beweglichen Stimme noch in der rasantesten Koloraturenschlinge jede erdenkliche Wendung geben konnte. Be...
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Luca Pisaroni
Mozarts Spielmacher Im Gespräch. Luca Pisaroni singt in der "Don Giovanni"-Premiere der Salzburger Festspiele den Diener des Titelhelden. Der italienische Bassbariton erzählt über seine Liebe zu Mozarts Figuren.
Ich glaube, er liebt Don Giovanni." So charakterisiert Luca Pisaroni Leporello, jene Figur, die er heuer auf der Salzburger Festspielbühne verkörpern wird: "Viele fragen mich: Warum bleibt denn Leporello bis zum bitteren Ende an der Seite dieses Wüstlings? Ich denke: Leporello braucht Don Giovanni. Er ist seine Energiequelle. Mozart hat das so unvergleichlich in Töne gesetzt: Ein ganz einfacher Kerl führt dank seines Herrn ein aufregendes Leben!"
Mozart stellt in Luca Pisaronis Opernleben eine Konstante dar, die reiche Erfahrungen bereithält. Im "Figaro" singt er sowohl den Titel...
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Pierre-Laurent Aimard
Salzburg, ganz "wohltemperiert" Im Gespräch. Der Pianist Pierre-Laurent Aimard erzählt über sein Bach-Projekt und erklärt, wie man sich von 34 mal 24 Präludien und Fugen erholt: bei Uraufführungen und Raritäten.
Pierre-Laurent Aimard spielt 34 Mal die 24 Präludien und Fugen des ersten Bandes von Johann Sebastian Bachs "Wohltemperiertem Klavier" während der kommenden Spielzeit. "Ein paar Ausnahmen gönne ich mir", sagt der Pianist vor seinem Salzburger Festspielkonzert im "Presse"-Gespräch, "vor allem, wenn Veranstalter das wünschen."
Wien wird so eine Ausnahme sein. Da gibt es am 18. November im Musikverein eine wohltemperierte Auswahl, gekoppelt mit Werken, die jeweils in Fugen gipfeln: Beethovens As-Dur-Sonate op. 110 und den Händel-Variationen von Brahms. Die Aufführung des gesamten er...
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Wozu Festspiele in Salzburg?
LEITARTIKEL Wer hat die Antwort auf die Frage: Wozu gibt es in Salzburg Festspiele? Das sommerliche Kulturangebot an der Salzach ist so aufgebläht wie nie zuvor. Damit ist es auch verwechselbar geworden - zu unverwechselbaren Preisen. Vergangenen Freitag haben die Salzburger Festspiele begonnen. Der gelernte österreichische Kulturkonsument reibt si...
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Lorin Maazel
NACHRUF Maestro assoluto Wien hat ihm übel mitgespielt. Hier entstanden aber auch Aufnahmen, die lang fortbestehen werden. Zum Tod des Dirigenten, der mit 84 Jahren in den USA gestorben ist.
Nicht alle Musikfreunde fan den ihn sympathisch - aber Respekt brachten ihm alle entgegen: Lorin Maazel galt unter Kennern jedenfalls als souveräner Beherrscher seines Handwerks. Weshalb man ihm hie und da eine gewisse Kälte und Distanz nachsagte. Die Sicherheit seiner Gebärden führte manchmal dazu, dass Musikfreunde vergaßen, worauf es im Konzert ankommt. Das ist ein Phänomen des Fernsehzeitalters. Zuallererst zählt die Optik. Mit Videoaufnahmen Lorin M...
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