Kategoriearchiv: Feuilleton
Ein Strauß, den Mehta vom Stehplatz erlauschte
Ein Strauß, den Mehta vom Stehplatz erlauschte 2. Jänner 2015 Zubin Mehta, der Maestro mit dem - für Dirigenten nicht eben alltäglichen - Herkunftsland Indien, ist, man weiß es, ein halber Wiener. Zumindest, was seine musikalische Sozialisation betrifft. Man musste schmunzeln, als er anlässlich seines fünften Auftritts im Rahmen des philharmonische...
Philharmoniker
Eine sanfte Kurskorrektur Im Gespräch. Andreas Großbauer und Harald Krumpöck, das neue Führungs-Duo der Wiener Philharmoniker, seit Saisonbeginn im Amt, stand erstmals Rede und Antwort.
Die ersten Wochen", so geben Andreas Großbauer und Harald Krumpöck im Verein mit Vizevorstand Helmut Zehetner zu, "waren enorm anstrengend." Nicht nur weil Intendanten, Manager und Medienvertreter die neuen Herren kennenlernen wollten. Fast unmittelbar nach dem Amtsantritt der neuen Orchesterführung folgte der Paukenschlag in der Staatsoper: Franz Welser-Möst legte sein Amt als Generalmusikdirektor und sämtliche Dirigate nieder.
Das trifft die Philharmoniker insofern, als sie in ihrem Brotberuf das Orchester der Staatsoper bilden. Doch funktioniert die Zusammenarbeit mit Staatsopern-Direktor Dominique Mey...
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Rigoletto-Premiere, behindert
STAATSOPER "Rigoletto"-Premiere mit zwei Hofnarren Simon Keenlyside verlor nach prächtig gestalteten eineinhalb Akten die Stimme und musste im zweiten Finale der Verdi-Oper die Bühne verlassen. Akt drei sang - wie bei der Generalprobe - Ensemblemitglied Paolo Rumetz achtbar.
Solche Schrecksekunden kommen (nicht nur in Wien) bei Premieren zuweilen ...
Lillian Fayer
NACHRUF Sie konnte sogar Musik fotografieren Die Doyenne der österreichischen Fotokunst starb mit 97. Ihr Name war Synonym für sensible Künstlerporträts. Lillian Barylli-Fayer ist in der Nacht auf den 14. Dezember friedlich entschlafen. Die notorische Phrase trifft in diesem Fall gottlob zu. Die längst legendäre Fotokünstlerin stand im 98. Lebensjahr, doch kam, wie ihre Familie versichert, der Tod völlig unerwartet. Bis zuletzt war sie hellwach und stets am Fortgang des heimischen Kulturlebens interessiert, jenes Kulturlebens, das sie über lange Jahre so aufmerksam und sensibel mit der Kamera verfolgt und dokumentiert hat. "Foto Fayer" lautet...
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Erin Morley
Beim Heiligen Gral der Oper Im Gespräch. Mit der amerikanischen Sopranistin Erin Morley feiert ein hoffnungsvoller Jungstar der internationalen Opernszene im Staatsopern-"Rigoletto" das Österreich-Debüt.
Es ist meine erste Aufführung an der Staatsoper, meine erste in Wien, ja, meine erste überhaupt in Österreich - ein bisschen viele Debüts in einem" sagt die junge Sängerin strahlend: Erin Morley ist die Gilda in der Neuinszenierung von Verdis "Rigoletto", die am 20. 12. Premiere hat. International ist sie längst ein Star, viel beschäftigt an der New Yorker Metropolitan Opera, jüngst Konstanze in der von Philippe Jordan dirigierten Premiere von Mozarts "Entführung aus dem Serail" in Paris (wir berichteten).
"Gut, dass ich die Partie schon öfter gesungen habe", sagt sie mit Bezug auf die G...
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Erin Morley im Gespräch: »Beim Heiligen Gral der Oper«
(»Die Presse«, 13. Dezember 2014)
Österreich-Debüt an der Wiener Staatsoper
Im Gespräch. Mit der amerikanischen Sopranistin Erin Morley feiert ein hoffnungsvoller Jungstar der internationalen Opernszene im Staatsopern-»Rigoletto« das Österreich-Debüt.

Petrenkos »Rosenkavalier«
Staatsoper. Kirill Petrenko setzte mit einem phänomenalen "Rosenkavalier" den Schlusspunkt hinter die Repertoire-Aktivitäten zum 150. Geburtstag des Komponisten. Das schönste Geschenk für Strauss Das hat's seit Kleiber nicht mehr gege ben", raunen sich die Münchner Opern-Habitués über ihren Generalmusikdirektor zu. Gottlob hat Kirill Petrenko zwis...
Chowanschtschina neu inszeniert
Ewiges Rätsel Rußland Staatsoper. In einer statisch-bewegten Inszenierung Lev Dodins wird Modest Mussorgskis "Volksdrama" dank einer glänzenden Sängerbesetzung und Semyon Bychkovs intensiver musikalischer Gestaltung zum packenden Ereignis. Zuletzt gab es nach minuten langen Ovationen doch noch etliche Buhrufe, als Regisseur Lev Dodin vor dem Vorhan...
Herbert Lippert
Husarenritt und Bildertheater Im Gespräch. Der Tenor räsoniert während der Proben zu Lev Dodins Staatsopern-Neuinszenierung von Mussorgskys "Chowanschtschina" über den Musiktheaterbetrieb und sein heutiges, höchst ungewöhnliches Linzer Lied-Projekt.
Herbert Lippert gehört zu den Unermüdlichen. Im wahrsten Sinn des Wortes. Während der Vorbereitungen zu einem höchst ungewöhnlichen Liedprogramm, das heute, Mittwoch, im Linzer Brucknerhaus Premiere hat - Musik, bildende Kunst und Videoinstallationen verbinden sich darin auf innovative Weise -, plaudert der Tenor über seine aufregenden Bühnenerfahrungen der jüngsten Vergangenheit. Nicht genug damit, dass er sich mit Wagners Tannhäuser eine der heikelsten Partien des schweren Fachs erarbeitet hat. In der Phase der Vorbereitungen zur Premiere i...
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