Kategoriearchiv: Feuilleton

Wilhelm Backhaus

1884 - 1969

Der gebürtige Leipziger Pianist hat seinen letzten Schliff nach Studien in seiner Heimatstadt noch beim Liszt-Schüler Eugen d'Albert erhalten. Musikfreunde, die sich das großen deutschen Pianisten erinnerten, hatten ihn als imponierende Gestalt eines alten Mannes vor sich, der als bedeutender Intepret der Werke Beethovens und Brahms'...

 

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Ralph Benatzky

1884 - 1957

Der »Altösterreicher« Benatzky kam als Rudolph Josef František Benatzky in Mährisch-Budwitz zur Welt, studierte unter anderem bei Antonín Dvořák in Prag und Felix Mottl in München, inskribierte sich aber auch an der Universität Wien für Germanistik und Philosophie. Seine Doktorarbeit schrieb er über Goethe und das Volkslied.

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Edgar Varèse

1883 - 1965 Edgar Varèse galt bereits in jungen Jahren als interessanter Kopf unter den Komponisten seiner Zeit. Hugo von Hofmannsthal wurde auf den jungen Mann aufmerksam gemacht und enmpfahl ihn an Richard Strauss, mit dem Verèse in seiner Berliner Zeit tatsächlich in Kontakt stand, wenn er ihn damals auch nicht mehr als Vorbild in Sachen musikalischen Frotschritts empfinden konnte. Hofmannsthals Drama Œdipus und die Sphinx diente Varèse als Vorlage für ein Opern-Projekt, das nicht über das Skizzenstadium hinauskam.

Ein eigensinniges Talent Jedenfalls redete man früh von dem Künstler, der sich als einer der großen Querköpfe der Neuen Musik entpuppen sollte und eine ganz eigene, unverwechselbare Sprache entwickelte. In die Weige gelegt war ihm diese Karriere nicht. Der Vater wollte eine...

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Hermann Abendroth

1883 - 1956 Hermann Abendroth studierte bei Ludwig Thuille und Felix Mottl und galt bald als einer der führenden Dirigenten Deutschlands.

1915 Gürzenich-Konzerte1918 GMD Köln1922 Niederrheinisches Musikfest1934-45 Gewandhaus Leipzig1945 Weimar1949 RSO Leipzig1953 RSO Ost-Berlin

Abendroth, der zunächst als Buchhändler sein Brot verdient hatte, repräsentierte die deutsche Kapellmeistertradition in Reinkultur - seine Aufnahmen zeichnen sich durch dramatischen Atem und Leidenschaft aus, verraten aber auch perfekte Formbeherrschung. Daß er ein Zeitgenosse Furtwänglers war, ist deutlich zu hören - nicht nur auf den Mitschnitten der Meistersinger von Nürnberg von den Kriegsfestspielen in Bayreuth, die beide Kapellmeister im selben Jahr dirigiert haben. Nach 1945 wurde Abendroth zu einem führen...

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Vaclav Talich

Vaclav Talich, 1883 - 1961

Vaclav Talich stammte aus einer Musikerfamilie und wurde früh von ntonín Dvořák gefördert. Bei Otakar Ševčík studierte er Violine und wirkte zunächst als Konzertmeister der Berliner Philharmoniker in der Ära Arthur Nikischs. Nikisch machte Talich bald zu seinem Assistenten und riet ihm zu einem Kompositions-Studium bei M...

 

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Ernest ANSERMET

(1883-1969)

Die Kritiken, die dieser Dirigent für seine Schallplatten-Aufnahmen erhalten hat, waren nicht immer freundlich. Und doch: Dank seines Exklusivvertrags mit Decca konnte Ernest Ansermet mit seinem Genfer Orchestre de la Suisse romande unzählige Einspielungen vorlegen, die unter Sammlern bald Kultstatus erhielten. Die legendäre weiträum...

 

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Bronisław Huberman

(1882–1949)

Eine „geistige und körperliche Befreiung unserer Bewohner“ war das Ziel – große Worte, gesprochen von einem der berühmtesten Musiker seiner Zeit, der hie und da lieber politische Reden hielt, als dass er auf dem Konzertpodium Beethoven oder Tschaikowsky spielte.

Bronisław Huberman war einer der größten Geiger des 20. Jahrhunderts. Er war aber auch ein Mann, der sich leidenschaftlich für Richard Coudenhove-Kalergis Paneuropa-Idee engagierte und deren Popularisierung einen eminenten Anteil seiner Zeit und Energie widmete.

Das war, lang bevor die Zeitläufte Huberman unwiderruflich dazu zwangen, als Pole und Jude Konsequenzen zu ziehen und in Palästina gewissermaßen einen Gegenentwurf zu seinen philanthropischen europäischen Visionen ins Werk zu setzen. Mit demselben Impetus, mit dem er zuvor den paneuropäischen Gedanken verfochten hatte, kämpfte der allseits umworbene Musiker für die Etablierung eines jüdischen Orchesters, aus dem sich später Israel Philharmonic entwickelt sollte.

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Karol Szymanowski

1882 - 1937 Karol Szymanowski kam 1882 in dem heute in der Ukraine liegenden Dorf Tymoschówka zur Welt. Die Eltern waren wohlhabende Gutsbesitzer. Karol wuchst in einer äußersten kultivierten Atmosphäre auf und genoß von Kindheit an eine kunstsinnige Ausbildung. Der Vater Klavierunterricht erteilte ihm den ersten Klavierunterricht. Schon der 18-jäh...

 

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Joseph Marx

Der Komponist (1882 - 1964), fototrafiert von Anton J. Trčka (1893-1940)

Steirischer Impressionismus

Er war einer der wichtigsten Vertreter der österreichischen Spätromantik um die Mitte des 20. Jahrhunderts: Joseph Marx, hörbar ein Zeitgenosse von Richard Strauss. Seine Musik ist prachtvoll, klangschwelgerisch, bietet sozusagen die steirische Synthese aus französischem Impressionismus und deutscher Nachwagner’scher Tradition.Der Grazer, virtuoser Pianist und wortgewandter Anwalt einer an der Tradition geschulten, die Tonalität wahrenden, aber phantasievoll erweiternden musikalischen Moderne, war als Lehrer eine der prägenden Persönlichkeiten des österreichischen Musiklebens der Zwischen- und Nachkriegsära.

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Wanda Landowska

1879 - 1959

Sie war die »Jeanne d'arc des Cembalos«. In Zeiten, in denen es kaum eine Spieltradition auf diesem historischen Instrument gab, widmete sie sich ganz der barocken Literatur, die sie erstmals wieder konsequent auf dem »richtigen« Instrument wiedergab. Wenn auch der ungeheure Popularisierungs-Schub, den die barocke Klaviermusik und die sogenannte Originalklangpraxis dadurch erfuhren, auf einem von Pleyel eigens für die Landowska gebauten, riesigen Instrument gelang, dessen klangliche Eigenschaften sich zu jenen der originalgetreuen Nachbauten, die heutzutage in Verwendung sind, wie ein Düsenjet zu einem Papierflieger verhielt.

Wie auch immer: Wanda Landowska wurde zu einer Pionierin, deren Aufnahmen nach wie vor verraten, was die Zeitgenossen an ihren Interpretationen so fasziniert hat. Landowska ging mit der Neugier eines guten Opernregisseurs an die »Libretti« heran, die sie in den Notenausgaben barocker Musik vorfand: Nicht selten sprach sie etwa von bestimmten Scarlatti-Sonaten als »Miniaturdramen« und spielte sie auch mit entsprechender Verve und Erzählfreude: Wie eine gute Rezitatorin entlockte sie der Stimme ihres Instruments die unglaublichsten Schattierungen.

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