Kategoriearchiv: Feuilleton

Hans W. Henze

IM GESPRÄCH Die Wiederkehr des Wiedehopfs Besuch bei Hans Werner Henze, der in Marino ein Stück komponiert, zu dem ihn Salzburg inspiriert hat.

Sie ist wieder da", sagt er und blickt ganz verzaubert und glücklich in den Olivenhain, der sich vor seiner Terrasse in Marino bei Rom erstreckt: Hans Werner Henze freut sich über den Wiedehopf, die "Upupa", die seiner großen Zauberoper den Namen gab, die im vergangenen August bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurde. "Die Upupa hat voriges Jahr auf unserem Misthaufen genistet und war höchst erfolgreich: vier Junge. Jetzt ist seit drei Tagen Frühling und sie ist wieder da." Des Nachmittags sitzt der Komponist, der seine deutsche Heimat schon vor Jahrzehnten gegen die italienische Sonne eingetauscht hat, in seinem Park und schaut, belausch...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Netrebkos »Anna«

KRITIK: STAATSOPER Donna Anna, sinnlos exekutiert Zu Mozarts "Don Giovanni" in der Wiener Staatsoper mit Anna Netrebko und Seiji Ozawa.

Selten ist der Auftritt einer Sopranistin in der Wiener Staatsoper im Vorfeld so beworben worden: Anna Netrebko wird, so konnte man aus allen Lautsprechern hören und in allen Farbmagazinen lesen, die Donna Anna si...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Fabio Luisi

INTERVIEW Dresden und Wien unter einem Hut Fabio Luisi, demnächst Chef der Wiener Symphoniker und der Dresdner Semperoper, im Gespräch.

Dass ich irgendetwas so nebenbei mache, davon kann keine Rede sein", stellt Fabio Luisi klar, wenn die Rede auf seine unterschiedlichen Verpflichtungen im internationalen Musik-Business kommt: "Als ich meinen Vertrag als Chefdirigent der Wiener Symphoniker unterschrieb, war von Dresden noch keine Rede. Dort hat man mich zum Generalmusikdirektor der Semperoper und der Staatskapelle berufen. Eine große Ehre. An meiner Aktivität in Wien ändert das überhaupt nichts." Der Vertrag, den man Luisi als Chefdirigent der Symphoniker angeboten hat, umfasste 25 Konzerte. "Ich kann jetzt schon sagen", kommentiert er nach den ersten Planungsarbeiten, "dass es mehr werde...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Günter Pichler

INTERVIEW »Wien ist noch eine Oase« Günter Pichler, Primgeiger des Alban Berg Quartetts, im Gespräch über die Zukunft der Kammermusik und den internationalen Musikbetrieb.

Das Alban Berg Quartett, gleich nach seinem Debüt im Wiener Konzerthaus, Anfang der siebziger Jahre, als "Wunder" bezeichnet und innerhalb kurzer Frist zum meistgesuchten Kammermusikensemble der Welt aufgestiegen, musiziert schon seit mehr als drei Jahrzehnten auf allerhöchstem Niveau. Zweimal haben innerhalb der ersten zehn Jahre Musiker gewechselt. Die heutige Besetzung mit Günter Pichler, Gerhard Schulz, Thomas Kakuska, Valentin Erben blieb jedoch seit Anfang der Achtziger unverändert.

Kontinuität und Perfektionsstreben sorgen für den gleich bleibenden internationalen Rang des Alban Berg Quartetts, das in aller Welt...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Michael Heltau

SILVESTER-GALA »Mich interessieren ja die Menschen« Michael Heltau erntete im Konzerthaus wieder Ovationen für seine Silvester-Gala. Zum letzten Mal. Der Doyen erklärt uns, warum.

Beinahe schon war's eine Tradition. Fünf Mal hat Michael Heltau, begleitet von dem von Bettina Gradinger souverän angeführten, auf ihn eingeschworenen Musiker-Ensemble im Wiener Konzerthaus ein Silvester-Konzert gestaltet. Von Loek Huisman einfühlsam bei der Auswahl und bei der programmatischen Dramaturgie unterstützt, brillierte der Burg-Doyen auch diesmal wieder mit einer kühnen, von ihm doch ganz natürlich präsentierten Mischung aus Operette, Chanson, Kabarettistischem und Besinnlichem. Ob Robert Stolz oder Franz von Suppe, Jacques Brel oder die Beatles, ob ein Gruß an die "süßen, die reizenden Frauen" oder "...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Thielemann 2003

Exklusiv-Gespräch mit Christian Thielemann Die süßen Früchte einer Ochsentour Wann man nicht dirigieren soll, wie Beethovens Neunte funktioniert, warum die Philharmoniker so gut sind und wie man Zuhörer betrügt.

Er ist wieder ganz agil und versteht die Aufregung, die seine Absage zweier Wiener "Tristan"-Vorstellungen im September verursacht hat, nicht wirklich: "Ich glaube doch", sagt er, "dass man nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht hat, zu sagen, wenn es einem nicht gut geht. Wer erschöpft ist, kann ja keine gute Leistung erbringen." Keine Frage, das Wiener Publikum erwartet sich von Thielemann die allerbesten Leistungen. Es stürmt auch an diesem Wochenende die Aufführungen von Beethovens Neunter, die zum 90. Jahrestag der Eröffnung des Konzerthauses stattfinden. Die Sitzplät...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Rostropowitsch in Wien

Die leisen Töne des Meisters Mstislav Rostropowitsch gab im Musikverein eine Lektion in Musikantentum. 6. Oktober 2003 Die Beziehungen zwischen dem wohl berühmtesten Cellisten der Welt und Wien waren einmal sehr getrübt. Es gab Zeiten, da hat Mstislav Rostropowitsch den Wienern nicht verziehen, daß einige von ihnen seine dirigentischen Bemühungen u...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Volksoper

INTERVIEW »Ich bin gern gebunden« Marc Piollet, neuer Musikdirektor der Wiener Volksoper, im Gespräch über die künftige musikalische Linie des Hauses und sein erstes Symphonie-Konzert.

Sein Einstand mit Verdis "Traviata" in der Ära Mentha war höchst erfolgreich. In einer Zeit der künstlerischen Destabilisierung schien das Volksopern-Orchester wieder ein wenig Halt zu gewinnen. Marc Piollet, den der neue Volksopern-Direktor zum Musikchef des Hauses gemacht hat, empfand sein Debüt als neue Herausforderung. Im Gespräch erinnert sich der junge Künstler dankbar an die Proben-Wochen: "Ich war da konfrontiert mit einer enormen Motivation und habe gespürt, welches Potenzial ungeweckt in diesem Ensemble schlummert." Dieses Potenzial auszuschöpfen, ist er als Musikdirektor angetreten. "Ich habe mic...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

Laura Aikin

Salzburger Festspiel-Retterin Laura Aikin, quirlige Sopranistin, im Gespräch über die Frage, wie man in eine verrückte Salzburger »Entführung« einspringt und moderne Opern zum Erfolg macht.

Laura Aikin, dienstags eine der Protagonistinnen der Uraufführung von Hans Werner Henzes "L'Upupa" bei den Salzburger Festspielen, hat bereits im Vorfeld der Premiere von sich reden gemacht. Über Nacht sprang sie in der zweiten Aufführung der umstrittenen, vom Publikum zum Teil sogar während der Aufführungen heftig diskutierten Inszenierung von Mozarts "Entführung aus dem Serail" als Konstanze ein. Im Rahmen einer dermaßen ungewöhnlichen szenischen Arbeit, bei der nichts so ist, wie man sich's von der bekannten Mozart-Oper erwartet, gleicht ein solches Einspringen einem Himmelfahrtskommando. Denn jede ...

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN

»Titus« unter Harnoncourt in Salzburg: Eine Ehrenrettung

Sängerfest in Salzburg: Mozarts »La clemenza di Tito«, ganz neu In Mozarts »Titus« waren einmal nicht Martin Kusej oder Nikolaus Harnoncourt, sondern die Sänger die wahren Stars: Ein echtes Stimmen-Festspiel in der Felsenreitschule.

Dergleichen hat man zuletzt selten erlebt. Umso aufregender, dass es sich nach dem Wiener "Idomeneo" in Salzburg gl...

 

DAS SINKOTHEK-ABONNEMENT

ZUM WEITERLESEN, BITTE ANMELDEN