Alle Beiträge von sinkothekar
Carlisle Floyd
Im Rückwärtsgang zum Puls der Zeit
Opern, die für die Vordenker der Avantgarde keine nennenswerte Größe darstellen, gelten dem Publikum oft als höchst lebensfähig.
Carlisle Floyd ist tot. Der amerikanische Komponist starb im Alter von 95 Jahren in Florida. Elf Opern hat er herausgebracht. Die Geschichte von Susanna im Bade hat einst den Ruhm des 28-jährigen Floyds begründet. "Susannah" wurde ein Welterfolg - und doch spielte der Name des Komponisten keine Rolle, wenn irgendwo über eine mögliche "Zukunft der Oper" diskutiert wurde.
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Humperdinck
Der Meistersinger für Eilige Es gibt Ein-Werk-Komponisten wie Pietro Mascagni oder Ruggero Leoncavallo. Der Schöpfer von "Hänsel und Gretel" hätte mehr zu bieten.
Vor 100 Jahren ist Engelbert Humperdinck gestorben. Seine Märchenoper "Hänsel und Gretel" rangiert konsequent unter den 30 meistgespielten Opern des Repertoires. Aber Humperdinck könnte ...
Wiens Opern-Chaos
LEITARTIKEL Hochkultur ist wichtig für das Land - wir sollten uns um sie kümmern Es wäre beispielsweise nicht ganz falsch, würden Bund und Stadt sich dazu entschließen, ihre drei hoch subventionierten Opernhäuser zu koordinieren.
Die Theatersaison beginnt. Möge sie länger dauern als ihre Vorgängerin. Auf dass Publikumsliebling Robert Meyer seine l...
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US-Moralitäten in Europa?
Ist »Black« in Europa noch »Beautiful«? Die Staatsoper zeigt demnächst wieder Verdis >Otello< in einer Inszenierung ohne Blackfacing. Eine in den USA geborene Sensibilisierung der Gesellschaft treibt mittlerweile auch im europäischen Kulturleben die erstaunlichsten Blüten. »Odio quel moro«, sagt Jago, die Oper hat noch gar nicht richtig bego...
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Political Correctness
Ist >Black< in Europa noch >Beautiful<? Die Staatsoper zeigt demnächst wieder Verdis >Otello< in einer Inszenierung ohne Blackfacing. Eine in den USA geborene Sensibilisierung der Gesellschaft treibt mittlerweile auch im europäischen Kulturleben die erstaunlichsten Blüten. Odio quel moro", sagt Jago, die Oper hat noch gar nicht r...
Ludovic Tezier
»In Paris sang ich 15 Tage lang jeden Abend!« Ludovic Tezier ist derzeit im Dauereinsatz. Im Gepräch erzählte er, wie er zum »Bösewicht vom Dienst« in drei österreichischen Städten wurde, und erklärte, dass vor allem das Nichtsingen einer Stimme schadet. Das ist selbst in der ereignisreichen österreichischen Musiktheatergeschichte wohl noch nie vorgekommen: Ein und derselbe Sänger singt an zwei aufeinanderfolgenden Abenden dieselbe Partie in Premieren in zwei verschiedenen Landeshauptstädten. Publikumsliebling Ludovic Tezier war diesen August der Baron Scarpia in den »Tosca«-Produktionen der Salzburger Festspiele und in den Grazer Kasematten. Er sang die Rolle innerhalb von neun Tagen sechs Mal. Zu allem Überfluss wurde Anfang September auch noch Erwin Schrott krank, der den Scarpia in der...
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Kunst ist kein »Lebensmittel«
SALZBURGER FESTSPIEL-NÖTE Vielleicht ist Kultur doch eher eine Delikatesse Bei den Salzburger Festspielen hat man Mühe, eine Mozart-Premiere zu verkaufen, wenn nicht die Philharmoniker spielen. Und rundum?
Nun hat sich sogar im Salzkammergut das Wetter wieder ein wenig beruhigt. Heute Abend steht dem kabarettistischen Vergnügen namens "Grünbaum am...
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Giuseppe di Stefano
Der Hasardeur Das Glücksspiel war seine Leidenschaft. Als Glücksspiel betrieb er auch das Singen: Als der Teenager Ende der Dreißigerjahre einmal am Kartentisch Unsummen gewonnen hatte, begann er neapolitanische Volkslieder zu schmettern. Auf diese Weise entdeckte die Welt eine der schönsten Tenorstimmen des 20. Jahrhunderts. Die Legende Giuseppe d...
Markus Hinterhäuser
»Ein Werk wie ,Elektra' kann kathartische Wirkung haben!« Salzburgs Intendant, Markus Hinterhäuser, über Festspiel-Programme und die Trivialität aktueller Bezüge. Die Presse: Unser Gespräch findet in einer Zeit statt, die Sie sich eigentlich freigehalten haben, um für einen Ihrer Auftritte als Pianist bei den Festspielen zu üben. Wann gibt der Festspielchef dem Festspielkünstler frei? Markus Hinterhäuser: Diese Zeit kommt dem Intendanten auch zugute. Da gehe ich in den dritten Stock des Festspielhauses. Da stehen sehr gute Klaviere. Dann mach' ich die Tür zu, nehme kein Telefon mit und bin für ein, zwei Stunden ganz allein. Und das gelingt Ihnen wirklich, so ganz »der Welt abhandenzukommen«? Immerhin häufen sich ja die Termine für den Intendanten, ein paar Tage vor Beginn der Festspiele. U...
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