Nachforschungen, die kleinere Wiener Veranstalter anstellen, um aufgrund ihrer eigenen Geschichte einen möglichst persönlichen Beitrag zum Mozartjahr leisten zu können, fördern unter Umständen aufschlußreiche Erkenntnisse zutage. Oder provozieren zumindest interessante neue Fragestellungen zu diversen Themen der Mu...
Die Kunde drang jüngst bis in den anderen Saal des Hauses, wo ganz herrlich musiziert wurde: Nebenan, hieß es hinter vorgehaltener Hand, da schabe ein Musiker gar fürchterlich auf seinem Instrument. Seine Name tut gar nichts zur Sache. Das Faktum selbst rief mir jedoch wieder eindringlich in Erinnerung, da...
MERK‘S WIEN
Wenn Hörer Huster werden
… und warum Taschentücher nur im Opernhaus gefährlich werden können…
Die Saison beginnt. Musiker aus dem In- und Ausland bevölkern seit Wochen wieder die Podien von Wiens symphonischen Tempeln Musikverein und Konzerthaus. Freilich: Erst jetzt hebt langsam das traditionelle, monatelange Festival an, bei d...
Betrachtet man nur die Auslastungsziffern der Bundestheater, dann hat das Publikum sein Urteil gefällt. Nicht die Staatsoper, auch nicht Burg- oder Akademietheater sind die beliebtesten Häuser, sondern die Volksoper. Vergleiche sind hier naturgemäß nicht angebracht. Die Zahlen weisen dennoch für das Haus ...
Eberhard Waechter und Ioan Holender ziehen Bilanz - zum ersten und letzten Mal . . .
»Ich war gegen euer System, aber ich gebe zu, ich habe noch nirgends ein Haus gefunden, in dem so hart gearbeitet wird, wie es jetzt hier der Fall ist.« So kommentierte eine Primadonna jener Ära den Beginn der Staatsopern-Arbeit des Wiener Direktoren-Duos. Wenige ...
Die Abschiedsbriefe kamen, das "Timing" stimmt, zu einem Zeitpunkt, der den Verehrern noch Gelegenheit gibt, anläßlich dreier Aufführungen von "Boris Godunow" Solidaritätskundgebungen zu veranstalten. Nach dem 20.Oktober aber wird Claudio Abbado der Wiener Oper nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die berühmte "Lücke", v...
Schani ist nicht Amadeus - er ist viel goldiger
Eine Fernsehserie verunglimpft sechsmal eineinhalb Stunden lang Johann Strauß
Eine größere Filmproduktion ist hierzulande nie gemacht worden. Sechs Folgen `a 90 Minuten Fersehfilm zum Thema Johann Strauß, oder besser: Die Strauß Dynastie. Runde 350 Millionen Schilling hat die Produktion gekost...
Die Presse, 30.9.1991
Die Außergewöhnlichen
Die Konzertsaison begann mit Fedosejew und seinem Orchester
Man fragt sich, was da noch nachkommen soll: Wladimir Fedosejew und sein Moskauer Rundfunkorchester gaben, weil gerade auf Tournee, den Startschuß zur Konzertsaison in Graz, Salzburg und im Wiener Musikverein. Vier verschiedene Programme, und jed...
So begann die kurze Ära Eberhard Waechters als Direktor der Wiener Staatsoper. Der spätere Langzeit-Intendant Ioan Holender war damals der Generalsekretär des Hauses am Ring - und die beiden planten eine nahezu premierenlose Spielzeit, um das Repertoire zu erneuern.
Pläne und erste Erfahrungen im September 1991.
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Wiens Operntraum lebt wieder auf
Kommentar im Gefolge der ersten Wochen der neuen Staatsopern-Ära, die nach dem Wunsch des neuen Direktors Eberhard Waechter mit einer Spielzeit ohne Premieren begann und vor allem der Pflege des Repertoires gewidmet war.
21. September 1991
Die jüngste "Salome"-Aufführung in der Wiener Staatsoper rief mir...