Alle Beiträge von sinkothekar

Seiji Ozawa

Der ganz normale Superstar Seiji Ozawa bereitet an der Staatsoper "Pique Dame" vor

So salopp wie er gibt sich keiner: Seiji Ozawa, in aller Welt begehrter Spitzendirigent, von Schallplattenfirmen wie Operndirektoren oder Konzertveranstaltern gleichermaßen umschwärmt, schafft keinen eitlen Personenkult um sich. Im Gegenteil: Seine Arbeit, das Dirigieren, betreibt er als eine Art "ganz normalen Job". Es scheint, als könnte er die Musik, die Beschäftigung mit ihr, außerhalb der Proben- und Konzertzeit ad acta legen wie ein anderer ein eben bearbeitetes Konvolut von Dokumenten. So distanziert und gelassen spricht Ozawa auch über seine Tätigkeit. Ein Gefühl wie Ehrgeiz ist ihm, scheint's, völlig fremd. Wo man ihn mag und einlädt, dirigiert er. Wenn er Zeit hat. Und er hat naturgemäß wenig Zeit...

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Seefehlner

Der ideale Operndirektor Hofrat Egon Seefehlner zum 80. Geburtstag Wenn heutzutage manche Kommentatoren so tun, als wäre es ein geradezu vorsintflutliches Anliegen, die Wiener Staatsoper wieder zu einem funktionierenden Repertoiretheater zu machen, dann übersehen sie geflissentlich, daß die Zeiten, die da beschworen werden, noch gar nicht so lange ...

 

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Wallmann

Zum Tod der Tänzerin und Regisseuse Margarethe Wallmann Als man dem großen Bruno Walter nach der Premiere von Glucks "Orpheus und Eurydike" anläßlich der Salzburger Festspiele 1931 gratulierte, weil er so phantastisch dirigiert hätte, konterte er: "Dirigiert? Ich habe ganz vergessen zu dirigieren, ich habe die Choreographie bewundert". Das einzigartige Lob galt Margarethe Wallmann, die damals ihre erste Arbeit für die Festspiele geliefert hatte und mit dieser, allgemein als "atemberaubend" apostrophierten Leistung den Grundstein zu einer bemerkenswerten Karriere legte. Die im Juni 1904 in Wien geborene Künstlerin war zuerst Tänzerin, in der W...

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Messiaen

Großer Einsamer im unendlich weiten Land Zum Tode des katholischen Komponisten Olivier Messiaen Tiefer, bis in die kleinste Faser seines Künstlertums erlebter Glaube war seine immer wieder sich erneuernde Antriebskraft. Seine Musik: tönender Katholizismus. Aber nicht nur. Olivier Messiaen, der 83jährig an den Folgen einer Operation in der Nacht zum Dienstag in Paris gestorben ist, war auch ein Naturanbeter. Sein Mystizismus suchte die letzten Geheimnisse des Spirituellen ebenso zu ergründen wie jene des irdischen Lebens. So wurde sein Werk zum kosmischen Klangereignis, band Tausende Vogelstimmen, Gezwitscher, Gezirpe, Geflöte ebenso zur überw...

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Beethovens Klavier

Beethovens Flügel kommt nach Wien Nur sechsmal darf der restaurierte Flügel bespielt werden Für musikhistorisch interessierte Konzertbesucher enthält das Mai-Programm der Wiener Konzerthausgesellschaft zwei besondere Daten. Am 5. und am 7. Mai steht nämlich ein besonderes Instrument auf dem Podium: der Flügel, den Ludwig van Beethoven im Jahr 1818 ...

 

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Volksoper

Die Volksoper ist wichtig

Der plötzliche, tragische Tod von Eberhard Waechter hat nicht nur betroffen gemacht. Er stellt das Wiener Musikleben auch vor vielfältigere Schwierigkeiten als die Beobachter im ersten Moment vielleicht angenommen haben mochten. Denn über den Diskussionen um die Fortführung der von Waechter begonnenen Arbeit ist allenthal...

 

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Michael Heltau

Alles für Marcel Prawy Michael Heltau über sein Volksopern-Engagement für Robert Stolz

Alles nur wegen dem Prawy", sagt Michael Heltau liebevoll, wenn die Rede auf die Robert-Stolz-Revue kommt, die heute abend in der Volksoper Premiere hat. "Beim Prawy bin ich immer gefährdet. Wenn er zu mir kommt und sagt: Könnten wir nicht dies und das miteinander machen, dann sag' ich immer gleich ja." Der Grund dafür: "Es fasziniert mich einfach, zu sehen, wieviel in seinem Hirn und seinem Herzen Platz hat an Musik. Er kommt aus dem Philharmonischen, erzählt, wie wunderbar die Christa Ludwig gesungen hat und ist gleichzeitig schon ganz bei uns, bei Robert Stolz.." Und ein Abend, nur mit Musik von Robert Stolz, reizt den Schauspieler? "Oh ja," sagt er ganz überzeugt, "Ich glaube, mit ,Servus Du' kommen...

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Holender Portrait

APERÇU

Von der Grauen Eminenz zum Kaiser Des mächtigen Sänger-Agenten Ioan Holenders Metamorphose zum Operndirektor Mit der Ernennung des Kammersängers Eberhard Waechter zum Direktor der Staatsoper haben sich die Kommentatoren, auch die, die den Avantgardismus um jeden Preis auf ihre Fahnen geheftet haben, gerade noch abgefunden. Aber daß der Säng...

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Holenders Metamorphose

Von der Grauen Eminenz zum Kaiser Des mächtigen Sänger-Agenten Ioan Holenders Metamorphose zum Operndirektor

Mit der Ernennung des Kammersängers Eberhard Waechter zum Direktor der Staatsoper haben sich die Kommentatoren, auch die, die den Avantgardismus um jeden Preis auf ihre Fahnen geheftet haben, gerade noch abgefunden. Aber daß der Sänger-Agent Ioan Holender an Waechters Seite ins Haus am Ring einziehen sollte, das provozierte heftigsten Widerspruch. Da wollte einer, der viele Jahre lang schier allmächtig den Opernbetrieb sozusagen aus dem Hinterhalt gegängelt hatte, mit einem Mal die Fronten wechseln? Und mit dem "Verkauf" seiner Agentur an eine sozusagen staatliche Gesellschaft, die von der Gewerkschaft betriebene "Internationale Künstlervermittlung", sich auf Raten ein beachtliches...

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Ioan Holender

APERÇU

Nicht wieder Allerweltstheater

In Österreich werde, so bestätigte anläßlich der Jubiläumsfeiern der Wiener Philharmoniker auch Franz Vranitzky, künstlerischen Entscheidungen oft mehr Bedeutung beigemessen als dem politischen Schicksal eines Bundeskanzlers. Nur wenige Stunden später galt es plötzlich, eine solche Entscheidung, die heikelste...

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