Das Oktett Es-Dur op. 103 von Ludwig van Beethoven (1792/93)
Ein Bonner Jugendwerk mit posthumer Opuszahl
Das Oktett Es-Dur op. 103 entstand vermutlich 1792 in Bonn und war ursprünglich als „Parthia dans un Concert“ für die vorzügliche Hof-Harmonie des Kurfürsten Maximilian Franz gedacht, Beethovens letztem Bonner Mäzen. Die Besetzung (2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Hörner, 2 Fagotte) entspricht dem typischen Personal einer kurfürstlichen „Tafelmusik“-Besetzung jener Jahre.
Daß Beethoven just mit der Gattung des Klaviertrios ein erstes Zeichen setzte, hat mit der Beliebtheit der Triobesetzung - nicht nur in Wien - in jenen Jahren zu tun. Seit Mitte des XVIII. Jahrhunderts blühte die Kammermusik in der kaiserlichen Residenzstadt. Da auch das bürgerliche Leben langsam zu voller Größe erwachte, musizierte man in der praktischen Trio-Besetzung in den Salons der Stadt. Als Mozart nach Wien kam, waren im Handel Stimmen für an die siebzig verschiedene Trio-Kompositionen erhältlich. Wobei es sich stets um groß angelegte Klaviersonaten »mit Begleitung« zweier Streichinstrumente handelte. Erst nach und nach emanzipierten sich Geige und - zuletzt auch - das Cello vom Klavier und wurden zu gleichberechtigten Partnern.
Konzert D-Dur op. 61
Die Klavierfassung
Beethovens einziges Violinkonzert entstand in der zweiten Hälfte des Jahres 1806, parallel zu den Arbeiten am Vierten Klavierkonzert. Geschrieben war es für jenen Geiger, der am ersten Pult des Orchesters des Theaters an der Wien musizierte, Franz Clement. Beethoven kannte ihn, seit er ein Kind war....
Streichquartett F-Dur op. 135
1826
AllegrettoVivaceAssai lento, cantante e tranquilloGrave, ma non troppo tratto – Allegro
Beethovens Verleger Schlesinger überliefett die (möglicherweise wirklich authentische) Geschichte, daß der Komponist nur auf sein Drängen hin sein letztes, viersätziges Streichquartett vollendete. Angeblich sind die im Aut...
Ludwig van Beethoven
»Rasumowsky-Quartette«1804-1806
Von Beethovens neuer Streichquartett-Serie erfuhr die Wiener Öffentlichkeit spätestens 1807. Die Werke waren zuvor bereits in Beethovens Wohnung in der Wollzeile oder im Palais des Auftragsgebers - vermutlich durch das Schuppanzigh-Quartett - erstmals gespielt worde...
Streichquartett a-Moll op. 132
1825
Assai sostenuto – AllegroAllegro ma non tantoHeiliger Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit, in der lydischen Tonart.Alla Marcia, assai vivace – Più AllegroAllegro appassionato – Presto
Das a-Moll-Quartett ist, chronologisch gesehen, das zweite der drei für den Fürsten Galitzin komponierten Streichquart...
Die späten Streichquartette
1826/27
Seit ihren Uraufführungen gelten die späten Streichquartette Beethovens als harte Nuss, die zu knacken erst dem 20. Jahrhundert gegeben war. Der Komponist sprengt hier alle Grenzen der klassischen Form und der harmonischen Gesetze. Die Kühnheiten der Werke op. 127, 130 - 133 und 135 nehmen in manchen Momenten sch...
Streichquartett Es-Dur op. 74
1809
Dieses sogenannte Harfenquartett ist wie die Sechserserie op. 18 dem Fürsten Franz Joseph von Lobkowitz zugeeignet. Seinen kuriosen Beinamen hat das Werk von den Pizzicato-Passagen am Ende der Durchführung des Kopfsatzes, die als prägnantes Element gegen Ende dieses Satzes nochmals iwederkehren...
Ludwig van Beethoven
»Rasumowsky-Quartette«1804-1806
Von Beethovens neuer Streichquartett-Serie erfuhr die Wiener Öffentlichkeit spätestens 1807. Die Werke waren zuvor bereits in Beethovens Wohnung in der Wollzeile oder im Palais des Auftragsgebers - vermutlich durch das Schuppanzigh-Quartett - erstmals gespielt worde...
Ludwig van Beethoven
»Rasumowsky-Quartette«1804-1806
Von Beethovens neuer Streichquartett-Serie erfuhr die Wiener Öffentlichkeit spätestens 1807. Die Werke waren zuvor bereits in Beethovens Wohnung in der Wollzeile oder im Palais des Auftragsgebers - vermutlich durch das Schuppanzigh-Quartett - erstmals gespielt worde...