Kategoriearchiv: Rezensionen

Diese Liebe glaubt man nicht

Wiener Staatsoper. Ein wenig Mitleid mit „Eugen Onegins“ traurigem Mädchen, gesungen von Asmik Grigorian, ein wenig Sorge um das Wiener Opernrepertoire. Was hätte schiefgehen sollen, fragt man sich: „Eugen Onegin“ mit Boris Pinkhasovich, Asmik Grigorian, Bogdan Volkov. Alle drei boten die von ihnen erwarteten, teils außergewöhnlichen Leistungen. Do...

 

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»Onegin« mit der Grigorian in Wien

Kann eine Vorstellung mit Asmik Grigorian schiefgehen? Nein. Aber sie kann viele Fragen bezüglich des Zustands der Wiener Staatsoper aufwerfen...

Pikhasovich/Griogrian (Foto: Pöhn)

Was soll schiefgehen, fragt man sich, wenn man den Besetzungszettel studiert: Die Staatsoper präsentiert Tschaikowskys „Eugen Onegin“ mit Boris Pinkhasovich in der Titelpartie, Asmik Grigorian als Tatjana und Bogdan Volkov als Lenski. Alle drei bieten die guten, teils sogar außergewöhnlichen Leistungen, die man von ihnen erwartet. Doch wirklich künstlerisch entfalten können sie ihre Talente nicht, weil man ihnen weder szenisch noch musikalisch den nötigen Halt gibt. Man leidet an diesem Abend kaum mit Puschkins Unglücksfiguren, eher hadert man mit dem Schicksal, das dem Repertoirebetrieb im Haus am Ring offenbar beschieden ist.

 

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Intimität im großen Stil

Solistisch oder kammermusikalisch, gesungen oder instrumental: Die Besten der Besten geben einander in Salzburg wieder die Klinke in die Hand. Den Reigen der Pianisten führt diesmal (am 28. Juli) Grigory Sokolov an, seit vielen Jahren ein Garant für ein ausverkauftes Großes Festspielhaus. Er reist stets mit einem dreiteiligen Programm an, von dem z...

 

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Von Liebe und Pflicht

Auch ohne Kostüm und Maske können Opern ihre ganz besondere Kraft entfalten. Wenn Veranstalter Oper in konzertanter Form anbieten, wird oft die Sinnfrage gestellt: Konzert bleibt Konzert, Oper bleibt aber doch wohl nur Oper, wenn sie nicht ihrer szenischen Komponente beraubt wird. Aber die Erfahrung lehrt: Oft entfalten musikdramatische Werke ihren...

 

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Kaleidoskop der Liebe

Vom Schmerzenskind zum Glanzstück: "Ariadne auf Naxos" ist ein Juwel aus der Werkstatt von Hofmannsthal/Strauss. Ungekünstelt darf man die Sache nicht nennen. Hugo von Hofmannsthals und Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos" gehört zu den vertracktesten Kunstwerken des frühen 20. Jahrhunderts, würfelt barocke Theaterfiguren u...

 

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Muti mit Haydn: Die schillerndste Monokultur

Die Philharmoniker und die drei letzten Londoner Symphonien im Musikverein: eine Abenteuerreise. Ein reines Haydn-Programm? Zum Jubiläum 1983 fand sich keiner der ständigen philharmonischen Dirigenten dazu bereit. Riccardo Muti stand als prägender Maestro erst in den Startlöchern. Er war bald zu erstaunlichen Überraschungen in Sachen Wiener Traditi...

 

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Klassik, neu geboren

Kirill Petrenko und Gautier Capuçon mit den Berliner Philharmonikern erstmals im Haydn-Saal von Schloss Esterházy als »Europakonzert«. Einen Tag vor ihrem Gastspiel im Wiener Musikverein konzertierten die Berliner Philharmoniker erstmals im Schloss Esterházy, mit dem Cellisten Gautier Capuçon. Wer aber angenommen hätte, als Verbeugung vor dem Geniu...

 

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Die Berliner in Eisenstadt

Kirill Petrenko und Gautier Capuçon mit den Berliner Philharmonikern erstmals im Haydn-Saal von Schloss Esterházy.

Einen Tag vor ihrem Gastspiel im Wiener Musikverein konzertierten die Berliner Philharmoniker unter der Leitung ihres Chefdirigenten erstmals im Haydn-Saal von Schloß Esterházy. Mit von der Partie war Cellist Gautier Capuçon.. Wer aber angenommen hätte, angesichts einer Verbeugung vor dem Genius loci hätte man eines seiner Cellokonzerte einstudiert, der irrte. Man gab Tschaikowskys Rokokovariationen und setzte vor das für die Tournee längst geplante Programm lediglich eine kurze Haydn-Ouvertüre (Hob. 1a/7).

 

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Weisheit und Freiheit: Der Klang des Alters

Klassik. So manchen Musikern gelingen noch mit über 90 wahre Wunder: Welche ganz eigenen, zum Teil versunkenen Tugenden diese Alterskunst zum Leuchten bringt. Er war 96, als er im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses erschien, um einen Klavierabend zu geben. Bach, Mozart, Chopin. Die Hochachtung für den alten Mann, der da ganz vorsichtig zum Flügel ...

 

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