Kategoriearchiv: Feuilleton

Solti in London

London im Solti-Fieber Der Achtzigjährige feierte - auch mit Verdi Das Programm für den großen alten Mann war staunenerregend und hätte wohl manchen jüngeren Kollegen überfordert. Eine Feier im Buckingham Palast, ein abendlicher Empfang beim Premierminister, eine ausgiebige Party der Schallplattenfirma, zwischendurch noch Proben und Aufführungen fü...

 

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Georg Solti

Der Feldmarschall ist 80 Dem Dirigenten Sir Georg Solti zum Geburtstag Gefeiert wird selbstverständlich in London. Selbstverständlich? Ein ungarischer Künstler, lange Zeit geradezu aus Überzeugung "deutscher" Dirigent, langjähriger Chef eines der ganz großen amerikanischen Orchester, Nachfolger Karajans als künstlerischer Leiter der Salzburger Oste...

 

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Brendels Beethoven

Verschmitzter Gigant Alfred Brendels Beethoven-Zyklus begann Nicht zum ersten Mal reist Alfred Brendel mit dem Gesamtzyklus der Beethovensonaten um die Welt. Im Musikverein markierte der Künstler damit, man spürte es an der Atmosphäre im Saal, den ersten Höhepunkt der jungen Konzertsaison. Eine späte, drei frühe Sonaten hinterließen ein staunendes ...

 

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Roman Haubenstock-Ramati

Jetzt endlich haben wir "Amerika" entdeckt Der "steirische herbst" rehabilitiert Haubenstock-Ramatis Avantgarde-Gipfelwerk Nicht verzweifeln, auch darüber nicht, daß du nicht verzweifelst" das Motto über Roman Haubenstock-Ramatis Kafka-Oper "Amerika" erhielt in der Grazer Premiere anläßlich des "steirischen herbstes" einen eigenwilligen Doppelsinn....

 

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Tzimon Barto

Wahrhaft transzendent Tzimon Barto spielte beim Linzer Brucknerfest Liszt Transzendente Virtuosität" verlangt Franz Liszt widmungsgemäß von den Interpreten seiner mächtigen Etüdensammlung. Transzendenz mit doppeltem Boden. Die Anforderungen, die der Komponist an die Klavierspieler seiner Zeit stellte, übertrafen alles, was bis dahin im Hinblick auf...

 

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Beethovens Klavier

Beethovens Broadwood-Flügel

Als Geschenk der Firma Broadwood erzielt Ludwig van Beethovens einst den damals modernsten Konzertflügel der Welt. Heute steht das Instrument in Budapest im Museum. Anläßlich einer kurzfristigen Reise nach Wien, durfte Melvyn Tan das Instrument spielen - er und der Restaurator berichteten über ihre Erfahrungen.

Für musikhistorisch interessierte Konzertbesucher enthielt das Mai-Programm der Konzerthausgesellschaft Anno 1992 zwei besondere Daten. Am 5. und am 7. Mai stand nämlich ein besonderes Instrument auf dem Podium: der Flügel, den Ludwig van Beethoven im Jahr 1818 vom englischen Klavierbauer Broadwood als Geschenk erhalten hatte.Franz Liszt hat das Instrument später erworben. Heute ist es Eigentum des ungarischen Nationalmuseums.Die Plattenfirma EMI ließ den legendären Broadwood-Flügel für einige Konzerte (und Aufnahmen) zu reaktivieren.

 

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Lohner in der Oper

Helmut Lohner in "Ariadne" an der Staatsoper In der ersten Woche der neuen Spielzeit präsentierte die Staatsoper eine als "Wiederaufnahme" avisierte Aufführung von Strauss' "Ariadne auf Naxos". Chancen für intensive Probenarbeit dürften sich also kaum geboten haben. Helmut Lohner wagte sich einen Tag vor seiner "Tartuffe"-Premiere in der Josefstadt...

 

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Musical „Elisabeth“

Was für ein Kaiserinnen-Schmarrn Wie das Wiener Musical "Elisabeth" jede "Sissi"-Reprise im Fernsehen rechtfertigt Bisher galt Ernst Marischka, der Schöpfer der allseits beliebten "Sissi"-Filme, als kühner Geschichtsverfälscher und -verkitscher. Auch die Erfinder des "Elisabeth"-Musicals, das sich Peter Weck zum Ausklang seiner Ära geschenkt hat, s...

 

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Härtlings Schubert

Worte und Töne - fingerkuppennah Peter Härtling über seinen "Schubert" und die Kunst, schriftstellernd die Musik zu lieben Schubert wandert durch viele meiner Romane durch. Für mich selbst sonderbar." Peter Härtling, Jahrgang 1933, hat dem Kind nun seinen Namen gegeben: "Schubert" heißt sein jüngstes Buch, das zum Thema hat, worüber der in Hessen lebende Chemnitzer seit langen Jahren dichtet. Musik ist für Härtling immer schon "als Thema vorhanden" gewesen, wie er im Gespräch mit der "Presse", kurz vor seiner selbstverständlich von Schubert-Musik untermalten - Dichterlesung in Wien bekennt. "Einer meiner ersten Romane, ,Niembsch oder Der Stillstand', ein Buch über Nikolaus Lenau und Don Juan, hatte den Untertitel: Eine Suite." Musikalische Formgebung im großen und im kleinen. Auch der jüng...

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Kaplans Mahlerbuch

Was wollte Gustav Mahler wirklich? Wie Gilbert Kaplan die Wahrheit ans Licht zu bringen versucht Gilbert Kaplan hat wieder zugeschlagen. Vielerorts belächelt, freilich auch viel bewundert, zog der schwerreiche New Yorker Börsenmakler vor Jahren durch die Lande, um in aller Welt Mahlers Zweite Symphonie zu dirigieren. Als Amateur im wahrsten Sinne des Wortes wollte er nichts als dieses Werk interpretieren, brachte eine Schallplattenaufnahme mit einem Londoner Orchester heraus und schloß dieser Edition auch eine Ausgabe sämtlicher Mahler-Briefe an, die irgendwie mit dieser "Auferstehungssymphonie" zu tun haben. Das war aufschlußreich, wenn auch - wie sich herausstellt - nur der Anfang einer Mahler-Aufklärungskampagne des musikfanatischen Millionärs. Jetzt holt er zum zweiten Streich aus und ...

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