Alle Beiträge von sinkothekar

Oleg Maisenberg war der Meister des seelenvollen Klavierklangs

Nachruf. Im 81. Lebensjahr starb am Donnerstag ein außerordentlicher Künstler: Keiner konnte sein Publikum mit Klavierklängen so vollständig verzaubern wie Oleg Maisenberg. In Odessa geboren, hatte er seine zweite Heimat in Wien gefunden. Wien war seine Schicksalsstadt. Hier blieb er, nachdem man ihn endlich aus der Sowjetunion ausreisen ließ. In O...

 

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Heinrich Wiesmüller: Er war Salzburgs Fels in der Brandung

Der langjährige Salzburger Festspielpräsident und -kurator starb am 15. April im Alter von 89 Jahren. Ruhe, Umsicht und ein versöhnliches Wesen attestierte ihm, wer mit ihm zusammenarbeiten durfte. Eigenschaften, die Heinrich Wiesmüller brauchte – ein halbes Jahrhundert lang bei der Führung des Bankhauses Spängler, aber nicht minder in den verschie...

 

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„Ich weiß nicht, wie ich das als Bub geschafft hab!“

Rudolf Buchbinder im Gespräch. Der Wiener Pianist feiert seinen Geburtstag, den 70. Jahrestag seines Debüts im Wiener Konzerthaus – und spielt in aller Welt. Die Presse: Im Dezember feiern Sie Ihren Achtziger. Im Wiener Konzerthaus schenken Sie sich und Ihrem Publikum den Zyklus der 32 Beethoven-Sonaten. Rudolf Buchbinder: Es ist mein 62. Beethoven...

 

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Was Karajan wirklich konnte!

NEUE CD

Bruckner VII – Karajan live 1962

Vielfach hat man kritisiert, Herbert von Karajan hätte bei seinen Schallplattenaufnahmen allzusehr auf geglättete Oberfläche und klangliche Bügelfalte gesetzt. Man warf ihm Perfektionismus und Technokratentum vor. Vielleicht rücken Livemitschnitte diese Ansicht zurecht: Soeben hat das Label Pristine eine Aufnahme aus London veröffentlicht: Bruckners Siebente Symphonie, gespielt von den Wiener Philharmonikern anläßlich ihrer großen Tournee mit dem damaligen Direktor der Wiener Staatsoper – also damit ihrem de facto »Chefdirigenten« – im Jahr 1962. Und da kann man dank der fabelhaften akustischen Restaurationsarbeit von Andrew Rose hören, was das Faszinosum Karajan wirklich ausgemacht hat: Perfektionismus, schön und gut, natürlich wird hier auf allerhöchstem technischen Niveau Musik gemacht; aber was an formaler Beherrschung bei gleichzeitiger unausgesetzter Hochspannung und dramatischer Stringenz erreicht wird, erklärt, warum das Publikum gebannt lauschte und dann in Ovationen ausbrach.
Denen möchte man sich heute noch anschließen…

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Mozarts »Kleine Nachtmusik«

Der jüngste Podcast

Die von Mozart selbst so genannte »Kleine Nachtmusik« ist nicht »klein«, sondern ein bedeutendes Werk aus Mozarts Reifeperiode, parallel zum »Don Giovanni« entstanden und eine der populärsten »Nummern« in den Klassik-Bestenlisten. Jeder kann die Eingangsmelodie nachsingen – aber hat jemand je genau zugehört, wie es weitergeht? Der Komponist bietet ein komplexes, intellektuell vergnügliches Hörerlebnis, gaukelt uns gleichzeitig aber so etwas wie musikalische Volkstümlichkeit vor: Das wunderbare Gemisch aus Einfachheit und Raffinement, das die »Zauberflöte« vier Jahre später zum singulären Opernerfolg gemacht hat, feiert hier bereits fröhliche Urständ‘.

Zum Jubiläum unserer »Presse«-Podcastreihe »Klassik für Taktlose« haben Katrin Nussmayr und der Sinkothekar die vielschichtigkeit dieser »großen« Serenade unter die Lupe genommen.

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Zum Tod des profunden Opernkenners Heinz Irrgeher

1942-2026 (Foto: privat)

Der Jurist, Musikwissenschaftler und langjährige Präsident der „Opernfreunde“ starb 84-jährig nach langer Krankheit. Zuallererst war Heinz Irrgeher einer der gesuchten Gesprächspartner für den Pausentratsch in den Foyers der Wiener Staatsoper. Man kannte ihn. Er war als Präsident des Vereins der Freunde der Wiener Staatsoper (1981-1994) einer der umtriebigsten Musikkenner der Stadt.

Und einer, der dank seiner Kontakte nicht nur über Spitzen- und Misstöne auf der Bühne, sondern auch über die hinter der Szene bestens informiert war. Seine Interviews mit Sängerstars von Birgit Nilsson oder Renata Tebaldi bis Franco Co...

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Rudolf Buchbinders 62. Beethoven-Zyklus zum 80. Geburtstag

INTERVIEWDer Wiener Pianist feiert nicht nur seinen Geburtstag sondern auch den 70. Jahrestag seines Debüts im Konzerthaus – und spielt in aller Welt.

Jede Sonate ist ein eigenes Monstrum!

Im Dezember feiern Sie Ihren Achtziger. Im Wiener Konzerthaus schenken Sie sich selbst und Ihrem Publikum den Zyklus der 32 Beethoven-Sonaten an sieben Abenden.Es ist mein 62. Beethoven-Zyklus!

Das dürfte ein Rekord sein. Nicht Ihr einziger, im übrigen. In welchem Zeitraum ist Ihnen das gelungen?

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