Alle Beiträge von sinkothekar

»Ring«-Finale in Berlin

Zunächst ein Philharmonisches

Vormittags überträgt Ö1 live das philharmonische Abonnementkonzert unter Franz Welser-Mösts Leitung aus dem Wiener Musikverein. Auf dem Programm: Die schon bei den Salzburger Festspielen im Vorjahr bewährte Melange aus Wagners »Parsifal«-Vorspiel und der unmittelbar darauf folgenden Richard-Strauss-Tondichtung »Tod und Verklärung«. Nach der Pause Antonín Dvořáks lebenssprühende Achte Symphonie.

Detail am Rande: Die pausenlose Präsentation des Wagner-Vorspiels und der Strauss-Tondichtung hat beim Festspielpublikum damals Verwirrung ausgelöst: Manche meinten, um das Strauss-Werk betrogen worden zu sein, das doch gar nicht gespielt wurde . . .

»Götterdämmerung«

Heute live im Berliner Radio – auch via Internet zu empfangen (16 Uhr): Wagners »Götterdämmerung« aus der Lindenoper unter Christian Thielemanns Leitung. Dritter Teil des neuen »Ring«-Zyklus der Deutschen Staatsoper.

Mit Andreas Schager (Siegfried) und Anja Kampe (Brünnhilde).

»Siegfrieds Tod«

Staatsopern-Gefechte

APERÇU

Wiens Opernzank und seine medialen Blüten Was wir zwischen den Zeilen über Führungskultur und die Zukunft unserer Staatsoper erfahren.

Das ist mehr als ein Sturm im Wasserglas: Der Musikdirektor der Wiener Staatsoper, Philippe Jordan, hat ein Zeitungsinterview gegeben, in dem er ganz grundsätzlich über die Exzesse des Regietheaters in den ...

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Mahler, szenisch

Mahler in der Staatsoper

Umstritten war der Versuch, eine frühe Mahler-Kantate und die »Kindertotenlieder« zu einem musiktheatralischen Kunstwerk zu machen, um an der Wiener Oper auch einmal eine szenische Mahler-Produiktion herauszubringen. Neugierige, die diese »Inszenierung« des berüchtigten Bilderstürmers Calixto Bieito nicht live erleben möchte, aber doch sehen wollen, was im Haus am Ring vor sich geht, können die heutige Vorstellung im Livestream begutachten.

Mit von der Partie ist unter anderem Staatsopern-Debütant Florian Boesch – seine erste Staatsopern-Premiere dirigierte der hochbegabte Lorenzo Viotti.

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Opernkrise in Wien

Das Wiener Himmelfahrtskommando Was wir zwischen den Zeilen über Führungskultur und die Zukunft unserer Staatsoper erfahren.

OPERNTRATSCH

Das ist mehr als ein Sturm im Wasserglas: Der Musikdirektor der Wiener Staatsoper, Philippe Jordan, hat ein Zeitungsinterview gegeben, in dem er ganz grundsätzlich über die Exzesse des Regietheaters in den inte...

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»Siegfried«

Heute live im Berliner Radio – auch via Internet zu empfangen (16 Uhr): Wagners »Siegfried« aus der Lindenoper unter Christian Thielemanns Leitung. Dritter Teil des neuen »Ring«-Zyklus der Deutschen Staatsoper.

Andreas Schager beim »Schmiedelied«

Mit Matthias Volle (Wanderer), Andreas Schager (Siegfried) und Anja Kampe (Brünnhilde).

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»Todsünden«

Nur noch drei Sündentage

Nur noch bis 8. Oktober steht der Stream der bemerkenswerten Kurt-Weill-Produktion »Die sieben Todsünden« aus der Opera North auf der Plattform Operavision online. Eines der geglücktesten – und gleichzeitig das letzte der – Experimente der Musiktheaterwerkstatt Bertolt Brechts mit dem Komponisten der »Dreigroschenoper«, in einer viel gelobten szenischen Realisierung durch Gary Clark mit Wallis Giunta und Shelley Eva Haden in den Rollen von Anna I und Anna II.

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Schubert, live

Leonskaja spielt Schubert

Scnubert-CD (Warner)

Die seit langem in Wien lebende Pianistin Elisabeth Leonskaja hat im Lockdown nicht nur sämtliche Mozart-Klaviersonaten für CD aufgenommen, sondern auch ihr Schubert-Projekt vervollständigt.

Auf CD sind nun die meisten Klaviersonaten des Komponisten in ihrer Interpretation greifbar. Bei der Schubertiade hat Leonskaja einige Schubert-Werke, darunter die wunderbare, fragmentarisch hinterlassene C-Dur-Sonate (»Reliquie«) und die »Wandererfantasie« gespielt.

Der Livemitschnitt ist heute, Dienstag, abend in Ö1 zu hören.

Regie-Müll

APERÇU

Regie-Müll erstickt die Oper. Nicht alle wollen da mitmachen In einem Rundumschlag gegen die Umtriebe der Regisseure erläuterte Staatsopern-Musikchef Philippe Jordan, warum er nicht über 2025 bleibt.

"Ach, ich guck einfach nicht hin", meinte einst Christian Thielemann auf meine Frage, wie er es mit den verrückten Inszenierungen halte, zu d...

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Philippe Jordan verläßt Wien

„Ach, ich guck einfach nicht hin“, meinte einst Christian Thielemann auf meine Frage, wie er es mit den verrückten Inszenierungen halte, zu denen er immer öfter gezwungen war, Musik zu machen. Genau betrachtet hat die ästhetischen Gräueltaten der Regisseurszunft offenbar aber Philippe Jordan. Der Musikdirektor der Wiener Staatsoper hat in der Sonntagsausgabe des „Kurier“ resigniert festgestellt: Er hätte sich der Illusion hingegeben, im Musiktheater noch etwas Sinnvolles erreichen zu können – und nun müsse er erkennen, dass dies ein Irrglaube gewesen sei. Fazit: Jordan wird sich 2025 nach Ablauf seines Vertrags aus Wien verabschieden.

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