Alle Beiträge von sinkothekar
Hochkultur und Niveau
Niveau ist gut, Geld ist besser
Glattes Eis, ein Paradeis, für den, der gut zu tanzen weiß", reimte einst Friedrich Nietzsche. Die derzeit laufenden Debatten über die Säulenheiligen des Wiener Kulturlebens, Philharmoniker und Staatsoper, lassen hoffen, dass sich alle Beteiligten bei dem von ihnen begonnenen Glatteis-Ballett als gute Tänzer entpupp...
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Domingos Jubiläum 2007
Wen die Wiener ins Herz geschlossen
Auf den Tag genau vierzig Jahre wird es her sein, dass Placido Domingo erstmals an der Wiener Staatsoper gesungen hat, wenn der Tenor am kommenden Samstag noch einmal als Sänger in Erscheinung tritt. Wiens Opernfreunde zählen ja zu den treusten der Welt. Wen sie einmal ins Herz geschlossen haben, den bejubeln si...
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Die Philharmoniker und die Oper
Was, wenn Meister nicht mehr wollen?
Die Rute steht im Fenster. Clemens Hellsberg, Vorstand der Wiener Philharmoniker hat sich, wie das so schön heißt, weit hinausgelehnt. Der Ausblick, den er aus dem gewählten Fenster genießt, reicht weit - aber nicht nur bis zum Horizont, den das internationale Musikleben für ein Meisterorchester absteckt, sonde...
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Was Kultur kostet
Wie teuer ist mir Jennifer Lopez?
Es geht um die Verhältnismäßigkeit. Wenn ich mir, sagen wir, für das Konzert von Nena, das für 23. August in Krems angekündigt ist, eine Eintrittskarte kaufe, die vielleicht 60 Euro kostet, schlage ich damit über die Stränge? Seit ich gelesen habe, dass ein russischer Milliardär mehr als zwei Millionen Euro ausgib...
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Kultur im Fernsehen
Hochkultur statt Seifenoper!
Die Sache mit dem Fernsehen ist beinah so schwierig zu erklären wie die mit dem Fußball. Dass man sich für beides nicht interessiert, scheint einem enormen Prozentsatz der Menschheit in unseren Breiten absurd. Ich kenne engagierte Opernfans, die von bestimmten Aufführungsserien keine Vorstellung versäumen, zuweilen abe...
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ANALOG GEGEN DIGITAL
Vinyl spricht immer noch Bände
Überhaupt, sagt Nestroy - man kann ihn nicht oft genug zitieren -, hätte der Fortschritt das an sich, dass er "viel größer ausschaut, als er wirklich ist". Den Wahrheitsgehalt dieses Satzes kann man auch im Elektrohandel und in CD-Geschäften studieren. Also, in CD-Geschäften nicht mehr lange, denn die wird es demnäch...
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Koproduktionen
Oper lässt sich vielfach verwerten
Hunderttausende Zuschauer haben sich am Sonntagabend via TV davon überzeugt, dass in der Wiener Staatsoper hie und da doch erlesene Kunstdarbietungen zu erleben sind, die wohl auch Betrachtern Freude machen können, die gar nicht daran denken, jemals den Fuß in ein Opernhaus zu setzen. Dass Österreich mit solchen ...
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Ernst Haefliger
Ernst Haefliger ist im 88. Lebensjahr in Davos gestorben, aktiv und um den jugendlichen Nachwuchs bis zuletzt bemüht, dem nicht zuletzt die Lehrtätigkeit der vergangenen Jahrzehnte, ein weises Buch über Gesangstechnik und - im Vorjahr erstmals abgehalten - ein nach Haefliger benannter Wettbewerb in Bern und Gstaad galten. Die schlanke, klug und ungemein wortdeutlich geführte Stimme machte den Tenor zu einem der begehrtesten Interpreten der Bachschen Evangelisten, von Mozarts Tenor-Partien und Schuberts Liedern, denen seine besondere Liebe galt. Noch im legendären Münchner "Tristan", den Lorin Maazel zur Wiedereröffnung des Prinzregententheat...
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Kurt Rapf
Im Lärm des Tagesgeschäfts und des glamourösen Starkults drohen solche Nachrichten gern vergessen zu werden. Und doch: Wie wären videotaugliche Konzert- und Theater-Ereignisse möglich ohne die liebevolle und kundige Aufbauarbeit von Meistern vom Schlage eines Kurt Rapf, der wenige Wochen nach seinem 85. Geburtstag in Wien gestorben ist? Er war ein Vollblutmusikant, dessen stets von Humor getragene, verbindliche Lebensart Generationen von Kollegen zu einem produktiven Miteinander animieren konnte. Erneuerungsgeist war seiner energiegeladenen, doch niemals überbordenden Wesensart offenbar angeboren. Oder zugewachsen in den wirren Zeiten, in den...
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