
Ö1 sendet den Mitschnitt der Premiere von Gounods „Faust“ im Münchner Nationaltheater, in der Jonathan Tetelman, einer der meistgesuchten Tenöre der jungen Generation, sein Debüt in der Titelrolle feierte.
Der Mann mit dem schon legendär sicheren hohen C punktete auch diesmal wieder mit Bombenhöhen, aber auch mit weit gespannten, elegant phrasierten Vokalbögen und – glaubt man den Rezensenten – mit umwerfend charmanter Bühnenpräsenz. Gerade recht, um das ebenso umjubelte Gretchen von Olga Kulchynska zu bezirzen.
Dirigiert hat Nathalie Stutzmann, demnächst Eröffnungs-Dirigentin der Bayreuther Festspiele, inszeniert hat Wiens Volksopernchefin Lotte de Beer, die dem Mephisto von Kyle Ketelsen offenbar alle Chancen gelassen hat, die bösen Mächte zu aktivieren.
Der Mitschnitt vom vergangenen Februar bleibt auf der Ö1-Plattform vier Wochen lang online abrufbar. Spannend nicht zuletzt für österreichische Musikfreunde, die auf dem laufenden bleiben möchten, denn an der Wiener Staatsoper hat der Tenor seit seinem glänzenden CD-Debüt erst zwei Partien in insgesamt nur sechs Vorstellungen gesungen…

