Eröffnung der Oberösterreichischen Stiftskonzerte mit dem künftigen Chefdirigenten des RSO: Schuberts „Große C-Dur-Symphonie“. Das wird spannend.
Spätestens seit der Vollendung des kompletten Bruckner-Zyklus warten Musikfreunde auf Neuigkeiten vom Leiter des Brucknerorchesters, Markus Poschner. Nun dirigiert er die Eröffnung der diesjährigen Stiftskonzerte unter hat neben dem Bruch-Violinkonzert mit dem Solisten Noa Wildschut Franz Schuberts letzte Symphonie auf dem Programm, ein singuläres Werk, noch zu Beethovens Lebzeiten entstanden und ein Türöffner der musikalischen Romantik in einer formalen Radikalität und Subjektivität, die den Weg der Symphonik über Beethoven hinaus ebnete — ohne daß die Musikwelt zunächst davon Notiz erhalten hätte; erst Robert Schumann entdeckte das Manuskript, lange nach Schuberts Tod und Mendelssohn dirigierte die Uraufführung. Seither ist das Stück auch ein Prüfstein für Dirigenten.