Archiv der Kategorie: Werke

Anton Bruckner Symphonie Nr. 9

Die vollendeten Sätze I-III:1887–1894Unvollendetes Finale: 1895/1896

    Die bei aller zeitlichen Ausdehnung respektgebietende formale Dichte der Achten scheint für Bruckner dann zum Maßstab geworden zu sein. Die folgende Neunte, die er nicht vollenden konnte, ist ähnlich angelegt und ähnlich groß dimensioniert. Sie sollte, wie schon erwähnt, „dem lieben Gott“ gewidmet werden und wiederum – unter Anwendung von Beethovens „Durch Nacht zum Licht“-Prinzip – mit einem strahlenden Dur-Hymnus schließen. Dem wäre anders als in der Achten singulärer Status zugekommen, denn der Kopfsatz und das Adagio der Neunten streben Höhepunkten zu, die nicht erreicht werden: In beiden Fällen bricht die Entwicklung ab, beziehungsweise sie stürzt – im ersten Satz – haltlos in sich zusammen.

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    Anton Bruckner Symphonie Nr. 8

    Erste Fassung 1884–1887Zweite Fassung 1887–1890

    Man muß bekanntlich sehr berühmt sein, um karikiert zu werden. Bruckners Achte hat es geschafft: Eugen Roth goss sie als Sinnbild der großen, „schweren“, vielen unverständlichen Symphonie in Verse:

    Und sieh, woran er gar nicht dachte: Man spielt heut Abend Bruckners Achte.

    Das Vertrauen in die Sicherheit, die er bei der Arbeit an seiner Siebenten Symphonie gewonnen hatte, wurde allerdings im Fall der folgenden Achten, an der er unmittelbar nach Vollendung der E-Dur-Symphonie zu arbeiten begann, durch den Dirigenten Hermann Levi wieder schwer erschüttert. Siegessicher hatte Bruckner dem Maestro seine neue Partitur übersandt; verzweifelt mußte er zur Kenntnis nehmen, dass Levi die Musik schlicht und einfach nicht verstand.

    Die Folge war – das letzte Mal in Bruckners Leben – ein akribischer Umarbeitungsprozess, der immerhin die erfreulichsten Folgen zeitigte.

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    Bruckners Dritte

    Symphonie Nr. 3 d-Moll Anton Bruckner I. Mehr langsam. Misterioso.II. Adagio. Bewegt, quasi andante.III. Scherzo. Ziemlich schnellIV. Finale. Allegro

    Bei dieser Symphonie ist das »Fassungs-Problem« besonders heikel. Die Dritte existiert in drei Versionen, deren erste zu Lebzeiten des Komponisten nie erklungen ist. Schon vor der - desaströsen - Ur...

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    Die Messe in f-Moll

    Bruckners erster glänzender Erfolg in Wien

    Eben heute sind es acht Tage, daß ich meine Messe in F Nr. 3, die schwierigste aller Messen, zum ersten Male in der Augustinerkirche aufführte. (Kostete über 300 Gulden; denn ich hatte die Kräfte des Hoftheaters.) Dem Höchsten zur Verherrlichung geschrieben, wollte ich das Werk zuerst in der Kirche auffüh...

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    Bruckners Zweite

    SYMPHONIE NR. 2 c-Moll

    Anton Bruckner

    I. Allegro. Ziemlich schnell II. Andante. Feierlich, etwas bewegt. III. Scherzo. Schnell IV. Finale. Mehr schnell

    Heikle interpretatorische Balanceakte gefragt! Die Zweite ist vielleicht die am seltensten diskutierte der numerierten Brucknersschen Symphonien. Sie existiert in zwei höchst unterschiedlichen F...

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    Bruckners Erste

    Symphonie in c-Moll (1866)

    1. Allegro 2. Adagio 3. Scherzo 4. Finale. Bewegt, feurig

    Zwei Jahre nach seinem ersten symphonischen Versuch, der heute sogenannten »Studiensymphonie« in f-Moll, die 1863 als Abschlußarbeit nach den Studien bei Otto Kitzler entstanden war, machte sich Anton Bruckner an seine erste »offizielle« Symphonie. Er war bereits...

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    Bruckners »Nullte«

    Die Nr. 0 Anton Bruckner: Symphonie in d-Moll

    ...entstanden nach der »Ersten«! Die von Bruckner selbst stammende »Zählung« ist irreführend. Die letzten Arbeiten an der Partitur dieser d-Moll-Symphonie schloß der Komponist ab, als die offizielle Erste Symphonie längst vollendet war. Dennoch wollte er sie nicht gelten lassen. Erst 1924 erklang das W...

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    BRUCKNER-ZEITLEISTE

    DIE BRUCKNER-ZEITLEISTE 1824 geboren in Ansfelden als erstes Kind einer Familie von niederösterreichischen Bauern und Handwerken. Großvater Josef (Jahrgang 1749) und Vater Anton senior (Jahrgang 1791) waren Lehrer in Ansfelden. 1834 Anton Bruckner junior, der jeden Sonntag im Kirchenchor mitsingt, darf versuchsweise das erste Mal beim Gottesdienst ...

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    Anton Bruckner

    Bruckner Zeitleiste

    1824 - 1896

    Anton Bruckner ist vermutlich jener Meister unter den bedeutendsten Symphonikern, der zu Lebzeiten die gegensätzlichsten Urteile erfahren mußte.Von der katastrophalen Ablehnung seiner Dritten Symphonie weiß die Welt. Das Wiener Publikum, aber auch Teile des Orchesters zeigten sich damals von der ignorantesten Sei...

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    Smetanas Trio

    Klaviertrio g-Moll op. 15 Friedrich Smetana (1855) Friedrich Smetana, der böhmische Nationalkomponist, war als Musiker ganz dem Stil der sogenannten Neudeutschen Schule um Franz Liszt verpflichtet. Seine Orchesterwerke gehören allesamt der Gattung Symphonische Dichtung zu. Und auch seine Kammermusik ist zutiefst programmatisch konnotiert. So v...

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