Brahms mit dem Cellisten Robert Hausmann im Hause Maria Fellingers
Zwei Sonaten für Violoncello und Klavier hat Brahms vorgelegt. Die erste, in e-Moll, war die erste Duosonate aus seiner Feder - und brauchte wie die erste Symphonie Jahre zum Reifen. Die ersten Sätze des Werks waren schon 1862 fertiggestellt. Das Finale fand der Komponist erst drei...
Die Auseinandersetzung mit klassischen Sonatenform steht am Beginn des Schaffens von Johannes Brahms - mit seinen Klaviersonaten nimmt er kraftvoll die herkulische Aufgabe an, mit dem Vorbild Beethoven zu konkurrieren. Robert Schumann der bald Brahms' Mentor werden sollte, hatte noch 1839 seinen jungen Komponisten-Kollegen e...
Das Wiener Publikum lernte die Musik des Hamburger Zuwanderers Johannes Brahms vor allem einmal in kleineren Formen kennen und schätzen: Kammermusik wurde auch im Umfeld der Erstaufführung der Ersten Symphonie im Jahr 1876 gegeben: Der philharmonische Konzertmeister Hellmesberger, einer der Brahms-Pioniere in Wien, startete zu jener Zeit geradezu e...
Wie sooft bei Brahms, sind die beiden Streichquintette paarweise entstanden: Beide spiegeln eine für diesen Komponisten ungewöhnlich positive, ja fröhliche Stimmung wider: Hinter jeden einzelnen Satz des Quintetts in F-Dur, das 1882 in einem großen kompositorischen Atemzug in Bad Ischl entstand, setzte er die Datumszeile:
Drei Werke der eher raren Gattung des Quartetts für Klavier, Geige, Bratsche und Violoncello hat Johannes Brahms vorgelegt. Sie stehen eher am Beginn seiner Beschäftigung mit kammermusikalischen Formen und sind durchwegs sehr »pianistisch« geschrieben.
SCHUMANN ALS VORBILD
Bereits im Jahre 1855 trug sich der Komponist erstmals mit dem Gedanken, ein...
Kammermusik für Mühlfeld
Die späten Werke für Klarinette
Zu den Glücksfällen der Musikgeschichte zählt die Begegnung des Komponisten Johannes Brahms mit dem herausragenden Klarinettisten seiner Zeit: Richard Mühlfeld. Er war Soloklarinettist der Hofkapelle in Meiningen.
Auf seinem Instrument muß er ein Naturtalent sonder gleichen gewesen sein. U...
Robert Schumanns war in den entscheidenden frühen Jahren der wichtigste Mentor für Johannes Brahms. Wobei der Ältere vor allem die Klaviermusik des Kollegen schätzte und in hymnischen Rezensionen pries. Doch war Brahms auch interessiert, Kammermusik zu komponieren. Unter den Augen von Schumann entsteht das Klavier-Trio in H-Dur, das Brahms - nachde...
Den Tritt des „Riesen Beethoven“ im Nacken, hat Brahms lang gezögert, sich dem symphonischen Genre zuzuwenden. An seiner Ersten hat Brahms daher jahrelang gearbeitet. Als der Bann gebrochen war, folgten freilich drei weitere, höchst unterschiedliche Beiträge zur romantischen Geschichte der Symphonie – alle vier sind aus dem Repertoire nicht mehr we...
Symphonie III F-Dur op. 90(1883, Wiesbaden)
Uraufführung: 2. Dezember 1883, Wien (Hans Richter)
Die Dritte ist die kämpferischste unter Brahms Symphonien. Mit Beethovens Pastorale hat sie zwar die Tonart gemein, atmet aber viel eher den Geist der Eroica oder der Fünften Symphonie.
Allegro con brio
Die Dur-Tonart wird schon im zweiten Takt durch di...