Die klassische Einspielung des Werks, ohne Kürzungen, gelang Erich Kleiber Anfang der Fünfzigerjahre mit den Wiener Philharmonikern und einer erlesenen Sängerbesetzung für Decca: Sena Jurinac (Octavian), Hilde Gueden (Sophie), Maria Reining (Marschallin), Ludwig Weber (Baron Ochs), Alfred Poell (Faninal) - auch idiomatisch unübertroffen.
Der Mitschnitt der legendären Premiere in Wien, 60 Jahre nach der Uraufführung, ist mit Sicherheit die ideale Umsetzung dieser Partitur in Traumbesetzung, angeführt von der Engelsstimme der Gundula Janowitz in der Titelpartie, mit der einzigartig präzisen Zerbinetta der Edita Gruberova, die an diesem Abend des Jahres 1976 ihren internationalen Durchbruch schaffte....
Die Münchner Fassung, in der das Finale des Mittelaktes gekappt wird, liegt einer der besten Schallplatten-Produktionen der Arabella zugrunde, die Anläßlich der Wiedereröffnung des Nationaltheaters 1963 live mitgeschnitten wurde: Joseph Keilberth stand am Pult, Lisa della Casa, die ideale Arabella jener Generation, sang an der Seite von Dietrich Fischer-Dieskau. Anneliese Rothenberger ga...
Für eine Erstbegegnung mit diesem komplizierten, doch hinreißend schönen Werk taugt der Livemitschnitt einer Aufführung der New Yorker Metropolitan Opera aus dem Jahr 1962 unter der Leitung des Debussy-Kenners und -Könners Ernest Ansermet, der bei der Uraufführung 1910 dabei war und mit Debussy selbst noch über Besetzungsfragen in seiner Oper sprechen konnte. Wenn ...
Josef Bohuslav Foerster war der Sohn des Komponisten Josef Foerster und lebte nach Studien am Prager Konservatorium in Hamburg, wo seine Frau als Sängerin engagiert war. Er fungierte als Kritiker und wirkte ab 1901 als Professor am Konservatorium. Es war die Zeit, als Gustav Mahler in Hamburg Opernchef war. Die beiden Musiker wurden Freunde. Wie Mahler übersiedelte Foerster bald nach Wien, wo er ab 1903 bis zum Ende der Donaumonarchie Muskkritiker und Kompositionslehrer war.