Im Verein mit ihrem Herrn und Meister haben → Alban Berg und → Anton von Webern die musikalische Welt verändert: Die sogenannte »Zwölftonmethode« Schönbergs haben sie übernommen und, jeder auf seine Weise, für sich adaptiert: Webern wurde durch den Konstruktvismus seiner Arbeiten zum Stammvater der musikalischen Avantgarde nach 1945. Berg zum Meister einer Moderne mit menschlichem Antlitz, die teilweise sogar in die Abonnementkonzerte Eingang fand, ohne Widerspruch zu erregen.
Späte Romantik
Sieben frühe LiederJessye Norman(Sony)
Angstfrei kann sich der Musikfreund, der Musik der Spätromantik liebt, den → Frühen Liedern Alban Bergs nähern: Sie sprechen noch die nachwagnerische Klangsprache eines Richard Strauss oder Alexander von Zemlinsky.
Zwischen 1944 und 1965 hat der amerikanische Dirigent und Musikwissenschaftler Robert Craft sämtliche mit Opuszahlen versehene Werke Anton von Weberns für Schallplatten aufgenommen. Eine Pioniertat, die auch Meister vom Range eines Igor Strawinsky auf das Schaffe des Schönberg-Schülers aufmerksam gemacht hat – und den Gang er Musikgeschichte auch insofern beeinflussen konnte, als Strawinsky unter Crafts Einfluß seinem Spätwerk – auf Weberns Spuren – Arnold Schönbergs Zwölftonmethode nutzbar machte.
Igor Strawinsky
The Rake‘s Progress
STRAWINSKYS EIGENE AUFNAHMEN
Abgesehen vom dokumentarischen Wert des Livemitschnitts der Uraufführung, es gibt zwei Aufnahmen, die Igor Strawinsky selbst im Studio dirigierte. Wobei die erste zwei Wochen nach der New Yorker Premiere an der Metropolitan Opera entstand, mit dem dort von Fritz Reiner einstudierten Ensemble aber mit einem kleienren Orchester als...
ComodoBartók Suite Nr. 2 (Dorati, Minneapolis - 1956)
Allegro scherzandoBartók Suite Nr. 2 (Dorati, Minneapolis - 1956)
AndanteBartók Suite Nr. 2 (Dorati, Minneapolis - 1956)
ComodoBartók Suite Nr. 2 (Dorati, Minneapolis - 1956)
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Eine gute Möglichkeit, Béla Bartóks Klangwelt kennenzulernen ist die »Tanzsuite« von 1923. Sie vereint die avancierte Tonsprache des Komponisten mit der rhythmischen und melodischen Vielfalt, die er als Volksmusikforscher kennengelernt hat – und fruchtbringend einzusetzen verstand.
»Ziel des ganzen Werks war es nämlich, eine Art ideal erdachter Bauernmusik, ich könnte sagen, erdichtete Bauernmusiken nebeneinanderzustellen, sodass die einzelnen Sätze bestimmte musikalische Typen darstellen: ungarische, walachische, slowakische und auch arabische, zuweilen kam es sogar zur Überschneidung dieser Arten.« (Bartók anläßlich der Uraufführung, 1923)
CD-Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene
über Béla Bartók
Der junge Béla Bartók war ein Verehrer von Richard Strauss. Dessen Tondichtung »Also sprach Zarathustra« hat den jugendlichen Ungarn tief beeindruckt. Bald aber begann die Faszination der ungarischen Volksmusik zu wirken, die Bartók Seite an Seite mit dem Kollegen Zoltán Kodály akribisch studierte. Harmonik und - vor allem! - Melodik Bartóks waren davon bald tief beeinflußt.
Erstes Dokument der neuen Phase und eine der besten Möglichkeiten, die Musik Bartóks kennen und lieben zu lernen ist die
TANZSUITE
aus dem Jahr 1923.
1. Allegro non troppo 2. Andante tranquillo 3. Allegro molto
Bartóks großes Violinkonzert aus den Jahren 1837/38 galt lange als sein einziger Beitrag zu dieser Gattung. Entstanden ist es in den letzten Jahren, in denen Bartók noch in Europa lebte, für den befreundeten ungarischen Geiger Zoltán Székely, der über Jahre hin Bartóks Konzertpartner gewesen war.
Rafael Kubelik
Siegmund NimsgernTatjana TroyanosNY Philharmonic 1981
Kubelik von seiner dramatischsten Seite: Er stachelt New York Philharmonic zu suggestivem Spiel an und die beiden Protagonisten machen den Konzertsaal (bzw. die CD) zur Bühne.Die spannendste Aufnahme im Katalog.
István Kertész
Walter BerryChrista LudwigWiener ...
Schreker »Die Gezeichneten«W. Zillig – H. Krebs, E. Lear, Th. Stewart (Hamburg 1960)
2. Akt 1. Bild
2. Akt 2. Bild Carlottas Atelier
3. Akt 1. Bild »Elysium«
3. Akt 2. Bild »Grotte«W. Zillig – H. Krebs, E. Lear, Th. Stewart (Hamburg 1960)
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DIE HANDLUNG
»Die Schönheit sei Beute des Starken«, so lautet das Motto des genuistischen Edelmanns Alviano. Er gehört nicht zu Starken, er ist von Geburt an verkrüppelt, ein »Gezeichneter«. Sein Vermögen investiert er dennoch in höchsten Luxus: In der Bucht hat er auf einer Insel »Elysium« bauen lassen, das er selbst allerdings nicht betritt. Die »Starken«, die Edelleute Genuas, nutzen das Eiland als luxuriöses Bordell.