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Raphaela Gromes wieder in den Charts
Im Gespräch. Mit der CD „Fortissima“ stürmt die Cellistin Raphaela Gromes die Klassik-Charts. Im gleichnamigen Buch erzählt sie von den Komponistinnen, die sie wiederentdeckt hat. Die einzige Österreich-Präsentation gibt es in Reichenau an der Rax.

Im Vorjahr landeten die Cellistin Raphaela Gromes und ihr Duopartner Julian Riem mit ihrer CD „Femmes“ einen Sensationserfolg und belegten über Wochen Spitzenplätze in den Klassik-Charts. Auch das jüngste Album „Fortissima“ landete sofort auf Platz eins – und widmet sich erneut dem Schaffen von Komponistinnen. Schon „Femmes“ hat auch Kenner in Erstaunen versetzt: Wie viel gute Musik wurde „verschwiegen“, weil sie von Frauen geschrieben wurde! Diesmal geht die (wiederum bei Sony erschienene) CD Hand in Hand mit einem gleichnamigen Buch, in dem Raphaela Gromes über ihre Recherchen berichtet. Bei der einzigen Österreich-Präsentation am 8. November im Schloss Wartholz in Reichenau wird die Schauspielerin Patricia Aulitzky aus dem Buch lesen und durch das musikalische Programm führen.
Raphaela Gromes wieder in den Charts weiterlesenDas war Lockenhaus 2025
Was heißt alles »Kammermusik«

Ö1 sendet am Freitagabend einen Zusammenschnitt von Aufnahmen vom diesjährigen Festival von Lockenhaus. Das legendäre Rencontre illustrer internationaler Musiker, einst von Josef Herowitsch, dem musikhungrigen Pfarrer der burgenländischen Gemeinde im Verein mit dem Geiger Gidon Kremer gegründet, mauserte sich rasch zum weltweit berühmten Treffpunkt für Freunde der Kammermusik. Noch viele Jahre nach Herowitschs Tod reisen aus aller Welt die Connaisseurs an – nicht zuletzt, um, gespielt von erlesenen Interpreten, Musik kennenzulernen, die im allgemeinen Repertoire vollkommen ausgeblendet wird.
Auch heuer war die Ausbeute reich:
Mozarts Clavichord. Eine akustische Zeitreise mit Georg Nigl.

Ein Konzeptalbum von Georg Nigl und Alexander Gergelyfi zaubert uns in alte Zeiten zurück: So hat das wohl ungefähr geklungen, wenn der Komponist in seiner Wohnung in der Rauhensteingasse die ersten Töne seiner eben im Werden befindlichen „Zauberflöte“ vorgespielt hat.
Mozarts Clavichord. Eine akustische Zeitreise mit Georg Nigl. weiterlesenVerdi und die Tiefkühlpizza
Ein neuer Podcast der Serie »Klassik für Taktlose«

»La donna e mobile« – wie ein freches Lied aus Giuseppe Verdis »Rigoletto« zur Werbe-Melodie für Tiefkühlpizza wurde – und was es sonst noch zu diesem Ohrwurm zu sagen gibt. Katrin Nussmayr fragt nach den Hintergründen eines Welt-Schlagers.
Verdi und die Tiefkühlpizza weiterlesenFranz Grundheber zum Gedenken

Der Baßbariton aus Trier, dessen Karriere spät begann, dafür umso länger dauerte, und der Maßstäbe in Partien wie dem Wozzeck gesetzt hat, starb am 27. September 2025, dem Tag seines 88. Geburtstags.
Franz Grundheber zum Gedenken weiterlesenNeue Opern-Ära in Zürich hat begonnen
Der Opernintendant Matthias Schulz läßt den »Rosenkavalier« von Helnwein neu illustrieren – und spielt selbst Klavier

Viel zum Schauen gab es anläßlich der ersten Premiere der neuen Ära am Opernhaus Zürich: Der neue Intendant ließ – als Höhepunkt eines 24 Stunden dauernden Opernfests inklusive zeitgenössischer Musik – Gottfried Helnwein Richard Strauss‘ »Rosenkavalier« ausstatten und auch andeutungsweise »inszenieren«. Für den Feinschliff der Personenführung sorgte freilich Lydia Steier – die beiden ließen nur den ersten Aufzug im vom Textdichter Hofmannsthal vorgesehenen Wien der Mozartzeit spielen.
Neue Opern-Ära in Zürich hat begonnen weiterlesenWie unanständig ist ein Can-Can?
Die jüngste Folge von „Klassik für Taktlose“

Die Röcke fliegen hoch. Wir schauen nicht darunter, sondern wollen herausbekommen, was hinter dem Pariser Modetanz der Belle Epoque steckt. Im Dialog mit Katrin Nussmayr, die, wie gewohnt, „taktlose“ Fragen stellt, dringen wir weit vor in die Geheimnisse von Jacques Offenbach und seinen Nachfolger im Gefilde der Unterhaltungsmusik.
Wie unanständig ist ein Can-Can? weiterlesenPodcast: Furtwängler dirigiert Bruckner

Meine Lieblingsaufnahmen: Der Livemitschnitt der Aufführung von Anton Bruckners selten gespielter Sechster Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler ist zwar nur fragmentarisch erhalten — und doch eine der bedeutendsten Bruckner-Interpretationen der Aufführungsgeschichte.
Podcast: Furtwängler dirigiert Bruckner weiterlesenKurt Schwertsik bei der »Presse«-Austria-Gala
KULTURERBE
Kurt Schwertsik und die Freude an „Neuer Musik“
Er gehört zu den herausragenden Komponisten Österreichs, wurde gerade 90 Jahre alt und schreibt erstaunlicherweise „schöne“ Musik.
Mittlerweile ist das ja kein Geheimnis mehr: Komponisten der sogenannten „ernsten“ Musik schreiben heutzutage durchaus eingängige Musik. Nach den Happenings der Avantgarde, die das Publikum reihenweise aus den Konzertsälen vertrieb, ereignete sich eine – nicht von allen, aber von vielen mitvollzogene – Wende zu einer „Neuen Einfachheit“. So nannte man das mangels besserer Vokabeln in den Achtzigerjahren. Und plötzlich hieß es: Bei Uraufführung muss man sich nicht notwendiger Weise mehr die Ohren zuhalten.
