Alle Beiträge von sinkothekar

Thielemann und München

"Man stellt mich als Sündenbock hin" Affäre Thielemann. Münchens verdutzter Generalmusikdirektor, der einer Intrige zum Opfer gefallen sein dürfte. Nach wie vor völlig irritiert ist Christian Thielemann, Münchens Generalmusikdirektor, über die Art und Weise, wie man ihn als Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker ausgebootet hat. "Wir hatten einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen", sagt der im Gespräch mit der "Presse", "und fünf Minuten vor der Unterschrift lässt man mir ausrichten, dass man vonseiten der Stadt München noch weitgehende Änderungen wünsche." Änderungen, die direkt in die Befugnisse des künstlerischen Leiters eingreifen bzw. diese massiv beschneiden. "Mein Anwalt ist fast vom Stuhl gefallen, als er das hörte", sagt Thielemann. "Man will, so hat man mir gesagt, nicht ...

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Mia Zabelka im Gespräch

Melodien finde ich penetrant

Die Wiener Künstlerin Mia Zabelka erzählt im über Geräusche und zeithistorische Dokumente, die sie zu musikalischen Kompositionen inspirieren - Klangkunststücken, wie sie beim ersten Wiener Festival "phonofemme" ab 21. April zu hören sind. @LR von Wilhelm Sinkovicz "Phonofemme" nennt sich das erste "Internationale Klangkunstfestival", das vom 21. bis 25. April im kleinen Wiener Kosmos-Theater stattfindet. Sie sind die Intendantin und selbst Künstlerin. Was wird Wiens Musikfreunde da erwarten? Mia Zabelka: Es ist ein internationales Festival, bei dem vor allem Klangkünstlerinnen zu erleben sein werden. Ich habe dazu internationale Plattformen eingeladen, das "Deep Listening Institute" von Pauline Oliveros aus New York und Zahra Manis "Mani D.O.O." aus Istrien....

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DiDonatos Debüt

Joyce im Himmel Joyce DiDonato, Mezzosopran aus Kansas City, ist die Senkrechtstarterin unter den heutigen Belcanto-Diven. Die New York Times titelte nach ihrem Met-Debüt in Rossinis "Barbier": "Die beste Rosina weit und breit!" Mit dieser Partie stellt sie sich am Dienstag auch in Wien vor. @LR von Wilhelm Sinkovicz Nur an einem Abend, kommenden Dienstag, 14. April, haben Wiener Musikfreunde Gelegenheit, eine der bemerkenswertesten Sängerinnen der jungen Generation kennenzulernen. Die Agilität und gleichmäßig-schöne Führung ihrer Stimme haben der jungen Künstlerin aus den USA hymnische Kritiken eingebracht. Die Karriere verlief nach ersten Erfahrungen in den Opernstudios von San Francisco und Houston steil. Im Gespräch mit der "Presse" verrät DiDonato, dass es mitunter nicht einfach ist,...

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Bösendorfers Ende

Anfang vom Ende eines Wiener Mythos Ein Name, der zum Synonym wienerischer Musikkultur wurde; ein Klavier, das einst Franz Liszt standhielt und schließlich klammheimlich aus den Konzertsälen der Welt verschwand: Nachruf auf einen Mythos. Eisenfest standgehalten" habe er, der "Bösendorfer". So meldeten die Zeitungen Mitte des l9. Jahrhunderts. Eisen...

 

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Berlioz‘ Faust

Melodiös fährt's zur Hölle und in den Himmel Konzerthaus: Berlioz' "Fausts Verdammnis" unter de Billy mit Spitzenbesetzung und exquisitem RSO.

Während die Totengräber der Kultur im ORF weiter ihre Tiraden anstimmen dürfen, ohne von der Politik dieses Landes an ihre Aufgabe erinnert zu werden, stürmt das Orchester des Senders unter seinem Chefdirig...

 

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Netrebkos Lucia

Anna und der reine Wahnsinn Netrebkos Comeback. Nun auch in Wien: "Lucia di Lammermoor", ohne hohes Es, aber dafür erstmals mit Glasharmonika. Nicht allzu lange sollte die Babypause dauern: Anna Netrebko ist zurück auf den internationalen Bühnen. Wie jüngst in New York, meldet sie sich in Wien gleich mit anspruchsvollstem Repertoire. Nichts Geringe...

 

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Hanns Eisler Ausstellung

Zwischentöne Musik und Politik und der Nachruhm

Hanns Eisler, er ist wohl eine der verquersten Persönlichkeiten der jüngeren Musikgeschichte. Schon das Wort Musikgeschichte schreibt man im Zusammenhang mit ihm unter Vorbehalt. Geschichte, ja. Musik, natürlich auch, aber nur in direktem Zusammenhang mit Geschichte. Geschichtsmusik, sozusagen. Der S...

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Regietheater

Zwischentöne Warum ich oft aus dem Theater flüchte Zu den schönsten Dingen im Kulturgeschäft gehört es, in den Archiven zu stöbern und historische Aufnahmen anzuhören. Oder, die DVD macht's möglich, anzuschauen. Zu den schönsten, aber auch gefährlichsten Dingen, denn Livemitschnitte ermöglichen es uns, Erinnerungen aufzufrischen oder sogar Vergleic...

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