Alle Beiträge von sinkothekar

Christophe Rousset

Oper, wie sie Ludwig XIV. liebte Theater an der Wien. Christophe Rousset präsentiert "Castor und Pollux" von Rameau und eine Rarität von Lully, die er dank eines Antiquariats-Fundes renovieren konnte.

Nein, Noten waren immer da", sagt Christophe Rousset, "aber ich hatte das Glück, in einem Pariser Antiquariat ein Exemplar des Erstdrucks zu finden, den der Komponist selbst überwacht hat". Das gab den Anstoß: Jean Baptiste Lullys "Bellerophon", eine Lieblingsoper von Ludwig XIV., erklang vor wenigen Wochen erstmals wieder live - und zwar dort, wo das Stück seinerzeit zur Freude des Sonnenkönigs musiziert wurde, in Versailles.

"Bellerophon" war eines der Prestigeprojekte im Zuge der Wiedereröffnungs-Aktivitäten des frisch renovierten Schlosstheaters. Wobei Christophe Roussets "Talens Lyriqu...

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Igor Levits Wien-Debüt im »Presse«-Musiksalon

10. Jänner 2011

    Als Veranstalter kann ,,Die Presse’‘ oft rascher reagieren als etablierte Institutionen: Heute debütiert ein junges Klaviergenie im ,,Musiksalon“.

    Mit Igor Levit feiern wir gleich auch Franz Liszt

    Jubiläumsjahre. Manche werden zelebriert. Manche bemerkt man gar nicht. Daß soeben das zweite
Mahler–Jahr hintereinander an gebrochen ist – 2011 gedenken wir des 100. Todestages des Komponisten –, wird niemand überhören können. Daß vor Kurzem ein Hugo–Wolf–Jahr zu Ende ging, hat man bei sehr viel Mahler, viel Chopin und Schumann so gut wie überhört.

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    Adrian Eröd

    Man singe die »Winterreise« Im Gespräch. Adrian Eröd erzählt über seine Ausflüge ins Tenor-Fach und warum er als Opernliebling gern auch der kleinen Form huldigt.

    Ja, den Loge behalte ich im Repertoire", sagt Adrian Eröd, der Wiener Bariton, der mit der Interpretation von Wagners sinistrem Feuergott in der Premiere von "Rheingold" endgültig zum Publikumsliebling avancierte. Der Loge ist eine Tenorpartie. Und mancher Kommentator hat dem Sänger sein nahes Ende vorausgesagt, wenn er seine Stimme auf Dauer einer solchen Belastung aussetzen wollte.

    Und doch: "Der Loge liegt nicht hoch", sagt Eröd, der keine wie immer geartete Lust verspürt, das Fach zu wechseln. "Ich bleibe ganz sicher Bariton", meint er, "aber ich war immer ein hoher Bariton. Und vor allem: Die paar exponierten Töne im ,Rhei...

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    Jennifer O’Loughlin

    Wie man ein "lustiges Weib" wird Im Gespräch. Jennifer O'Loughlin, Sopran-Star im Volksoper-Ensemble, über sportliche Bühnenerfahrungen, hohe Töne und die klassische Bettlektüre einer Sängerin.

    Es war ein gutes Training", sagt Jennifer O'Loughlin, die an ihren ersten Auftritt in der Wiener Volksoper zuallererst sportliche Erinnerungen hat. "Ich war ab 1. September engagiert, meine erste Partie war die Valencienne in der "Lustigen Witwe - und ich musste als Allererstes den Cancan lernen."

    Vor den stimmlichen Anforderungen großer Rollen hatte die Amerikanerin nie Angst. Dabei gehörten auch Marie in Lortzings "Zar und Zimmermann" und Mozarts "Figaro"-Susanna zu ihren Antritts-Rollen, allerhöchste Aufgaben im lyrischen Fach. Als Susanna war O'Loughlin 2007 schon bei den Salzburger Festspiele...

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    Heinz Holecek

    »Burli, du bist es worden!« Die Festvorstellung zum 50. Bühnenjubiläum von Heinz Holecek musste verschoben werden, weil er sich die Hand gebrochen hat. Doch mit der »Presse am Sonntag« sprach der Publikumsliebling über Debüts, zu enge Kostüme und das Parodieren von Marcel Reich-Ranicki. Der ORF-Programmchef hat gebrüllt, er würde sich nicht hinters Licht führen lassen. Das sei natürlich Marcel Reich-Ranicki selbst gewesen. Niemals könnte ein Imitator ihn so nachmachen. Das war unser größter Triumph", resümiert Heinz Holecek. Seine täuschende Ranicki-Imitation wurde mit Champagner begossen. Als Imitator mit großer Lust an der perfekten Maske hat der Künstler die Herzen der Fernsehzuschauer gewonnen.

    Bis heute basiert Holeceks Popularität auf Sendungen wie "Mit fremden Federn". Sein singul...

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    Dominique Meyer 2010

    100 Tage und 99,8 Prozent Haus-Auslastung! Im Gespräch. Staatsoperndirektor Dominique Meyer kommentiert den Start in seine Amtszeit, die Neugier des Wiener Publikums, die Zusammenarbeit mit den Philharmonikern und das Engagements des Generalmusikdirektors.

    Die Auslastung beträgt 99,8 Prozent, nur zwei Vorstellungen waren bisher nicht ausverkauft." Dominique Meyer, Wiens neuer Staatsoperndirektor, ist berüchtigt dafür, dass er durch nichts aus seiner stoischen Ruhe zu bringen ist. In diesem Satz schwingt dann doch zumindest ein wenig Stolz mit. Ganz kalt lässt den geeichten Kulturmanager der in Zahlen messbare Erfolg seiner Bemühungen doch nicht. Die Jahre der Vorbereitung waren hart, das gibt er - auch nicht ohne Emotion - gern zu: "Es war die anstrengendste Periode in meinem Leben. Keine...

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    Harry Kupfer

    Ein Glück, dass "Ariadne" gescheitert ist! Harry Kupfer im Gespräch. Der Regisseur, der nun Richard Strauss im Theater an der Wien inszeniert, über Shakespeare-Nähe bei Hofmannsthal, seine ungebrochene Bühnenleidenschaft und modische Regiewillkür.

    Die Presse: "Ariadne auf Naxos" ist vielleicht die rätselhafteste Oper aus der Werkstatt von Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss. Ursprünglich sollte die Oper das Nachspiel zu Hofmannsthals Einrichtung des "Bürgers als Edelmann" sein . . . Harry Kupfer: Das war ein Experiment, das ziemlich schiefgegangen ist. Aber das war ein Glücksfall, dass es schiefgegangen ist! Auf diese Weise sind wir zu diesem Geniesstreich gekommen, der für mich durchaus Shakespear'sche Dimensionen hat: Das Heitere, das Tragische, das Philosophische, Liebe, Tod, Bet...

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    Iphigenie auf Tauris

    Ein Versuch im Theater an der Wien, 2010

    Wege durchs Labyrinth des Mythos

    Über die Bedeutung Christoph Willibald Glucks herrscht in der Fachwelt Einigkeit. Doch Aufführungen der legendären »Reformopern« bleiben rar.Immerhin: Das Theater an der Wien stellt nun »Iphigenie auf Tauris« zur Diskussion, jenes Werk, das Gluck den letzten Triumph bescherte - und das beinah parallel zu Mozarts »Idomeneo« die Gattung der französischen »Tragédie lyrique« neu zu definieren versuchte.

     

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    Fabio Luisi

    Der größte Misserfolg kann zum Erfolg werden FABIO LUISI IM INTERVIEW. Der Chefdirigent der Wiener Symphoniker und Erste Gastdirigent an der Met spricht über die großen Unterschiede zwischen New York und Wien. Die Symphoniker brauchen Geld und sollen mehr spielen.

    Fabio Luisi ist nicht nur Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Er hat auch eine bedeutende Funktion im US-Musikleben. Kaum, dass er nach kurzen Kompetenzstreitigkeiten seinen Posten als musikalischer Leiter der Dresdner Staatskapelle und der Semperoper zur Verfügung gestellt hat, ernannte ihn General-Manager Peter Gelb zum Ersten Gastdirigenten der New Yorker Metropolitan Opera. Das wird, so meint der Maestro im Gespräch mit der "Presse", kaum zu Balanceproblemen führen: "Was ich in den kommenden Spielzeiten an der Met zu dirig...

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    Bernarda Fink

    Sprachmelodien über dem "schattigen See" Bernarda Fink präsentiert heute Abend beim Carinthischen Sommer nebst Liedern von Robert Schumann und Alban Berg Musik von Komponisten aus ihrer slowenischen Heimat.

    Das harmoniert wunderbar mit den Liedern von Alban Berg", sagt Bernarda Fink, argentinischer Mezzo mit slowenischen Wurzeln, über ihr Konzertprogramm, das für heute, Montag, Abend in Ossiach ungewöhnliche musikalische Konfrontationen beschert. Im Rahmen des "Carinthischen Sommers" interpretiert die Künstlerin, am Klavier begleitet von Anthony Spiri, nicht nur Werke slowenischer Komponisten, die hierzulande bis dato kaum beachtet wurden, sondern auch die sogenannten "Frühen Lieder" von Alban Berg. Alban Bergs romantisches Frühwerk Diese Musik, noch ganz aus spätromantischer Klanglichkei...

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