Alle Beiträge von sinkothekar
Dominique Meyer bleibt
Mit der Verlängerung der Verträge der Staatsopernführung müssen die notorischen Nörgler zumindest keine neuen Strategien entwickeln. Wiens Opernfreunde dürfen beruhigt weiterraunzen
Die Ministerentscheidung ist gefallen. Die Wadlbei ßereien bleiben nicht aus. Wär' net Wien! Wenn Ministerin Schmied einen neuen Chef für die Staatsoper gesucht hätte,...
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Dirk D’Ase
»Komponieren kann man ja nicht lernen« Im Gespräch. Der flämische Komponist Dirk D'Ase erzählt über traumatische Erfahrungen in belgischen Internaten und seinen Weg als Selfmademan in internationale Opernhäuser - und ans Wiener Konservatorium.
Am 26. Jänner präsentiert der flämische Komponist Dirk D'Ase seine jüngste Oper in Wien. Seit 1981 lebt er in Wien, seit 2010 leitet er die Abteilung für Komposition und Dirigieren an der Wiener Privatuniversität Konservatorium. Aus seiner Feder stammt unter anderem eine Oper für Albert Einsteins Geburtsstadt Ulm, "Einstein - Die Spuren des Lichts". Sie wurde 2004, zur Feier des 125. Geburtstags des Physikers, uraufgeführt. Das neuste Werk, "L'intruse" nach Maeterlinck, erlebte im Vorjahr in Gent seine Uraufführung. Es ist seine siebente Oper. Das G...
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Gustav Leonhardt
DIE PRESSE 2012 Zum Tode des großen holländischen Originalklang-Pioniers Gustav Leonhardt, der in der Vorwoche im Alter von 83 Jahren in Amsterdam starb. Alles für Bach. Wenn es sein muss, auch das Gegenteil
Pionier ist das Wort, das am häufigsten verwendet wird, wenn es darum geht, Gustav Leonhardts zu gedenken. Der große holländische Musiker ist in der Vorwoche 83-jährig gestorben. Aus der Riege jener, die für historische Genauigkeit in Sachen Aufführungskultur eintraten, ist er seit Jahrzehnten nicht wegzudiskutieren. Wenn er auch stets betonte, sich nur als einer von vielen zu sehen, die konsequent Hörgewohnheiten auf den Kopf stellten. ...
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Angelika Kirchschlager 2012
PORTRAIT Die Kirchschlager reist nicht nur nach Mahagonny Wir sind alle glücklich mit unseren Kostümen", schwärmt Angelika Kirch schlager. Die österreichische Mezzosopranistin steckt mitten in den Schlussproben für die Erstaufführung von Kurt Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" an der Wiener Staatsoper. Premiere ist am 24. Jänner. Ingo Metzmacher dirigiert, Jerôme Deschamps inszeniert in Bühnenbildern von Olivia Fersioni. Die Kostüme hat Vanessa Sannino entworfen. Dass eine Sängerin im Vorfeld einer Premiere über Dekors und Gewänder spricht, ist ungewöhnlich genug. In der Regel fügt sich auch ein zeitgemäßem Theater durchaus aufgeschlossenes Mitglied des Vokal-Ensembles wie Angelika Kirchschlager heutzutage eher still in die szenischen Gegebenheiten.
Aber die Kostüme, die von d...
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Jennifer O’Loughlin
Bernsteins Koloraturen Volksoper. Für "Candide", ewiges Sorgenkind des genialen Dirigentenkomponisten, bietet das Haus am Gürtel seine besten Kräfte auf. Die bunte Bilderfolge, die das Stück - nach Voltaire - braucht, muss im Kopf der Hörer entstehen.
Das Beste ist ohnehin, sich in den eigenen Garten zurückzuziehen und, sagen wir, Bohnen hochzuziehen. Jedenfalls kommt Voltaires "Candide" zu diesem Schluss, nachdem er als Weltreisender - auf der Suche nach seiner geliebten Kunigunde - das Elend und die Niedrigkeiten des menschlichen Lebens kennenlernen musste.
Dabei war Candide in dem Glauben aufgewachsen, in die "beste aller möglichen Welten" geboren worden zu sein. Was der Philosoph Leibniz verkündet hatte, wurde vom französischen Spötter Voltaire einer gründlichen Dechiffrierung unterz...
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Telephonieren im Konzertsaal
ZWISCHENTÖNE Wenn das Handy in Konzert- oder Opernhaus klingelt, dann muss das nicht nur Grund zum Ärgern, es kann eine Chance zur Besinnung sein. Darf man Verdi kürzen? Nicht, solange Handys läuten!
Es war eine von jenen täuschend echten Nachahmun gen des Telefonklingelns - als es sich noch »Telephonklingeln« schreiben durfte. Eine Menge von Mobi...
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Rolf Kutschera
NACHRUF Wiens Musical-Pionier Der Schauspieler, Theatermacher und Impresario Rolf Kutschera starb im Alter von 96 Jahren in seiner Heimatstadt Wien. Rolf Kutschera ist tot. Sein Name steht für eine - später leider pervertierte - Musical-Tradition, die es in Wien allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz schon in den Sechzigerjahren gab. Als erfolgreichen Schauspieler hatte man Kutschera 1963 mit der Führung des im Vorjahr wieder eröffneten Theaters an der Wien betraut. Und es gelang ihm, dort neben den beiden Opernhäusern ein drittes Musiktheater zu etablieren, das eine echte Bereicherung des Wiener Angebots darstellte. Wenn heutzutage in Wi...
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Quasthoff hört auf
Thomas Quasthoff singt nicht mehr Eine Kehlkopfentzündung beendete die Karriere des deutschen Baritons. Das können selbst Sängerkollegen nicht fassen: "Ich habe geweint", sagt Michael Schade, nach seinem Staatsopern- Lied-Debüt gerade auf dem Heimweg nach Kanada. Er war einer der treuesten Partner Thomas Quasthoffs auf den internationalen Konzertpo...
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Streaming überholt die CD
TRENDS 2012 Musik kommt von der Festplatte Downloads überflügeln in den USA klassische Tonträger. Die Zeichen für den altvertrauten CD-Markt stehen auf Sturm. In den USA hat soeben ein Marktforschungsinstitut errechnet, dass die Musikindustrie im abgelaufenen Jahr erstmals mehr mit Downloads als mit CD-Verkäufen verdient hat. Konkret haben sich ame...
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