
Die 86-jährige, aus den USA gebürtige Sopranistin feierte anläßlich einer Neuproduktion von Tschaikowskys »Piqué Dame« in Hannover ein Comeback. Auf jener Bühne, auf der sie vor mehr als sechs Jahrzehnten ihr Debüt feierte, gestaltete sie die Partie der Gräfin und erntete Jubelstürme.
Nicht nur das Publikum feierte die Künstlerin, die seit lange mit ihrem Mann, dem Dirigenten Klaus Donath, in der Nähe von Hannover lebt. Auch die Rezensenten gerieten ins Schwärmen, denn die Wiederkehr der Sängerin scheint nicht nur aus Dankbarkeit für frühere Leistungen gefeiert worden zu sein. Im Deutschlandfunk nannte man die Darstellung der alten Gräfin, die das Geheimnis der »Drei Karten« hütet, schlicht »atemberaubend«. Donaths ungebrochenes Charisma hätte für »Gänsehaut« gesorgt. Nicht nur die Bühnenpräsenz schlug in Bann, sondern auch der Gesang im altfranzösischen Lied (Tschaikowsky zitiert im Monolog der Gräfin eine Arie von Grétry) ging, so das Magazin concerti, dank »unter die Haut gehender Pianissimi«.
Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet gar von einem regelrechten »Gefühlsgewitter« und einer insgesamt »grandiosen Version« der »Pique Dame«, der Auftritt der großen Alten Dame sei die »bewegende Überraschung« der Premiere gewesen.
»Pique Dame« in der Staatsoper Hannover: 4., 9., 21. Oktober, 7. November 202
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