Archiv der Kategorie: Glossen
Es lebe Strauß Vater!
Könnten wir den Radetzkymarsch vielleicht „schief stellen“? Das Neujahrskonzert so ganz im allgemeinen konnten uns nicht einmal heftige Attacken von Grün-Politikern madig machen. Die Begründung, das Ereignis, das weltweit wie nichts anderes als Werbe-Vehikel für das „Musikland Österreich“ dient, hätte erstmals in Zeiten stattgefunden, da Österreich...
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Josef Suk zum 150. Geburtstag
Am 4. Jänner jährt sich der Geburtstag von Josef Suk zum 150. Mal. Der Schwiegersohn Antonín Dvořáks stand im Schatten seines Schwiegervaters, hatte bei den Nachgeborenen aber auch als Vertreter einer gemäßigten Moderne spätromantischen Zuschnitts einen schweren Stand. Böhmische Musiziertradition 2024 wird ausgiebig Arnold Schönbergs 150. Geburtst...
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Wien gegen Mailand?
APERÇU
Am Tag des Hl. Ambrosius eröffnet seit Menschengedenken die Mailänder Scala ihre Saison. Erstmals durchbrach die Staatsoper das ungeschriebene Gesetz und setzte am selben Abend eine Premiere an. Notizen zu einem „Opernduell“, das keines war.
Eine Premiere in der Wiener Staatsoper am 7. Dezember? Gewiß: Asmik Grigorian als Turandot, das s...
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Wer war Jaromir Weinberger?
Diese Frage stellen sich derzeit vielleicht viele Wiener, die der Plakate des Theaters an der Wien ansichtig werden: Man gibt »Schwanda, der Dudelsackpfeifer« im Museumsquartier – und das ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Kaum ein Operngeher kennt denn Namen des Komponisten, dabei war Weinberger einst ein vielgespielter – auch als Operettenk...
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Das Mortier-Syndrom
APERÇU
Jüngst erschien, als Antwort auf einen klugen Gastkommentar des Wiener Ex-Staatsopernchefs Ioan Holender, eine Replik, bestehend aus Zitaten des einstigen Salzburger Festspiel-Intendanten Gerard Mortier. Wohlgemerkt, keine Philosophen- oder Dichterworte, sondern Sentenzen eines Theater-Provokateurs, der in den Neunzigerjahren dafür gesorgt ...
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Salzburger Premieren
Was zu erwarten war, ist eingetreten: Die Salzburger Festspiele konnten auf dem Opernsektor heuer nur einen einzigen echten Erfolg verbuchen: Die Premiere von Bohuslav Martinůs »Griechischer Passion« hinterließ ein bewegtes, betroffenes Publikum: Die starken Klänge der gemäßigt modernen Tonsprache des Komponisten, in Verbindung mit der allzu aktuel...
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Mutis Salzburger Konzert

Die Auftritte Riccardo Mutis gehören traditionsgemäß zu den fixen Größen im Salzburger Festspielprogramm. Den Termin zu »Ferragosto« hat Muti von Herbert von Karajan sozusagen geerbt. Das philharmonische Konzert unter der Leitung des Festspiel-Herrschers markierte einst einen verläßlichen Höhepunkt im Festspielgeschehen. Muti ist ganz selbstverständlich in Karajans Fußstapfen getreten: Seine Verbindung zu den Wiener Philharmonikern war seit seinen Festspieltriumphen als Mozart-Interpret gefestigt.
Heuer gibt es neben zwei Chorwerken aus den späten »Quattro pezzi sacri« von Giuseppe Verdi die Siebente Symphonie Anton Bruckners - jenes Werk, mit dem sich Karajan einst von dem Orchester und von der Welt verabschiedet hat.
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Wer bezahlt was für die Netrebko?

Das Publikum hat längst abgestimmt: Weder in Paris noch in Wien oder in Verona findet die Mehrheit der Opernfreunde, dass sich ein Künstler politisch äußern muss, bevor er auf der Bühne Höchstleistungen bringen darf. Das Wichtigste scheinen immer noch die Höchstleistungen zu sein. Insofern hat sich mit den Ovationen, die international der Diva Anna Netrebko dargebracht werden, eine Diskussion überflüssig zu machen, wie viel politische Statements Interpreten in Zeiten wie diesen abzugeben haben, ehe man sie engagieren darf.
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Blinder Dirigent in Italien
APERÇU
Traum des Kritikers In gewisser Weise hat der Mann natürlich recht. Als Dirigent einer Festspielproduktion hat er den Platz mit der besten Sicht auf die Bühne. Das ist in Zeiten wie diesen eine gefährliche Drohung.
Jetzt muss ich ein wenig ausholen: Meine Münchner Freunde kaufen seit der Ära Bachler nur noch Plätze irgendwo im viel zitiere...
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