Alle Beiträge von discjockey

Hilary Hahn

Das neue Album: PARIS Die Geigerin Hilary Hahn und das Orchestre Philharmonique de Radio France unter Mikko Franck haben eine der klanglich schönsten unter den neueren CDs vorgelegt. „Paris“ heißt das Album und dieser Titel wirkt auf den ersten Blick ein wenig irritierend, enthält die CD doch neben dem „Poeme“ von Ernest Chausson Werke von Sergej Prokofieff und Einojuhani Rautavaara.

Deutsche Grammophon

Man muss also das Beiheft lesen, um dahinter zu kommen, was es mit „Paris“ auf sich hat. Tatsächlich ist das Programm Frucht der Zusammenarbeit der Solistin mit dem französischen Orchester und seinem Chefdirigenten, der wiederum enge Beziehu...

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Mengelberg

So klingt die Freiheit, die Mozart gemeint hat Mengelberg-Edition. Das Label Pristine erinnert zum 150. Geburtstag des holländischen Dirigenten an dessen legendäre "Telefunken-Aufnahmen" und lässt sie restaurieren. Zum Auftakt gibt es Beethoven und Tschaikowsky.

Manche CD-Neuerscheinung lässt den Musikfreund sinnieren, wie viel Spontaneität, Individualität und Esprit die musikalische Interpretationskunst unserer Zeit doch verloren hat. Sofern sie den Gebrauch des Wortes Interpretation überhaupt noch rechtfertigt. Allen, die noch Lust haben, ihre Ohren zu akkommodieren und ein historisches Klangbild in Kauf zu nehmen, bietet die erste Ausgabe...

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Charles Ives

Das Chaos kann man aufschreiben Neueinspielung. Der amerikanische Komponist war tiefreligiös, handwerklich perfekt ausgebildet, aber von unbändigem Experimentiergeist und Skepsis gegen europäische Werte getrieben. Seine vier Symphonien hat nun Gustavo Dudamel in Los Angeles herausgebracht.

Deuttsche Grammophon

Musikfreunde in Mitteleuropa assoziieren mit dem Namen Charles Ives entweder gar nichts, versuchen ihn französisch auszusprechen oder wissen zumindest, dass es sich bei diesem Komponisten um einen der Vorreiter der musikalischen Moderne unverwechselbar amerikanischer Prägung gehandelt hat. Was Satie für Paris, war Ives für New York:...

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Foxtrott

Als die Avantgarde noch Foxtrott tanzte Klaviermusik. Gottlieb Wallisch hält bei seiner medialen Aufarbeitung der Einflüsse des Jazz auf die musikalische Moderne bereits bei Band 2.

Das ist schon die zweite Folge eines originellen Aufnahmeprojekts des Wiener Pianisten Gottlieb Wallisch: Mit "20th Century Foxtrots" erkundet er die Verbindungslinien zwischen der musikalischen Avantgarde im deutschen Sprachraum und dem Jazz, der die Unterhaltungsmusik revolutionierte.

Ein hübsches Beispiel für die Wirkungsmacht der aus den USA importierten Synkopen bieten die Werke von Eduard Künneke, dessen "Vetter aus Dingsda" anno 1921 nicht zuletzt deshalb...

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Erich Zeisl

Wie aus Wiener Klang "Jewish Music" wurde Livestream. Eine CD-Präsentation in den pittoresken Kasematten des Wiener Palais Coburg nimmt heute zeithistorische Dimensionen an.

Wer sich für die Wiener Musik der Spätromantik interessiert, muss heute Abend den Livestream aus dem Wiener Palais Coburg sehen. In den historischen Kasematten, die als Teil der Befestigungsanlage in den einstigen Basteien der Stadt an sich schon einen Besuch wert sind, musiziert die Pianistin Magda Amara mit dem Bariton Günter Haumer und dem Initiator des Projekts, dem Geiger Johannes Fleischmann. Zu erleben sind die Nummern der eben veröffentlichten CD "Exodus", die un...

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Haydn und Stamitz

Trondheim gibt uns eine anregende Musikstunde Wiener Klassik. Wenn ein Meister für einen dilettierenden König komponiert, heißt das noch nicht, dass er weniger gute Musik schreibt. Diese CD, schon einige Zeit im Handel, darf nicht unter dem Radar von Musikfreunden, die an der Wiener Klassik interessiert sind, bleiben. Viel zu wenig beschäftigt man sich mit der Frage, wie die Kunst Haydns, Mozarts und in der Folge jene des Jahresregenten Beethovens eingebunden ist in die Zeitläufte der Musikgeschichte. Dass Beethoven, wie Graf Waldstein das so schön ausgedrückt hat, "Mozarts Geist aus Haydns Händen empfangen" konnte, geschah ja nicht im luftle...

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Karl Richter

So satt und prächtig darf Barock klingen CD-Edition. Sämtliche Aufnahmen, die der Dirigent, Cembalist und Organist Karl Richter für die Deutsche Grammophon gemacht hat, sind auf 100 Silberscheiben gesammelt erhältlich und lassen uns stilistische Grundfragen erörtern. Weitsprung von der Orgelbank", titelte eine Münchner Zeitung, als das Bayerische Staatsorchester unter Karl Richter einst Bruckners Achte musizierte. Dieser Dirigent war eindeutig registriert: Deutschlands führender Kritiker, Joachim Kaiser, schrieb: "Wer Bach sagt, spricht auch von Karl Richter." Karl Richter war auch hierzulande der Mann für die Barockmusik. Erinnert man sich n...

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Barbirolli-Edition

Musik gegen den kulturellen Brexit Barbirolli-Edition. Warner hat sämtliche Aufnahmen des großen Dirigenten auf 109 CDs herausgebracht, Sony hat um New Yorker Einspielungen ergänzt: eine Offenbarung. Oscar Wilde legt einer seiner Bühnenfiguren den Satz in den Mund: "Jetzt habe ich endlich begriffen, warum England zu Europa gehört. Wenn England nicht dazugehörte, wäre ja Europa schon Asien." Also aus asiatischer Sicht: Auf den großen Musiker John Barbirolli musste uns eine spektakuläre Edition aufmerksam machen, die sämtliche HMV-Aufnahmen dokumentiert. Sony legte zum Gedenken an den 50. Todestag des Maestros noch die New Yorker Aufnahmen dazu...

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Weinbergers „Frühlingsstürme“

Gleich nach der Premiere kamen die Nazis Operetten-Revival. Mit Jaromir Weinbergers "Frühlingsstürmen" wurde in Berlin die letzte Erfolgsoperette der Weimarer Republik auf DVD gebannt. Das ist eine der spannendsten DVD-Neuerscheinungen: Barrie Kosky hat in seiner Komischen Oper Berlin im Frühjahr 2020 die Operette "Frühlingsstürme" von Jaromir Weinberger herausgebracht (bei Naxos), ein effektvolles Stück aus der Werkstatt eines Meisters, der vor 1933 nicht nur im leichten Genre erfolgreich war.

Diesmal geht es nicht um Koskys gewohnt bunt-bewegte Regie. Es geht zur Abwechslung einmal wirklich ums Werk. Und um den Komponisten. Vielleicht erin...

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Streaming

Ab sofort feiern wir hier in Österreich jede Woche Neujahr Streaming. Die Plattform "Fidelio" zeigt bis Silvester im Siebentage-Rhythmus Mitschnitte der philharmonischen Walzerkonzerte seit 2010. In diesen Tagen, da der Spaßgesellschaft ihr längst realisierter immerwährender Fasching verleidet wird, kann es nicht schaden, wenn man uns zumindest in Aussicht stellt, dass Neujahr nicht nur am 1. Jänner zu feiern ist. Wer sich ein Dutzend DVDs zulegt, kann das Spielchen spielen, wann immer er will. Als Abonnent des Streaming-Dienstes "Fidelio" sitzt man nun aber Sonntag für Sonntag zur rechten Stunde in der fußfreien Reihe im Wiener Musikverein -...

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